Entscheidung fällt vom Punkt

Den Ball fest im Blick: Thomas Leimbach, hier gegen den SV Adler Weidenhausen II (grüne Hemden), gewann mit seiner SG Wildeck das eigene Hallenturnier. Foto: Walger

Obersuhl. Die SG Wildeck gewinnt ihr eigenes Hallenfußball-Turnier im Neunmeterschießen gegen die SG Gospenroda/Dippach.

Nach sechs Jahren hat der gastgebende Kreisoberligist SG Wildeck erstmals wieder den Wanderpokal der Gemeinde Wildeck gewonnen. Er setzte sich im Finale mit 3:1 nach Neunmeterschießen gegen die SG Gospenroda/Dippach durch. Zum Matchwinner avancierte dabei Wildecks Keeper Leif Herrmann, der zweimal parierte.

Bereits in der regulären Spielzeit hatte er nach dem schnellen Rückstand - Til Zarschler traf schon nach 30 Sekunden - gegen Zarschler und Markus Hohmann sein Team mit tollen Paraden im Spiel gehalten. Nachdem Kai Mangold zunächst den Ausgleich verpasst hatte, macht es Thomas Leimbach besser. Er traf flach ins lange Eck.

Nach dem furiosen Auftakt verflachte die Partie ein wenig, ehe André Kirschke beim Rettungsversuch ein unglückliches Handspiel unterlief. Fabian Mirtschnik zeigte Nerven und scheiterte mit seinem Strafstoß am glänzend reagierenden Herrmann. In der Schlussphase konnten die Gastgeber ein Überzahlspiel nicht mehr nutzen und mussten ins Neunmeterschießen.

„Nehmen Sieg gerne mit“

„Wir haben Glück gehabt, keine Frage, aber natürlich nehmen wir diesen Sieg zum Jahresauftakt gerne mit“, sagte Wildecks Betreuer Thorsten Bornschier nach dem Sieg.

Gospenrodas Trainer Mario Katzmann zeigte sich zufrieden mit seinem Team, das ohne die Leistungsträger Robby Rode und Jonas Trostmann auskommen musste. Nach Anlaufschwierigkeiten war das 4:0 über den bis dahin ungeschlagenen SC Niederhone der Durchbruch. Markus Hohmann gelang dabei ein Hattrick. Unerwartet deutlich fiel der folgende 4:0-Erfolg der Katzmänner gegen den SV Adler Weidenhausen II aus, der in der Gruppenphase ungeschlgen beblieben war.

Im zweiten Halbfinale behielt Wildeck mit 3:0 gegen den SC Niederhone die Oberhand. Yannik Rimbach glänzte hier als Torschütze und Vorlagengeber für Radloff. Sehenswert der dritte Treffer von Oldie Kai Mangold, der Gegenspieler und Keeper aussteigen ließ.

Während in der Staffel A frühzeitig die beiden Halbfinalplätze vergeben waren, ging es der Gruppe B wesentlich spannender zu. Der ESV Hönebach schied aufgrund des schlechteren Torverhältnisses gegenüber Gospenroda aus. Hätte Marcel Katzmann in der letzten Sekunde gegen Niederhone ins Netz statt an den Pfosten getroffen, dann hätte sein ESV in der Vorschlussrunde gestanden.

Hönebachs Sportlicher Leiter Bernd Noll und sein ehemaliger Mitspieler Mario Katzmann vermissten ein wenig den spielerischen Glanz vergangener Hallenturniere. In der Tat: Doppelpässe und gelungene Spielzüge zeigten die Akteure an diesem Nachmittag zu selten. Dafür geizten sie aber nicht mit Toren - 80 fielen in den 24 Partien.

„Ein bisschen mehr hatte ich erwartet, wobei einfach die Einstellung heute gefehlt hatte“, kommentierte Coach Frank Hauck vom Vorjahresfinalisten SG Nenterhausen/Weißenhasel/Solz den Auftritt seines Teams. Zwei Punkte und zwei Tore - Marcel Mangold und Marius Franz hatten getroffen - waren zu wenig.

Von Thomas Becker

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