Fußball-Kreisliga A 1: Der 48-jährige Joker sticht

Eingewechselter Richard Krapf trifft zum entscheidenden 3:1

Kampf war Trumpf im Gudegrund: Hier bekommen es Gästespieler Rico Muhlack (links) und der starke Verteidiger Bastian Nöding miteinander zu tun. Foto: Kerst

Niedergude. Im Duell der Aufsteiger setzte sich die gastgebende SG Gudegrund/Konnefeld in einem kampfbetonten Spiel der Fußball-Kreisliga A 1 gegen die SG Nentershausen/Weißenhasel/Solz mit 3:2 (1:0) durch. Mit dem 3:1 durch den eingewechselten Richard Krapf in der 89. Minute war die Partie entschieden.

„Es war das erwartete Spiel auf Augenhöhe. Aufgrund der zweiten Hälfte hätten wir ein Unentschieden verdient gehabt“, sagte Gäste-Coach Dieter Nöding. Sein Gegenüber Richard Berge war vor der Partie nicht optimistisch gewesen: „Wenn mir heute Morgen jemand gesagt hätte, dass wir gewinnen, dann hätte ich ihn für verrückt erklärt. Ich bin richtig stolz auf meine Mannschaft.“

Beiden Trainer hatten zahlreiche Ausfälle zu kompensieren. Ihre Teams versuchten über den Kampf in die Partie zu finden. In der ersten Hälfte machten das die Platzherren deutlich besser. Max Fröhlich (5.) und Felix Wacker (21.) scheiterten aus aussichtsreicher Position. In der 25. Minute lenkte Gästekeeper Sebastian Thiel den Ball noch mit den Fingerspitzen um den Winkel. Erst nach einer halben Stunde kamen die Nentershäuser gefährlich vor das Tor. Doch Jonas Nölkes Kopfball nach einer Ecke von Rico Muhlack fand nicht den Weg ins gegnerische Gehäuse.

In der 39. Minute dann Jubel bei den Gastgebern - Wacker hatte getroffen, allerdings aus dem Abseits heraus -der Treffer zählte nicht. Aber fast mit dem Pausenpfiff gelang das überfällige 1:0 doch. Torben Bämpfer hämmerte den Ball volley ins Dreieck.

„In der ersten Hälfte waren wir zu passiv. In der zweiten haben wir dann Druck aufgebaut. Wir waren dem 2:1 näher als Gudegrund“, sagte Nentershausens Coach Nöding. In der 51. Minute hatte sein Team ausgeglichen. Allerdings mit freundlicher Unterstützung der Gudegrunder Mauer, die einen Freistoß von Marcel Mangold unhaltbar abfälschte.

Von nun an kämpften die Gäste energischer, gerieten aber unglücklich wieder in Rückstand. Manuel Kerst fasste sich aus knapp 40 Metern ein Herz und ballerte das Spielgerät auf das gegnerische Tor. Von der Unterkante der Latte prallte es in den Nacken von Torwart Thiel und von da zum 2:1 in die Maschen (62.).

Nicht aufgesteckt

Die Nöding-Elf steckte nicht auf. Aber auch die Gastgeber ruhten sich nicht auf der Führung aus. Und so entwickelte sich eine chancenreiche zweite Hälfte. Doch weder Nentershausens agiler Muhlack (66., 87) noch Gudegrunds Kapitän André Schäfer (70., 73.) trafen.

Der eingewechselte, 48-jährige Richard Krapf erzielte in der 89. Minute mit einem 20-Meter-Freistoß in den Winkel das 3:1 und machten den Sieg klar. Der Anschluss durch einen verwandelten Foulelfmeter von Mangold fiel erst direkt vor dem Abpfiff.

SG Gudegrund/Konnefeld: Hollstein - Diegel, Nöding, Kerst, Holl, Peter, Wiegand, Schäfer, Bämpfer, Wacker (64. Krapf, 90. Schirmer), Fröhlich

SG Nentershausen/Weißenhasel/Solz: Thiel - Nölke, Schmidt, Schenck (70. Patrick Müller), Hohmann (40. Werner), Schmauch (46. Pschantka), Berg, Muhlack, Christian Müller, Mangold

Tore: 1:0 Bämpfer (45.), 1:1 Mangold (51.), 2:1 Kerst (62.), 3:1 Krapf (89.), 3:2 Mangold (90.+1/FE)

SR: Borschel (Sontra); Z: 70

Von Laura Kerst

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