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Jäger fordert mehr Konstanz: ESV Hönebach schuftet für die neue Saison in der Gruppenliga

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Von: Alicia Kreth

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Zeit für neue Impulse: Trainer Tino Jäger (rechts) gibt Kilian Krüger (links) und Kai Wollenhaupt Anweisungen. Fünf Wochen haben die Hönebacher Zeit, sich auf die neue Saison in der Gruppenliga vorzubereiten.
Zeit für neue Impulse: Trainer Tino Jäger (rechts) gibt Kilian Krüger (links) und Kai Wollenhaupt Anweisungen. Fünf Wochen haben die Hönebacher Zeit, sich auf die neue Saison in der Gruppenliga vorzubereiten. © Alicia Kreth

Die Fußballer des ESV Hönebach haben am Freitag mit dem Training für die kommende Gruppenliga-Saison begonnen. Wir schauen noch einmal auf die abgelaufene Spielzeit und geben einen Ausblick.

Hönebach – 27 Tage nach dem letzten Spiel der alten Serie, das der ESV in Hönebach mit 5:0 gegen die SG Schlüchtern gewann, hat der Gruppenligist die Vorbereitung für die neue Saison aufgenommen. Für Tino Jäger war es eine Pause, die eigentlich keine war. „Gefühlt habe ich keine Pause gehabt“, sagt der ESV-Trainer, der dennoch froh darüber war, „ein paar Tage den Kopf freibekommen“ zu haben.

Der Rückblick: Eine Saison nahe am Optimum

Dass der ESV Hönebach die vergangene Spielzeit als Dritter hinter den beiden dominierenden Teams aus Eiterfeld und Bronnzell beendet, damit war zu Beginn der Aufstiegsrunde nicht zu rechnen. Aufgrund des neuen Spielmodus, den auch Tino Jäger kritisch sah, wurden dem ESV 24 Punkte abgezogen.

Dann aber holten die Hönebacher noch 19 Punkte und sprangen nach dem letzten Spieltag auf Rang drei. „Die Saison ist sensationell gelaufen und verlief nahe am Optimum. Platz drei ist der Wahnsinn“, zeigte sich der Trainer begeistert. Seine Elf zeigte eine überragende zweite Gruppenliga-Saison, hielt mit den Top-Mannschaften der Liga mit und leistete sich nur wenige, aber deutliche Ausrutscher.

Dort sieht Tino Jäger aber noch Ansatzpunkte, durch die sein Team vor allem in der Defensive „noch konzentrierter, stabiler und kompakter“ werden kann – „um an einem schlechten Tag nicht gänzlich den Faden zu verlieren und eine noch höhere Konstanz an den Tag zu legen“, so der Coach. Denn: „Wir wollen ein gestandener Gruppenligist werden“, so sein Vorhaben.

Die Neuzugänge: Der Reiz bei den jüngeren Spielern ist abhandengekommen

Tino Jäger kann auch in der neuen Saison auf sein eingespieltes Team bauen, das vor allem durch seine mannschaftliche Geschlossenheit punktet und nur punktuell verstärkt wird. Neben Adrian Bohle (SV Unterhaun), von dem sich der Coach viel erhofft, und Francesco Veselcic (FSG Bebra) rücken Maximilian Nuhn, Tom Eberling sowie Torwart Luca-Finn Baum aus der Jugend auf. Einzig Dominik Meister verlässt den ESV.

Porträtbild von Adrian Bohle
Adrian Bohle © Friedhelm Eyert

Doch der Trainer hätte sich vor allem von einigen jungen Spielern, mit denen der ESV in Gesprächen war, mehr Bereitschaft gewünscht. „Ich habe festgesellt, dass in der jüngeren Generation der Reiz abhandengekommen ist, höherklassig zu spielen. Es fehlt die Bereitschaft, mehr Aufwand zu betreiben und mehr Leistung zu bringen. Das ist bitter und enttäuscht mich“, erklärt Jäger.

Die Vorbereitung: Tino Jäger ist zufrieden mit den ersten Einheiten

Für eine erneut erfolgreiche Saison – mit gestiegenen Ansprüchen und Ambitionen – wollen die Hönebacher nun in der Vorbereitung die Grundlage schaffen. Zum Start am vergangenen Freitag begrüßte Tino Jäger 18 Spieler. „Ich bin sehr zufrieden mit den ersten Einheiten. Alle haben voll mitgezogen“, freute sich der Coach, der die Belastung nach und nach hochschrauben möchte.

Dreimal die Woche bittet er seine Jungs zum Training. Hinzu kommen die Testspiele. Das erste findet bereits am Sonntag, 16.30 Uhr, beim TSV Waldkappel statt. Zudem stehen Tests gegen die SG Gudegrund, SG Neuenstein, FSG Bebra, den SV Borsch und den TSV Herleshausen auf dem Programm.

Gerade einmal fünf Wochen bis zum ersten Spieltag am 31. Juli hat die Mannschaft von Trainer Tino Jäger Zeit, sich vorzubereiten. Der ESV startet dann mit einem Auswärtsspiel bei der SG Kerzell, die die vergangene Saison auf dem fünften Platz der Abstiegsrunde abschloss. (Alicia Kreth)

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