Fröhlich nach vorne rennen im Derby

Was er drauf hat, zeigt er nicht nur vor des Gegners Tor: Bebras Stürmer Manuel Schmidt (rechts) gab in Hersfeld auch in der Abwehr an der Seite seines Bruders Marcel eine gute Figur ab. Foto: Walger

Bebra. Kreisoberligist FSG Bebra will ihr Publikum gegen die SG Wildeck mit Offensivfußball verwöhnen.

Ein Blick auf die Tabelle der Fußball-Kreisoberliga macht im Moment richtig Spaß - zumindest, wenn man aus Wildeck oder Bebra kommt. Gleichauf mit 48 Punkten belegen die SG Wildeck und der ESV Hönebach die Plätze drei und vier, direkt hinter ihnen folgt die FSG Bebra mit 45 Zählern auf Rang fünf. Am Sonntag um 15 Uhr treffen die FSG Bebra und die SG Wildeck auf der Biberkampfbahn im Derby aufeinander.

Die Voraussetzungen für einen schönen Fußballnachmittag sind günstig. Beide Teams können frei aufspielen, dürften auch bei Kräften sein, denn die Zeit der Nachholspieltage ist zum Glück überstanden.

Bebras Trainer Andreas Gleim scheint das ganz ähnlich zu sehen. Er möchte, dass dem Publikum in diesem Derby etwas geboten wird und sagt: „Auch für unsere Zuschauer wollen wir am Sonntag fröhlich nach vorne rennen.“ In der Offensive sucht die Mannschaft ja ohnehin ihr Heil. Da liegt die große Qualität der FSG.

Und vielleicht ja auch in ihrer Flexibilität. Der angespannten personellen Situation geschuldet, musste Stürmer Manuel Schmidt am vergangenen Sonntag in der Abwehr-Dreierkette aushelfen. Und tat das ganz hervorragend. So schoss er zwar kein Tor, hatte aber trotzdem keinen geringen Anteil am überraschenden 2:1-Erfolg beim Titelkandidaten SG Hessen/ SpVgg. Bad Hersfeld.

„Ich war sehr, sehr glücklich nach diesem Spiel“, sagt Andreas Gleim. Die Mannschaft hätte gezeigt, wie gut sie Fußball spielen kann. „Wir haben dort nicht unverdient gewonnen, wir hätten auch das 3:1 machen können.“

Langzeitwirkung

Andreas Gleim erhofft sich eine Langzeitwirkung von diesem starken Auftritt und hat dabei schon den Juli im Auge. Im Februar hätten einige seiner Kicker am Ende der Winterpause bei der Vorbereitung geschlampt. Jetzt aber sollten alle genügend Motivation haben, es vor Beginn der neuen Serie besser zu machen. Die jüngsten Erfolge sollen Appetit auf mehr wecken.

Beim Trainer haben sie das längst. Er hat Spaß an seiner Arbeit. Und an seinen erfahrenen Leitwölfen. Die würden sich selbst an der Taktiktafel immer wieder einbringen, ihre Ideen äußern, den Jüngeren wichtige Tipps geben. „Manchmal sitze ich dann einfach daneben und höre ihnen zu. Die machen das ganz toll“, erzählt Andreas Gleim.

Auch der Zusammenhalt im Team stimmt. Vielleicht schweißt ja auch der personelle Engpass zusammen. Am Sonntag in Hersfeld saßen nur drei Spieler auf der Ersatzbank: Lulzim Mustafi, der zuvor wochenlang ausgefallen war. Außerdem Kevin Bechstein und Wahid Amini, die unmittelbar zuvor 90 Minuten auf Kunstrasen in der Reserve gefordert waren. Es hat trotzdem gereicht, den Tabellenführer zu stürzen. Nicht zuletzt deshalb, weil sich Mahmud Maher und Thirayut Kaewsung auf den Außenbahnen wieder mal prächtig eingebracht haben.

Von Thomas Walger

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