Blomberger Bundesliga-Reserve sichert sich den Bankverein-Cup

Auf Stippvisite in Waldhessen: Dominika Tvrdonova. Foto: Walger

Bebra. Beim Frauenhandball-Turnier in Bebra landeten zwei Drittligisten auf den ersten beiden Plätzen. Die HSG Blomberg-Lippe gewann vor der HSG Osterode/Harz, weil sie sich im entscheidenden direkten Duell 31:21 durchsetzte.

Weil mal wieder ein Team kurzfristig ausgefallen war - diesmal Oberligist SU Mühlheim - mussten die Verantwortlichen vom TSV Bebra um Dieter Schweitzer umdisponieren. Statt in zwei Gruppen zu je drei Mannschaften anzutreten, wurde der Sieger nun im Modus „Jeder gegen jeden“ ermittelt.

Schön durchgespielt: Die Handballerinnen der HSG Blomberg-Lippe II, hier gegen Ruhla im Angriff, waren eine Klasse für sich bei der achten Auflage des Bebraer Bankverein-Cups. Foto: Walger

Am Ende hatte die HSG Blomberg-Lippe II 8:0 Punkte zu Buche sthen, gefolgt von der HSG Osterode/Harz mit 6:2. Letztere lieferte sich mit starken Hamburger Oberligisten SC Alstertal-Langenhorn das spannendste Duell der beiden Turniertage. Der Drittligist setzte sich hauchdünn mit 24:23 durch.

Die Hamburgerinnen zeigten auch gegen die ansonsten der Konkurrenz haushoch überlegenen Bombergerinnen einen beherzten Auftritt. Bis zum 7:5 (12.) blieben sie auf Tuchfühlung. Nach deutlichen Worten der Trainerin riss sich die Bundesliga-Reserve dann zusammen und zog auf 21:9 davon.

Doch die Alstertalerinnen, die mit guter Spielanlage beeindruckten, schlugen zurück. Sie verkürzten mit neun (!) Toren in Folge auf 21:18. Damit hatten sie aber ihr Pulver veschossen. Sie unterlagen noch mit 19:26. In der Endabrechnung blieb ihnen mit 4:4 Punkten der dritte Rang.

Spannung im Kellerduell 

Die beiden Landesligisten TSG Ruhla und TuSpo Waldau waren gegen die drei höherklassigen Konkurrenten chancenlos. So musste das Match gegeneinander darüber entscheiden, wer Vierter und wer Letzter werden würde.

Es entwickelte sich ein spannendes Match. In dem behielt die TSG Ruhla mit 21:19 die Oberhand und verwies so mit 2:6 Punkten den pluspunktlosen Gegner auf den fünften Rang.

Der Ausrichter bedankt sich beim Hessischen Handball-Verband, der das Turnier wieder mit talentierten jungen Schiedsrichtern bestückt hatte. Sie sollten Erfahrungen für höhere Aufgaben sammeln.

Trotz guten Sports waren die Ränge an beiden Tagen nur spärlich besetzt. Gut, dass wenigstens ein paar Anhänger die Blombergerinnen und Osteroderinnen nach Bebra begleitet hatten. Im Team aus dem Harz stand übrigens eine alte Bekannte: Dominika Tvrdonova, die 2012 das Trikot des damaligen Oberligisten FSG Rotenburg/Baumbach/Bebra getragen hatte.

Für die Thüringerinnen von der TSG Ruhla hatte das Turnier am Samstag übrigens mit einem großen Schrecken begonnen. Beim 6:32 gegen Blomberg-Lippe II bekam ihre Kreisläuferin den von einer Kollegin abgefeuerten Ball aus kurzer Distanz an den Kopf. Bewusstlos sackte sie zusammen und musste nach notärztlicher Erstversorgung ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Trotz des Verdachtes auf Gehirnerschütterung ließ sich die Spielerin auf eigene Verantwortung am Abend aus der Klink entlassen, wie TSV-Abteilungsleiter Dieter Schweitzer berichtet. Sie sei ja Krankenschwester und könne auf sich selbst aufpassen, habe sie gesagt.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.