Rollstuhlbasketball

Jens Albrecht aus Bebra ist Triple-Sieger im Rollstuhlbasketball

+
Erfolgreiche Saison: Jens Albrecht aus Bebra gewann mit seinem Klub aus Erfurt das Triple.

Die Erfolgsserie mutet fast unheimlich an: Meisterschaft, nationaler Pokal und Champions League im Rollstuhlbasketball gingen an die Thuringia Bulls aus Erfurt.

Bei ihnen spielt seit Jahren ein Bebraner: Jens Albrecht, mittlerweile 28 und Nationalspieler. „Was jetzt passiert ist, ist das Ergebnis einer stetigen Entwicklung“, ordnet Albrecht die Resultate der vergangenen Wochen ein. Insbesondere auf nationaler Ebene vollzieht sich da offenbar ein Machtwechsel. Erfurt löst den RSV Lahn-Dill ab. Die Wetzlarer hatten jahrelang praktisch ein Abonnement auf die Titel. Immer mehr wurden die Thüringer zu ihren schärfsten Verfolgern – nun sind sie vorbeigezogen.

Wenn auch alle direkten Aufeinandertrennen denkbar knapp waren, in den beiden Finalspielen um die deutsche Meisterschaft behielten die Bulls erst mit 73:61, im zweiten Spiel dann mit 73:70 die Oberhand. Jens Albrecht steuerte im Hinspiel zehn, im Rückspiel zwei Zähler bei.

Noch enger war es im Pokalendspiel, das die Erfurter mit 72:71 gegen den Dauerrivalen gewannen. Albrecht gelangen sechs Punkte.Die Krönung der Saison aber war der Champions-League-Triumph gegen Ilunion Madrid mit 71:69. Hier blieb Albrecht ohne Korberfolg.

Rollstuhlbasketball wird professioneller und bekannter

„Früher haben wir solche knappen Spiele verloren, mittlerweile gewinnen wir sie“, analysiert der Bebraner, der in seinem Sport eine zunehmende Professionalisierung ausmacht. Sponsoren entdecken den Rollstuhlbasketball, die Darstellung nach außen wird wichtiger. Jens Albrecht arbeitet halbtags im Sozialdienst an einer Klinik in Gotha. Einige seiner Mitspieler sind beim Verein selbst angestellt – so sind Fahrten zu Auswärtsspielen und Trainingslagern natürlich überhaupt kein Problem.

Auch innerhalb der Mannschaft stimmt es. Dabei haben die Thüringer das große Glück, „dass die Spieler bei uns anklopfen. Sie wollen zu uns kommen, wir können wählen, wer passt.“ Wie im „Fußgänger-Basketball“ ist übrigens die Größe der Spieler wichtig - und die Wendigkeit. „Das Spiel wird athletischer“, hat Jens Albrecht beobachtet.

Die Saison ist für den Aufbauspieler, der auch die offensive Verteidigung als seine Stärke ansieht, längst nicht vorbei. Der Nationalspieler ist für die Europameisterschaft in Polen nominiert. Zunächst stehen Trainingslager an, im September die Titelkämpfe. Albrecht hätte wohl nichts dagegen, wenn die Erfolgsserie weiterginge.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.