Handball-Landesliga Nord

Am Ende fehlt der TG Rotenburg gegen die HSG Twistetal die nötige Cleverness

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Gleich klingelt es im Twistetaler Kasten: Die vierfache Rotenburger Torschützin Alina Holstein schließt diesen Konter erfolgreich ab. 

Sieben Sekunden vor Schluss gaben die Landesliga-Handballerinnen der TG Rotenburg einen sicher geglaubten Heimsieg gegen die HSG Twistetal noch aus der Hand.

VON BURGHARD HAUPTMANN

Dabei verpassten sie es hauchdünn, erstmals in ihrer jüngeren Landesliga-Geschichte mit einem positiven Punktekonto zu glänzen.

Was sich die Rotenburgerinnen vorgenommen hatten, das setzten sie auch um: Sie steigerten sich gegenüber dem Spiel aus der Vorwoche, das sie gewonnen hatten. Mit einer stabilen Deckung und schnellem Positionsspiel im Angriff gestalteten sie die Partie bis zum 8:8 in der 21. Minute ausgeglichen, um dann mit einem Drei-Tore-Lauf auf 11:8 davonzuziehen (24.). Schöne Treffer vom Kreis durch Stefanie Deringer und Marina Denk sowie von Yulia Makarova bei einem Tempogegenstoß brachten diesen Vorsprung ein.

Doch zwei technische Fehler trugen dazu bei, dass der Gegner zum 11:11 ausgleichen konnte (27.). Nachdem Stefanie Deringer mit einem Siebenmeter gescheitert war, stellte Anette Lusky den 12:11-Pausenstand her.

Ein Höhepunkt des Spiels war ein gelungenes Zusammenspiel der beiden Ukrainerinnen im Trikot der TGR: Torfrau Tetiana Chorniavska, die einen Sahnetag erwischt hatte und mit 15 Paraden aufwartete, bediente mit einem weiten, zentimetergenauen Abwurf Yulia Makararova. Und die verwertete das traumhafte Anspiel zum 14:12 (33.).

Nachdem sich Anette Lusky erfolgreich durchgetankt hatte ( 15:13, 35.) und Yulia Makarova von außen eingenetzt hatte (16:13, 36.), stand für die TGR wieder ein Drei-Tore-Vorsprung zu Buche.

Und die TGR blieb nun vorne. Als Alina Hollstein in der 58. Minute auf 24:20 erhöht hatte, hielt das Team beide Punkte fest in ihrer Hand. Doch dann spielten den Spielerinnen die Nerven einen Streich.

Mit drei Treffern in Folge schafften die Twistetalerinnen 30 Sekunden vor Schluss den 24:23-Anschluss und stellten auf offene Deckung übers ganze Feld um.

Ein übereilter Torwurf der TGR brachte die Gäste noch einmal in Ballbesitz. Per Tempogegenstoß glich Judith Happe sieben Sekunden vor Schluss aus. Simone Larsen-Poulsen, die Trainer Sebastian Jaschinski vertreten hatte, stellte sichtlich geschockt fest: „Dieses Unentschieden war völlig überflüssig. Zum Schluss waren wir nicht clever. Ich hatte in der Auszeit gesagt, dass wir geduldig spielen sollten, was die Mädels aber nicht gemacht haben.“

TGR: Chorniavska – Weidemann, Horn (4), Groth, Drewer, Denk (1), Lusky (5/3), Hollstein (4), Pippert (2), Niebuhr (1), Makarova (5), Deringer (2) SR:Lein/Bockel ( HSG Datterode/Rhörde/Sontra) Zuschauer:100

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