Handball-Landesliga Männer

Absteiger HSG Werra WHO will schnell zurückkehren

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Er wird die HSG Werra WHO auch in der nächsten Saison trainieren: Jörg Fischer, der sie vor einem Jahr in die Landesliga geführt und danach seinen Platz freiwillig geräumt hatte. Do ch im Herbst, als gar nichts lief beim Aufsteiger, kehrte er auf seinen Posten zurück. Auch in der Bezirksoberliga wird er bei der WHO die Richtung vorgeben.

Die Mannschaft zusammenhalten - das scheint den Verantwortlichen der WHO zu gelingen. Die Bezirksoberliga soll dann möglichst eine Zwischenstation bleiben.

VON MICHAEL W.RIMKUS

Enttäuscht? Nein enttäuscht sei er nicht, sagt Bodo Ruch, Vorstandsmitglied des WHO-Fördervereins. Es sei vielmehr schade, dass man die Klasse nicht gehalten hat. Schade fürs Team, aber auch für das Umfeld und die Fans. Die Handball-Landesliga sei eine schöne und lehrreiche Erfahrung gewesen. Eine so schöne, dass man ab September in der Bezirksoberliga ganz oben mitmischen und möglichst den Wiederaufstieg schaffen will.

Doch erst einmal zieht Bodo Ruch seine persönliche Saisonbilanz - ruhig und besonnentut er das, wie es seinem Naturell entspricht. Sicher sei mehr drin gewesen, doch von Beginn an lief in der Saison alles gegen den Aufsteiger. Das fing in der Vorbereitungsphase an, als sich Sebastian Wolf, eine der tragenden Säulen, mit Kreuzbandriss für die ganze Saison verabschiedete – und das sollte nicht die letzte Langzeitverletzung gewesen sein.

Weiter ging es mit der unnötigen Auftakt-Niederlage in Wesertal und etwas Blauäugigkeit, mit der man das Abenteuer Landesliga anging. Es dauerte es lange, bis der Neuling so richtig in der Liga angekommen war. Schnell zierte er mit 0:12 Punkten das Tabellenende. Die Rote Laterne sollte fest in WHO-Hand bleiben.

„Weil sich der Druck auf allen Ebenen erhöht hatte, mussten wir handeln“, erzählt Bodo Ruch. Handeln, indem Trainer Hartmut Knaut abgelöst wurde und Aufstiegstrainer Jörg Fischer wieder auf die Kommandobrücke der HSG zurückkehrte.

Aber Ruch ist wichtig, Knaut hier keine Schuld zuzuschieben: „Im Gegenteil, wir waren froh, dass sich Hardy überhaupt zur Verfügung gestellt hat und sind ihm daher zu Dank verpflichtet.“ Doch auch nach dem Trainerwechsel änderte sich zunächst wenig. Fischer hatte ja kaum Zeit, kurzfristig Akzente zu setzen, zumal mit Vellmar, Fuldatal, Baunatal und Großenlüder gleich übermächtige Gegner warteten.

So hieß die ernüchternde Bilanz bald 2:22 Punkte, „und da war die Geschichte eigentlich durch“, glaubt Ruch. Doch Fischers Handschrift wurde allmählich sichtbar.

Doch kaum schien sich die Mannschaft zu stabilisieren und den Tabellennachbarn auf die Pelle zu rücken, da schlug das Verletzungspech wieder zu. So fielen „Socke“ Strümpf, Frantisek Chyba und zuletzt Rückraumakteur Antonio Jelusic langfristig aus. Verluste, die vom Rumpfkader einfach nicht aufgefangen werden konnten. Einige Spiele gingen auch erst etwas unglücklich in den Schlussminuten verloren.

Ein Aspekt ärgert Ruch aber über die Maßen: „Wir konnten nicht ein Spiel in der kleinen und eigentlichen Heimhalle in Heringen austragen, da sich die Umbauarbeiten ewig verzögert haben. Immer wieder wurde uns versprochen, dass es bald weitergeht, doch geschehen ist wenig, bis heute. Hier sind wir ganz einfach von allen Seiten im Stich gelassen worden. Denn bei engen Spielen hätte die kleine Halle für uns den Ausschlag geben können.“ Aber der Konjunktiv trägt nun einmal kein Trikot, also geht der Blick nach vorn. Personell scheint es hier um die HSG gut zu stehen. Robin Schneider, Wolf, Strümpf, Jan-Uwe Berz und Kevin Schottmann bleiben an Bord, und auch der Rest des Teams signalisiert dies.

Zwei Spieler haben vorgespielt, hier steht die Entscheidung noch aus. Auch zwei Nachwuchsspieler erhalten eine Perspektive. Lediglich der Wechsel von Youngster Nicolas Reuchsel nach Eschwege steht fest. Und Hermann Bachs Entscheidung steht noch aus. Das Studium könnte verhindern, dass er weitermacht. " EINWURF

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