Fußball-Kreisoberliga: Weiterode und Hönebach wollen Abstiegsgefahr bannen

Ein Derby mit Brisanz

ESV gegen ESV, zweite Auflage: Das erste Duell endete 1:1. Mit einem Punkt am Sonntag könnten beide Teams leben. Hier liefern sich Weiterodes Daniel Lingelbach (links) und Hönebachs Marcel Mohr ein Laufduell. Foto: Walger

Weiterode. Wenn am Sonntag um 15 Uhr die beiden Eisenbahnersportvereine der Fußball-Kreisoberliga aufeinandertreffen, dann ist Spannung garantiert: Sowohl der gastgebende ESV Weiterode, als auch der ESV Hönebach benötigen noch Punkte gegen den Abstieg. Besonders die Hönebacher sind angesichts von nur noch vier Zählern Vorsprung auf den Relegationsplatz unter Zugzwang.

Die Weiteröder sind hingegen quasi schon gerettet. „Quasi!“, betont Trainer Rainer Noll. Einen Punkt brauche man auf jeden Fall noch. Und weil es in den letzten beiden Spielen gegen Ufhausen und Sorga/Kathus geht, die im Abstiegskampf wirklich jeden Zähler benötigen, fordert Noll mit Nachdruck: „Wir müssen unter allen Umständen gegen Hönebach punkten. Ich werde dafür sorgen, dass jeder einzelne meiner Spieler bis in die Haarspitzen motiviert sein wird, wenn das Spiel angepfiffen wird.“

Von der vermeintlichen Formschwäche des Gegners möchte sich Rainer Noll nicht blenden lassen. So sei etwa Stürmer Katzmann immer in der Lage, ein Spiel zu entscheiden. Und die knappen Siege gegen Rotenburg/Lispenhausen und Bebra hätten schließlich gezeigt, dass in Derbys fast immer eine Energieleistung notwendig sei, um als Sieger vom Platz zu gehen. Personell lag beim Noll-Team unter der Woche noch einiges im Argen: Johannes Noll, Florian Yildiz und Christopher Sinn sind für Sonntag fraglich. Definitiv fehlen wird Manuel Pfau.

Beim ESV Hönebach bleibt Udo Baum, der für die letzten drei Spiele gemeinsam mit Sigi Linß die Betreuung der Mannschaft übernommen hat (siehe Bericht unten), angesichts von vier Punkten Vorsprung und noch drei verbleibenden Spielen gelassen: „Die Teams hinter uns wären froh, wenn sie 35 Punkte hätten. Wir brauchen noch drei Punkte. Und die werden wir uns auch noch holen.“

Baum macht keinen Hehl daraus, dass es in der Kürze der Zeit höchstens punktuell möglich sei, der Mannschaft neue Impulse zu geben - zumal die personelle Lage weiterhin angespannt bleibt.

Möglichkeiten begrenzt

Das gelte es durch mannschaftliche Geschlossenheit wettzumachen. „Wir sind ein kleiner Dorfverein, da sind unsere Möglichkeiten natürlich begrenzt. Unsere aktuelle Generation ist aber absolut top - man muss sehen, dass wir in unserem Kader 80 bis 90 Prozent Hönebacher haben.“ Und diese Hönebacher würden alles dafür tun, auch in der kommenden Saison in der Kreisoberliga zu spielen.

Dass der Gegner am Sonntag Weiterode heißt, ist Baum unter den aktuellen Umständen übrigens egal: „Alles was zählt, sind die drei Punkte.“

Von Christopher Ziermann

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