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Spielertrainer und neue Nummer eins: Florian Bierwirth wechselt aus Kassel zum TTC Lüdersdorf

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Von: Alicia Kreth

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Die richtige Schlägerhaltung: Lüdersdorfs Neuzugang Florian Bierwirth (links) zeigt Henri Hildebrand, wie er den Tischtennisschläger beim Aufschlag zu halten hat.
Die richtige Schlägerhaltung: Lüdersdorfs Neuzugang Florian Bierwirth (links) zeigt Henri Hildebrand, wie er den Tischtennisschläger beim Aufschlag zu halten hat. © Alicia Kreth

Der TTC Lüdersdorf treibt seine Planungen für die Zukunft weiter voran und hat für eine namhafte Verstärkung gesorgt. Florian Bierwirth wechselt vom SVH Kassel zum hiesigen Tischtennis-Verbandsligisten, wo der 23-Jährige als neue Nummer eins des Vereins aufschlägt und als Trainer vor allem im Jugend-, aber auch im Seniorenbereich fungiert.

Lüdersdorf – „Es ist diese Kombination, die den Wechsel für uns super erfolgreich macht. Für uns ist Flo wie ein Sechser im Lotto“, sagt Patrick Weix. Der erste Vorsitzende des TTC hatte anfangs allerdings nicht wirklich damit gerechnet, dass sich der Kasseler tatsächlich den Lüdersdorfern anschließt – auch weil Bierwirth andere Angebote aus der Regional- und Oberliga vorlagen. „Um ganz ehrlich zu sein, habe ich nicht damit gerechnet, dass das klappt. Auch weil wir finanziell nicht in der Lage sind, mit anderen Vereinen mitzuhalten. Doch wir waren uns intern relativ schnell einig, dass wir es zumindest versuchen wollen“, erklärt Weix.

Gesagt, getan: Aus einem unverbindlichen Treffen wurde ein vierstündiges Gespräch. „Wir haben über ganz vieles gesprochen – über Sportliches und Privates. Da ist der Funke übergesprungen, denke ich“, sagt der Klubchef, der total begeistert vom ersten Treffen mit Bierwirth war.

Einen bleibenden Eindruck hatte Lüdersdorf beim gebürtigen Kasseler bereits im vergangenen Jahr hinterlassen. „Ich habe zweimal (mit dem SVH Kassel II; Anm. d. Red.) in Lüdersdorf gespielt und beide Male war die Stimmung gigantisch. Hier stehen viele Leute dahinter, das Umfeld ist total sympathisch und es ist eine coole Mannschaft“, erklärt der Lehramtsstudent seine Beweggründe für den Wechsel in den Bebraer Ortsteil.

Zusammen mit Bierwirth wollen die Lüdersdorfer in der nächsten Saison den direkten Wiederaufstieg in die Hessenliga schaffen und sich dort langfristig etablieren – gerade in Bezug auf die Umstellung von Sechser- auf Vierer-Teams, die der Hessische Tischtennis-Verband ab der Saison 2023/2024 einführt. Mit Florian Bierwirth, der mit dem SVH Kassel 2020 den Durchmarsch in die 3. Bundesliga schaffte, Nikolas Schade und Simon Hans sei man dafür personell schon sehr gut aufgestellt, sagt Weix.

Für die Lüdersdorfer macht aber vor allem das Gesamtpaket als Spielertrainer diese Zusammenarbeit so besonders. „Flo hat sämtliche Lehrgänge und Kader durchlaufen, hat eine offensive und offene Technik und kann jeden Schlag. Er hat das Wissen und das Auge für diesen Sport“, sagt TTC-Klubchef Patrick Weix, für den Bierwirth ein Tischtennisspieler wie aus dem Lehrbuch ist.

Seit drei Wochen übernimmt der B-Lizenz-Inhaber freitags das Training beim TTC. Ein großer Vorteil ist, dass Bierwirth, der seit seinem achten Lebensjahr Tischtennis spielt, bereits einige Kinder aus dem Stützpunkttraining in Kassel kennt, wo er als Honorartrainer tätig ist.

Wichtig ist dem 23-Jährigen, dass die Kinder ihre eigene Spielidee entwickeln, weshalb er von Anfang an auf eine gute Technik achtet. Beim Nachwuchs kommt das Training zumindest schon mal gut an: „Man lernt sehr viel, Flo gibt gute Tipps und es macht Spaß“, sagt der zehnjährige Henri Hildebrand. (Alicia Kreth)

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