Fußball-Kreisliga A 1: Enttäuschung bei Heinebachern sitzt tief nach dem 1:3

Drecks-Ball will nicht rein

Der letztlich entscheidende Moment: Heinebachs Torwart Christian Nieske fliegt in der 65. Minute vergeblich. Der von Sorgas Jan Röth abgefeuerte Schuss bringt das 2:0. Foto: Wenzel

Kathus. Noch steht nicht fest, wer als Vizemeister der Fußball-Kreisliga A 1 an der Aufstiegs-Relegation zur Kreisoberliga teilnehmen darf. Doch vor dem Saisonfinale am kommenden Samstag spricht alles dafür, dass es die SG Sorga/Kathus sein wird. Sie klaute am Sonntag ihrem Kontrahenten SG Heinebach/Osterbach den begehrten zweiten Platz durch den 3:1-Heimerfolg.

„Das war ein Sieg der mannschaftlichen Geschlossenheit und des Willens“, lobte Thorsten Heiderich die Leistung seines Teams. Es spricht für die Fairness des Trainers der SG Sorga/Kathus, dass er den Gegner bei seiner Betrachtung nicht vergaß: „Am Ende waren alle stehend k.o. Beide Mannschaften haben sich alles abverlangt. Das war ein Spiel, für das es sich lohnt, auf den Sportplatz zu gehen.“

Bilder, die haften bleiben

Es gibt Bilder, die lange in Erinnerung bleiben. Das der Heinebacher Spieler ist so eines. Mit hängenden Köpfen saßen sie da. Für einen Moment hatte man in Kathus nach dem Abpfiff den Eindruck, als gäbe es nichts Wichtigeres im Leben als Fußball in der A-Liga.

Die Niedergeschlagenheit der Jungs aus Alheim war nur zu verständlich. Sie hatten in der Rückrunde dominiert. Im März hatten sie die Führung übernommen und waren auf bestem Wege, diese ins Ziel zu transportieren. Doch dann kamen zwei Niederlagen, die alles veränderten.

Auch in Kathus war die SG Heinebach/Osterbach das fußballerisch bessere Team. Es erspielte sich gute Chancen in Hülle und Fülle. Doch den Ball bekamen die Gäste eben nur einmal ins gegnerische Tor. Ihrem Coach Uwe Stückrath standen die Tränen in den Augen.„Das ist der Super-Gau“, sagte er mit stockender Stimme, „wir haben die letzten zwei Spiele verloren und alles verspielt. Diese Enttäuschung kannst du gar nicht beschreiben.“

Erklären konnte sich niemand, warum seine Spieler, die in 28 Spielen 109 Tore erzielt hatten, ausgerechnet dieses Mal nicht trafen - jedenfalls nicht in dem Maße, das ausgreicht hätte. „Du spielst auf ein Tor und kriegst den Drecks-Ball nicht rein“, stammelte der Trainer. Und da auf Fußballplätzen Umgangssprache durchaus gebräuchlich ist, legte Stückrath treffend nach: „Das ist wie ein Schlag in die Fresse.“

Noch steht ein Spieltag aus

Allerdings: Das letzte Spiel muss erst noch gespielt werden. Die SG Heinebach/Osterbach hat am Samstag den ESV Ronshausen zu Gast – die SG Sorga/Kathus tritt bei der Zweiten der SG Rotenburg/Lispenhausen an, die an der Abstiegs-Relegation teilnimmt.

Von Walter Kell

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.