Sportkegeln

Aufstieg von  Bosserode in 1. Bundesliga steht nun fest

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Michael Reith

Die letzte Hürde nahm das Team heute am frühen Abend vor dem  Hauptausschuss des Deutschen Schere-Keglerbundes (DSKB)

VON THOMAS WALGER

Der war wie erwartet dem Vorschlag seines Sportausschusses gefolgt. Dieser hatte gefordert, dass die wegen Corona abgebrochene Aufstiegsrunde nicht gewertet wird und der Meister direkt aufsteigt.  „Der Aufstieg in die 1. Bundesliga ist ein sportlicher Traum für uns“, sagt Tobias Brill, Spieler und Sportwart der Kegler von AN Bosserode. „Wir freuen uns total, dass demnächst alles zu uns nach Raßdorf kommt, was im Kegeln in Deutschland Rang und Namen hat.“ Darunter werden auch Weltmeiser sein.

Allerdings wird die 1. Bundesliga für den Neuling Bosserode ein teurer Spaß. Das weiß auch Tobias Brill: „Der Aufwand, den wir dafür betreiben müssen, ist riesig. Es kostet viel Geld. Die Spieler zahlen aus ihrem eigenen Portemonnaie einiges dazu, um überhaupt Bundesliga spielen zu können.“

Die Fahrtstrecken werden in der 1. Liga nicht kürzer als in der 2. – im Gegenteil. Manchmal soll eigens ein Kleinbus gemietet werden. Um Fahrtkosen und Zeit zu sparen, werden wohl an manchem Wochenende wieder zwei Auswärtsspiele für die Bosseröder stattfinden, die Übernachtungskosten nach sich ziehen. Dann nämlich, wenn die Austragungsorte nahe beieinander und weit weg von Wildeck liegen.

„Deshalb würden wir uns sehr freuen, wenn wir noch ein bisschen mehr Unterstützung von Sponsoren bekämen“, sagt Tobias Brill. Die 1. Bundesliga sei ja schließlich etwas Besonderes, auch wenn Kegeln natürlich nicht mit Fußball zu vergleichen sei. Wer die Bosseröder Kegelasse unterstützen will, findet am Ende des Artikels zwei Kontakte.

Was mögliche Verstärkungen für die erste Saison in der höchsten deutschen Spielklasse angeht, gilt laut Tobias Brill: „Wir haben eine Mannschaft mit guten, jungen Leuen. Wir sind miteinander befreundet, der Zusammenhalt stimmt – das alles können wir jemandem bieten, der zu uns kommen will – nur Geld eben nicht.“

Nicht zuletzt deshalb werden die Bosseröder wohl ohne Neuzugänge auskommen müssen. Tobias Brill ist dennoch zuversichtlich, was die Wettbewerbsfähigkeit angeht – worin ihn sein Teamkollege Stefan Michel, der schon Erstligaerfahrung sammeln durfte, bestärkt hat.

Michel vertrete laut Brill die Ansicht, dass die Bahnen im Raßdorfer Gemeinschaftshaus schwer zu bespielen seien. Auf ihnen müssten sich auch die besten Gegner erst einmal zurechtfinden.. „Also werden wir probieren, jedes Heimspiel zu gewinnen. Dann können wir die Klasse halten“, sagt Tobias Brill.

Dazu brauchen die Bosseröder gesunde Spieler. Auch da gibt es positive Nachrichten: Andreas Sekulla und Michael Reith, die zuletzt verletzt gefehlt hatten, haben ihre Operationen gut überstanden, sagt Tobias Brill. Sie würden jetzt nach und nach ins Training einsteigen und auch mit Krankengymnastik versuchen, schnell wieder zu alter Stärke zurückzufinden. Kontakte AN Bosserode: Gerald Buchenau, Tel. 0176-45125511; Bernd Hakenes, Tel. 0152-09885345

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