Furioser Frühstart der FSG Bebra im Derby

Kapitän in Bedrängnis: FSG Bebras Manuel Schmidt will hier SG Wildecks Mannschaftsführer Andy Becker den Ball abjagen. Foto: Walger

Bebra. Die Kreisoberliga-Fußballer der SG Wildeck scheitern in der Biberstadt an ihrer Abschlussschwäche und Keeper Jahn.

Beim 3:1 (3:0)-Derbysieg der FSG Bebra über die SG Wildeck standen auf der Biberkampfbahn zwei FSG-Akteure besonders im Fokus: Bekim Mustafi, der an allen drei frühen Treffern seiner Elf beteiligt war. Und Keeper Patrick Jahn, der mit seinen Paraden und gutem Stellungsspiel die Wildecker fast zur Verzweiflung brachte.

FSG-Trainer Andreas Gleim räumte freimütig ein, dass die Partie auch einen anderen Verlauf hätte nehmen können. Denn vor dem ersten Treffer der zunächst auf Konter lauernden Bebraner hätten die Gäste schon 2:0 oder gar 3:0 führen können. So hatten Christian Winter nach 60 Sekunden im Duell gegen Jahn, Martin Schad per Kopf und erneut Winter, der André Kirschkes Kopfballvorlage verstolperte, Chancen verpasst.

Das sollte sich rächen. Beim ersten gefährlichen Angriff der FSG waren sich Andy Becker und Bastian Roth nicht einig, Mustafi schnappte sich die Kugel, passte von links uneigennützig in die Mitte, wo Niklas Engel Keeper Leif Herrmann keine Chance ließ (8.). Nur zwei Minuten später hatte Roth erneut das Nachsehen gegen Mustafi. Auch seine Mitspieler konnten Bebras Stürmer nicht am Schuss hindern. So landete der Ball bei Engel, und schon stand es 2:0.

Mustafi brannte sein Feuerwerk weiter ab: Nach einem Flankenlauf bediente er Marcel Woche, doch Herrmann hielt. Auf der Gegenseite hinderte Marcel Schmidt Winter am Torschuss. Dann ging Kirschke gegen Mustafi etwas zu ungestüm vor. Der sicher leitende Carsten Dücker (Nüsttal) gab einen Elfer, den Christoph Allendorf zum 3:0 verwandelte (22.).

Patzer nicht ausgebügelt

Kirschke hätte sein Missgeschick sofort ausbügeln können, doch er scheiterte im Fünfmeterraum an Jahn. In ihm fand auch Schad seinen Meister, ehe Roths Distanzschuss knapp über die Querstange streifte.

Nach diesen vergebenen Chancen der Wildecker verletzte sich auch noch ihr Torwart Herrmann bei einem Rettungsversuch. Der junge Ramon Schulte kam für ihn (35.) und verhinderte mit einem tollen Reflex bei Silbermanns Schuss das drohende 4:0.

Während die Bebraner ihre Kontermöglichkeiten nicht gut ausspielten, setzte sich die Sturmmisere der Gäste fort. Winter ließ Woche und Hendrik Becker alt aussehen, doch seinen Flachschuss parierte Jahn (48.). Erst als Winter den Bann mit dem 3:1 brach (64.), keimte bei der SGW ein wenig Hoffnung auf - die sich aber nicht erfüllte. Chancen gab es noch auf beiden Seiten, Tore nicht mehr.

„Fußball ist eben ergebnisorientiert. Wichtig ist, dass meine Mannschaft trotz des schnellen Rückstandes Moral gezeigt hat“, sagte der keineswegs enttäuschte Wildecker Trainer Sandro Mohr.

FSG Bebra: Jahn - Mahmud, Woche, Marcel Schmidt, Becker, Allendorf, Manuel Schmidt, Kaewsung (65. Eichhorn), Engel, Silbermann, Mustafi.

SG Wildeck: Herrmann (35. Schulte) - Kirschke, Becker, Roth, Preis, Jäger, Winter, Radloff, Schad (46. Yannik Rimbach), Veselcic, Sandrock (82. Adler).

Tore: 1:0, 2:0 Engel (8., 10.), 3:0 Allendorf (22., FE), 3:1 Winter (64.).

Gelb-Rot: Becker (82., FSG).

SR: Dücker (Nüsttal). Z: 150.

Von Thomas Becker

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.