Waldhessen-WM der Darter

Die Entscheidung fällt nach Mitternacht

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Her mit dem Pokal: Jugend-„Waldhessen-Weltmeister“ Joachim Walger nimmt bei der Siegerehrung stolz die Trophäe aus der Hand von Mike Große entgegen. 

Tobias Cyffka, die Nummer 10 der hessischen Rangliste, darf sich nun Waldhessen-Weltmeister nennen. Er sicherte sich den Titel in einem hochklassigen Finale, das sechs 180er bot.

VON THOMAS WALGER

Was macht den besonderen Reiz der Waldhessen-WM der Darter aus? Ein Aspekt ist sicher das bunt gemischte Teilnehmerfeld bei dem Turnier der Erwachsenen in Weißenhasel (Kreis Hersfeld-Rotenburg). 160 Frauen und Männer treten in einem gemeinsamen Wettbwerb an. Dabei können Hobbyspieler, die sonst nur im heimischen Keller Pfeile werfen, auf Darter treffen, die in den diversen Ligen schon Wettkampferfahrung gesammelt haben. Oder sie spielen sogar gegen einen Top-Ten-Spieler Hessens.

Denn auch solche Asse haben am Samstag den Weg nach Weißenhasel gefunden. Peter Trapp, die Nummer 5 in Hessen, und Tobias Cyffka, Zehnter der Rangliste unseres Bundeslandes, gehören dem DC Lebfritz Sterbfritz an, einem Klub im Raum Schlüchtern. Gemeinsam sind sie im Auto angereist, gemeinsam haben sie sich durch das Mammutfeld bis ins Halbfinale vorgearbeitet. Das hat Trapp gegen seinen Kollegen gewonnen. Damit stand er als Finalist fest. Doch Cyffka war noch längst nicht ausgeschieden. Denn gespielt wurde im doppelten K.o-System.

Und so bekam Cyffka gegen den Sieger des anderen Halbfinales noch eine zweite Chance. Er nutzt diese und bezwang den starken U 18-Spieler Jonas Vitt. Der junge Erkshäuser, der bei den Burning Darts Steeldarts und bei den Backstreet Bulls E-Darts spielt, präsentierte sich in Topform. Er hatte in diesem starken Feld nie damit gerechnet, auf dem dritten Platz zu landen.

Nach dem 0:3 bescheinigte er seinem Kontrahenten Cyffka, der bessere Spieler gewesen zu sein. Aber ein Leg hätte er ihm wegschnappen können. Zweimal hatte Jonas Vitt die Chance dazu, zweimal verpasste sein Pfeil das Ziel.

Das anschließende Finale zwischen den Schlüchterner Klubkollegen entwickelte sich über alle drei Sätze hinweg zu einer hochklassigen Angelegenheit mit sechs 180ern. Tobias Cyffka hatte diesmal das bessere Ende für sich. Eine halbe Stunde nach Mitternacht hatte er sich mit 2:1 Sätzen den Sieg über Peter Trapp gesichert und darf sich nun ein Jahr lang Waldhessen-Weltmeister nennen.

Der beste Cornberger war der Wirt der Cornberger Pizzeria, die zugleich Spiellokal des HAD Cornberg ist: Albert Cavas landete auf Rang sieben. Sein Match zu später Stunde gegen den Sontraer Andreas Möller weckte noch einmal Emotionen bei den Zuschauern. Cornberger und Sontraer verfolgten das Spiel Arm in Arm und flachsten.

Beste Frau des Turniers war die Cornbergerin Jennifer Sadel. Sie übertraf sich selbst und reihte sich in der Gesamtwertung als 17. ein.

Beim Jugendturnier setzte sich der 12-jährige Joachim Walger aus Bebra-Solz durch. Er gewann seine vier Ko.-Spiele gegen durchweg ältere Konkurrenten. In einem lange Zeit guten und ausgeglichenen Finale bezwang er Max Horst mit 2:1.

Das dritte Leg geriet zum Krimi. Nachdem beide Spieler bis dahin stark gepunktet hatten, zeigten sie kurz vor dem Ziel Nerven und ließen mehrere Matchdarts aus. Dann setzte Joachim Walger den entscheidenden Treffer.

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