Bebraer Frauenturnier: Zwei verletzte Spielerinnen im Endspiel mit FSG Waldhessen

Nicht am Wurf zu hindern: Marina Denk im Spiel gegen die HSG Bad Wildungen. Da wirken die beiden Gegenspielerinnen im Hintergrund ziemlich hilflos. Foto: Walger

Bebra. Das Vorbereitungsturnier der Handballerinnen beim TSV Bebra endete mit einem Schrecken.

Im Finale zwischen dem Landesligisten FSG Waldhessen und dem TSV Motor Gispersleben stand es 4:1 für die Gastgeberinnen, als Franziska Schlosser mit einer Spielerin des Gegners aus der Thüringenliga zusammenprallte. Beide kamen mit Verdacht auf Gehirnerschütterung zur Beobachtung ins Krankenhaus.

FSG-Trainerin Simone Larsen Poulsen, ihr Kollege vom TSV Motor und die Turnierleitung einigten sich auf einen Spielabbruch. „Ich mochte nicht mehr weitermachen. Wir haben einen kleinen Kader, und da kann ich keine Verletzungen gebrauchen“, sagte die Dänin. Das Preisgeld wurde geteilt, beide Finalisten gehen als Sieger in die Annalen des Turniers ein. Organisator Dieter Schweitzer wünscht beiden verletzten Spielerinnen gute Besserung, damit sie schnell wieder aufs Spielfeld zurückkehren können.

Mit der Vorstellung ihres Teams in der Vorrunde war Simone Larsen Poulsen schon recht zufrieden: „Wir wollen etwas anders spielen als bisher. Meine Spielerinnen haben einige Sachen, die wir uns im Training erarbeitet haben, gut umgesetzt. Wenn wir das tun, dann hat man gesehen, dass wir unsere Gegner ausspielen können.“

Gegen den Bezirksoberligisten HSG Bad Wildungen sprang ein 10:8-Erfolg heraus, der spätere Final-Kontrahent Gispersleben wurde mit 10:7 bezwungen. „Wir sind mit Mut und Willen rangegangen“, lobte die FSG-Trainerin auch die Einstellung.

Im Halbfinale gegen den VfB TM Mühlhausen (Thüringenliga) zeigten sich bei den Waldhessinnen schon erste Ermüdungserscheinungen. Da seien sie auch prompt in alte Muster zurückgefallen, stellte Simone Larsen Poulsen fest, die wegen der hohen Belastungen auch kein ausgewiesener Freund von Turnieren ist. Jedenfalls hatte die FSG Mühe, ins Endspiel einzuziehen.

Sie brauchte gegen die Mühlhäuserinnen, die in jeder Partie Startschwierigkeiten hatten und sich dann steigerten, das Siebenmeterwerfen. Mit 14:13 behielten die Gastgeberinnen schließlich die Oberhand.

Der FSG Waldhessen II kam als Bezirksligist in der Staffel B gegen höherklassige Konkurrenz nur die Rolle des Außenseiters zu. Sie zog sich aber sehr achtbar aus der Affäre und führte anfangs sogar in beiden Vorrundenspielen. Gegen Gruppensieger SV Schedetal aus Niedersachsen, für den im Halbfinale gegen Gispersleben beim 11:12 Endstation war, unterlag das Mohr-Team 6:13, gegen Mühlhausen sogar nur 9:11.

Von Thomas Walger

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