Fußball-Kreisoberliga: Spielabsage für SG Wildeck

FSG Bebra steht im Verfolgerduell unter Druck

Fußball, FSG Bebra, Martin Silbermann (links), SG Wildeck, Fabian Opitz (rechts).
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Gefordert im Topspiel: Die FSG Bebra um Martin Silbermann (links), der hier gegen Wildecks Fabian Opitz kämpft. Das Spiel der Wildecker gegen Hohe Luft dagegen fällt aus, da sie keine Mannschaft stellen können.

Richelsdorf/Dittlofrod – Die Fußball-Kreisoberliga steht am Wochenende vor einem spannenden zwölften Spieltag. Im Mittelspunkt steht dabei das Verfolgerduell zwischen der FSG Bebra und der SG Dittlofrod/Körnbach, das am Sonntag ab 15.30 Uhr in Dittlofrod steigt.

Verzichten muss die FSG allerdings auf Trainer Andelko Urosevic, der in seiner Heimat Split mitfiebern wird, wo er einige Arbeiten am Elternhaus zu verrichten hat. „Manuel Schmidt und Tomislav Labudovic auf dem Platz sowie Torwarttrainer Dieter Hesse an der Außenlinie übernehmen die Vertretung“, sieht Urosevic den Tabellendritten auch dort gut aufgestellt.

Beim 5:3-Erfolg gegen den VfL Philippsthal haben ihm die drei Gegentore nicht geschmeckt. „Die noch junge Innenverteidigung braucht einen erfahrenen Spieler als Leitfigur an der Seite, was die Einwechslung von Labudovic in der zweiten Halbzeit gezeigt hat“, so die treffende Analyse von Urosevic, schließlich stand dann auch die Null.

Dem Tabellenzweiten Dittlofrod zollt er Respekt, die Mannschaft habe an Kontinuität gewonnen und der neue Trainer habe neuen Schwung reingebracht. Trotzdem wolle man nach drei Siegen in Folge weiter auf der Erfolgswelle schwimmen, zumal das Ergebnis Auswirkungen auf die Aufstiegsrunde habe. „Wir stehen mehr unter Druck, da die Punktausbeute von Dittlofrod gegen Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel bisher höher war, daher wollen wir auf jeden Fall etwas mitnehmen“, hofft Urosevic mindestens auf einen Teilerfolg.

Im Topspiel wird wohl nur Niklas Engel, der noch leichte Beschwerden hat und daher zunächst noch mal in der Reserve auflaufen wird, fehlen. Erfreulich sei auch, dass Marcel Schmidt am Dienstag erstmals wieder mit der Mannschaft trainiert habe. Ob es zu einem Kurzeinsatz reichen wird, bleibt abzuwarten.

Großen Respekt vor dem Gegner aus Bebra hat auch Thorsten Heiderich. „Sie sind schon seit Jahren am Drücker, haben eine gute Mannschaft. Es ist eine Mischung aus jungen und älteren, erfahrenen Aktueren, die große Gefährlichkeit ausstrahlt“, sagt der Trainer der Spielgemeinschaft. Insbesondere bei Standards und Kopfbällen sei Bebra sehr stark. „Sie sind für mich der große Favorit am Sonntag“, sagt Heiderich, der mit Bebras Coach Andelko Urosevic nicht nur das Geburtsdatum gemeinsam hat, sondern auch die Tatsache, dass sie beide die FSG Hohenroda trainierten.

Unter keinem guten Stern stand dagegen die Auftaktbegegnung zwischen der SG Wildeck und Tabellenführer FSV Hohe Luft, mit der der zwölfte Spieltag eigentlich am Samstag, 16 Uhr, in Richelsdorf hätte eröffnet werden sollen. Denn die Partie muss ausfallen, weil die Wildecker wegen Verletzungen, Urlaub und Schichtarbeit keine Mannschaft stellen können. 18 Spieler stünden Trainer Mike Lindemann aus dem gesamten Seniorenkader der Wildecker verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Da beide Mannschaften sich nicht auf einen Termin einigen konnten, wird die Begegnung mit 3:0 für Hohe Luft gewertet.

Dabei hätte die Stimmung bei der SG nach dem zweiten Saisonsieg in Oberellenbach bei der SG Heinebach/Osterbach gut sein müssen. Doch die Freude war schon nach dem Abpfiff äußert verhalten.

Der Grund: Mit dem besten Akteur des Tages, Steven Seiler, der sich kurz vor Schluss einen Musekelfaserriss zugezogen hatte, vergrößerte sich das Lazarett. „Dass es einen so beuteln kann, habe ich bisher weder als Spieler noch als Trainer erlebt“, sagt Trainer Mike Lindemann, der sich aber nicht unterkriegen lassen will. „Es kommen auch wieder bessere Zeiten“, ist er sich sicher.

Von Thomas Becker

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