Fußball-Camp des VfL Wolfsburg beim SCL: Roy Präger macht Arbeit sichtlich Spaß

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Portugal gegen Argentinien - so lautete diese Camp-Paarung. Die schlechte Nachricht für die hellblau gewandeten Cauchos: Sie gingen mit 0:3 unter.

Lispenhausen. „Super, sehr gut, klasse Aktion." Der da so lautstark lobt, hat einst in der Bundesliga als blonder Wirbelwind für Furore gesorgt.

Roy Präger, der einst für den VfL Wolfsburg und den Hamburger SV stürmte, hat in 173 Erstligaspielen 42 Tore erzielt. Seit 2011 ist Präger nun Leiter der Fußballschule des VfL Wolfsburg. Und mit dieser war er am Wochenende zu einem Nachwuchs-Fußballcamp beim SC Lispenhausen zu Gast.

Immer wieder spricht er seine jungen Schützlinge namentlich an. „Das ist wichtig. Deshalb stehen die Namen ja auch auf den Trikots und Hosen“, sagt der A-Lizenztrainer, „aber nach einem Tag hat man die Namen sowieso drauf.“

Der Herr der Bälle: Roy Präger in seinem Element.

Man merkt dem 43-Jährigen an, dass ihm seine Arbeit Spaß macht. Während des Trainingsspiels, das gerade läuft, bleibt sein Blick ständig aufs Spielfeld gerichtet; obwohl er inzwischen seine Schiedsrichterpfeife an einen Kollegen vom VfL weitergereicht hat, um nebenbei erzählen zu können. „Ich möchte den Kindern während der Camps etwas mitgeben“, sagt er. Roy Präger verhehlt aber auch nicht, dass der VfL Wolfsburg Werbung in eigener Sache betreiben will: „Wir wollen den VfL bekannter machen und die Kinder für ihn interesssieren. Dann kommen sie auch mal zu uns ins Stadion.“

Da bleiben immer noch oft Plätze frei, obwohl die Wolfsburger das Image einer grauen Maus der Bundesliga längst abgelegt haben und für guten und erfolgreichen Fußball stehen.

Dass Kevin de Bruyne den Klub für eine astronomische Ablösesumme gerade Richtung England verlassen und Ivan Perisic seine Zelte in Italien aufgeschlagen hat, stürzt Roy Präger nicht in Verzweiflung: „Kevin hat super gespielt für uns, viele Tore vorbereitet und selbst geschossen. Aber unser Kader ist so stark besetzt.“ Die Neuzugänge und andere Leistungsträger müssten die Lücken jetzt eben schließen. „Das Kollektiv ist wichtig.“

Von diesen personellen Einschnitten gänzlich unberührt ist einer, dem Präger & Co. in den drei Tagen etwas mitgeben wollten auf seinem fußballerischen Weg: Jonas Grunwald vom SC Lispenhausen. Der Junge ist allerdings Bayern-Fan - und das wird er vorerst auch bleiben.

Viel Spaß hat ihm das Camp aber trotzdem gemacht. „Hier kann man richtig was lernen“, sagt er und wird auf Nachfrage präziser: „Zum Beispiel ein paar Tricks.“ Was Jonas auch ganz wichtig war, und wovon Roy Präger vermutlich gar nichts geahnt hatte: Jonas ist gerade aus dem Urlaub zurückgekommen. „Ich musste erst mal meine Muskeln trainieren. Jetzt sind sie wieder auf Fußball eingestellt.“

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