Hallenfußball-Kreismeisterschaften: Die Top-Teams schickten ihre zweiten Garnituren

Friedloser wieder in Fahrt

Körperloses Spiel in der Halle? Das gibt es bei den Kreismeisterschaften nicht, wie diese Bilder zeigen. Links eine Szene aus dem Spiel FV Friedlos (schwarz-rot) gegen Español, rechts aus der Partie FSV Hohe Luft (rot-weiß) gegen Gudegrund/Konnefeld. Fotos: Walger 

Bebra. Bei der zwölften Hallenfußball-Kreismeisterschaft der Männer blieben die Lokalmatadoren Español und FSG in der Bebraer Großsporthalle erneut in der Vorrunde auf der Strecke. Die FSG Bebra unterlag im entscheidenden letzten Spiel dem SV Niederjossa nach zwei Treffern von Partrick Gerst mit 0:2. Keeper Robin Stein hielt mit guten Paraden das Team von Trainer Wolfgang Poweleit lange auf Kurs, doch am Ende sollte sich die komplizierte Spielweise der Einheimischen rächen.

Dagegen vollbrachte das Team von Niederjossas Spielertrainer Timo Reidt, der als Feldspieler das Tor hütete, eine wahre Glanzleistung. Ohne Auswechselspieler angereist, blieb man ungeschlagen und zog mit dem TSV Herfa in die Zwischenrunde ein.

Für Español Bebra sollte die Nullnummer im Auftaktmatch gegen die ebenfalls enttäuschende SG Cornberg/Rockensüß das einzige Erfolgserlebnis bleiben. Vorjahresfinalist FV Sport Friedlos sorgte am Sonntagvormittag für das Glanzlicht. Nur beim 1:1 gegen die SG Gudegrund/Konnefeld (Tore: Eskin Hasim/FV, Felix Wacker/SG), ließ die Mannschaft Punkte liegen.

Zudem stellte sie mit Steffen Glenz, der siebenmal einlochte, den besten Torschützen der Vorrunde. Gleich im ersten Spiel gegen die SG Aulatal sorgte er mit einem Hattrick für einen Paukenschlag. Die Aulataler erholten sich schnell, schafften vier Siege in Folge und bleiben so im Titelrennen. Auch der FSV Hohe Luft fand nur schwer in das Turnier, sprang aber als Gruppendritter noch auf den Zug in die nächste Runde.

Klangvolle Namen gab es in der Staffel zwei: Verbandsligist SVA Bad Hersfeld, die Gruppenligisten SG Hessen/SpVgg. Hersfeld und SG Niederaula/Hattenbach sowie Kreisoberligist SG Wildeck kreuzten die Klingen und versprachen, zum sportlichen Höhepunkt der Vorrunde zu werden.

Angst vor Blessuren

Doch weit gefehlt. Die Topteams des Kreises mieden aus Angst vor Blessuren die Halle. Die Klubs schickten ihre zweiten Vertretungen ins Rennen. „Zwei Verletzte in den vergangenen Turnieren und drei Abgänge in der Winterpause haben wir zu verkraften“, gab Trainer Markus Heide von Titelverteidiger Hessen/SpVgg. Hersfeld zu bedenken.

Co-Trainer Andelko Urosevic wirkte als einziger Akteur aus dem Kader der Ersten mit. Ein Sieg gegen die enttäuschende SG Niederaula/Hattenbach, die kein einziges Pünktchen ergatterte, sowie ein torloses Remis gegen Mecklar/Meckbach/Reilos blieb die magere Ausbeute des letztjährigen Meisters.

Die SG Wildeck, mit zwei Siegen gestartet, verspielte zunächst ihre gute Ausgangsposition durch das 0:1 gegen die SG Mecklar/Meckbach/Reilos, für die Arnold Reich getroffen hatte. Doch dank ihres Doppeltorschützen Nico Bornschier gelang im abschließenden Spiel gegen den SVA Bad Hersfeld sogar noch der Sprung auf Rang eins vor den Asbachern.

„Die Partie gegen Wildeck hat mein Team nicht mehr ganz so ernst genommen, da wir ja eh weiter waren“, zeigte sich SVA-Coach Klaus Wächter am Schluss dennoch zufrieden. Als Hecht im Karpfenteich erwiesen sich die Vereinigten aus Mecklar, Meckbach und Reilos, die als Dritter dieser Staffel auch noch das Ticket für die Zwischenrunde lösten. Diese findet am kommenden Sonntag an gleicher Stätte statt.

Von Thomas Becker

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