Treue Seelen: ESV Hönebach

Dem Fußball treu geblieben: Reinhold Schuster erledigt seine Arbeiten für den ESV Hönebach mit viel Hingabe

Reinhold Schuster hält die Chronik der Saison 1995/1996 des ESV Hönebach in den Händen.
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Tradition zum Durchblättern: Reinhold Schuster erstellt die Saisonchroniken für den ESV Hönebach.

Sein ganzes Leben hat sich Reinhold Schuster mit Fußball beschäftigt. Heute engagiert sich der 68-Jährige beim ESV Hönebach, und das nicht wenig.

Ronshausen/Hönebach – Reinhold Schuster ist dem Fußball stets treu geblieben. Seit seinem zehnten Lebensjahr als aktiver Fußballer und seit 28 Jahren als Mitglied im Vorstand – angefangen als Betreuer. „Ich habe mich mein ganzes Leben mit Fußball beschäftigt“, sagt Schuster. Die zeitaufwendige Arbeit im Vorstand war auch der Grund, weshalb der gebürtige Ronshäuser seine Fußballschuhe mit 40 Jahren an den Nagel hing. „Wenn ich etwas mache, dann mache ich es intensiv“, sagt der 68-Jährige. „Daneben muss man aber auch Zeit für die Familie haben.“

Insgesamt 52 Jahre lang war Schuster für seinen Heimatverein ESV Ronshausen tätig, ehe er vor fünf Jahren aus persönlichen Gründen den Verein verließ und ein Jahr später durch verwandtschaftliche Beziehungen zum ESV Hönebach stieß. Relativ schnell rückte der Ronshäuser als zweiter Schriftführer dort auch in den Vorstand.

Treue Seele beim ESV Hönebach: Reinhold Schusters Aufgaben wurden immer vielfältiger

Die Aufgaben, die der Vater zweier Söhne im Laufe der Zeit übernahm, wurden immer zahlreicher und vielfältiger. So ist er nun unter anderem für die Mitgliederverwaltung, die Digitalisierung, die Vereinschroniken, die Öffentlichkeitsarbeit inklusive der Pflege der Facebook-Seite und dem Sponsoring zuständig sowie als Ehrenamtsbeauftragter für den ESV tätig. Der große Zeitaufwand ist für den Ronshäuser aber kein Problem. Im Gegenteil: Während der Rente bleibt ihm sogar noch mehr Zeit für die Vereinsarbeit, sagt Schuster und fügt hinzu: „Man kann alles machen, wenn man es gern macht. Es muss nur Liebe dazu da sein.“

Seinen immer fortzuführenden Aufgaben, von denen er viele zuhause erledigen kann, widmet der 68-Jährige täglich ein bis zwei Stunden. „Morgen dies und übermorgen das“, sagt Schuster, der früher bei der Bahn in der Verwaltung arbeitete. Dabei sei es wichtig immer am Ball zu bleiben und mit der Zeit mitzugehen, sonst würden diese Arbeiten nicht funktionieren.

Reinhold Schuster vom ESV Hönebach: „Fußball ist mein Leben“

Bei all seinem Engagement fühlt sich Schuster aber immer stellvertretend für die vielen Menschen in allen Bereichen des Vereins, die täglich im Hintergrund und ohne große Öffentlichkeit ihre Arbeit leisten. „Der Verein ist immer ein Gesamtwerk. Es sind viele Hände notwendig, um das in Schuss zu halten – vom Aktiven über die freiwilligen Helfer bis zum Vorsitzenden“, betont der ehemalige Stürmer, der viele Freundschaften durch seinen Sport knüpfte.

Schuster hat in den mehr als fünf Jahrzehnten eine ganz besondere Verbindung zum Fußball entwickelt, die er heute durch seine Vereinsarbeit mit viel Hingabe und Leidenschaft bewahrt. „Der zweite Gedanke nach dem Aufstehen gehört dem Sportverein“, sagt der Ronshäuser. „Fußball ist mein Leben und das ist schon immer so gewesen.“

Von Alicia Kreth

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