Fußball-Kreisoberliga

„Wir hatten andere Ziele“: Kreisoberligist ESV Weiterode hinkt eigenen Ansprüchen hinterher

Weiterodes Hendrik Hirschfeld (links) im Zweikampf mit Bebras Martin Silbermann.
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Einer der Leistungsträger im Team des ESV: Weiterodes Hendrik Hirschfeld (links), hier im Zweikampf mit Bebras Martin Silbermann.

In der Fußball-Kreisoberliga Fulda Nord rangiert der ESV Weiterode aktuell auf dem neunten Rang. Damit hinkt das Team von Trainer Andreas Rygula hinter den eigenen Ansprüchen zurück. Grund ist auch die Fitness einiger Spieler.

Weiterode – Andreas „Andy“ Rygula, Trainer des Fußball-Kreisoberligisten ESV Weiterode, gibt sich selbstkritisch: „Wir hinken unseren Ansprüchen hinterher. Nicht nur letzte Saison, sondern auch in dieser Spielserie hatten wir andere Ziele“, umreißt der Coach das Jahr 2020, dass nicht nur für den ESV durch die zwei Corona-Lockdowns ein anderes war.

Nach zwölf Meisterschaftsspielen stehen vier Siege, vier Remis und vier Niederlagen zu Buche. Momentan rangieren die Eisenbahnersportler mit 16 Zählern auf Rang neun in der Kreisoberliga Fulda Nord. Mit drei Siegen erwischte man zwar einen optimalen Start, kam dann aber aufgrund von Verletzungen ins Straucheln.

Nach der Niederlage gegen Tabellenführer Niederaula/Kerspenhausen war das 0:1 bei Aufsteiger Gudegrund/Konnefeld am ersten Doppelspieltag durchaus vermeidbar. „Diese zusätzliche Belastung ist aber keine Ausrede. Wir haben einen breiten Kader und auch Akteure aus der zweiten Mannschaft haben ihre Ansprüche“, bemängelt Rygula, dass einige Spieler zu wenig in die eigene Fitness investiert hätten.

ESV Weiterode: In der Offensive klemmt es noch

Besonders in der Offensive hat es beim ESV nach dem Abgang von Torjäger Bastian Bachmann zum SV Reichensachsen geklemmt. Einer der die Lücke schließen sollte, nämlich Mihajlo Veselinovic (Gudegrund/Konnefeld), hat verletzungsbedingt bisher noch kein Pflichtspiel bestritten. Auch Routinier Kerem Kardas und Matthias Gassmann kamen noch nicht richtig ins Rollen.

Dagegen freut sich Rygula über die Leistungen von drei Akteuren: „Sven Wrzos sowie Hendrik und Laurenz Hirschfeld haben richtig Fortschritte gemacht“, so der ESV-Trainer, der aber auch gleich einschränkt, dass Vincent Bernt etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei.

Er brennt auf die Rückkehr auf den Platz: ESV-Kapitän Jan Luca Schachheim (grünes Trikot), hier umzingelt von Heinebachs Spielern Leon Dittmar (von links), Andi Unger und Jonas Dick.

Trotz der bescheidenen Bilanz hält Mannschaftskapitän Jan Luca Schachheim an der Zielsetzung vorderes Tabellendrittel fest. Außerdem merkt er an, dass er davon ausgehe, erst nach Ostern auf den Platz zurückkehren zu können.

Blickt man auf die noch ausstehenden fünf Spiele der Hinrunde ist lediglich die SG Neuenstein als Tabellenvierter vor den Weiterödern platziert, die restlichen vier Gegner befinden sich im hinteren Tabellenfeld. Von der Papierform her also eine lösbare Aufgabe für den ESV, sollte es noch zur Austragung der Partien kommen.

ESV Weiterode: Kapitän Schachheim brennt auf die Rückkehr in den Spielbetrieb

„Mindestens die Vorserie zu Ende spielen und im Sommer wieder normal durchstarten wäre optimal“, sagt Schachheim, der genau wie seine Kameraden auf die Rückkehr in den Spielbetrieb brennt. Der Kapitän selbst hält sich aktuell mit Krafttraining, Fahrradfahren und Laufen für einen möglichen Restart fit. „Jeder sollte zwei- bis dreimal die Woche was machen. Ein Kaltstart von null auf hundert funktioniert nicht. Es erhöht nur die Verletzungsanfälligkeit“, warnt Schachheim.

Trainer Rygula hat für seine Akteure kein spezielles Fitnessprogramm ausgegeben. „Jeder ist für sich selbstverantwortlich. Über Whatsapp melden mir die Spieler ihre Aktivitäten“, erklärt er. Über einen Zeitpunkt zur Fortsetzung der Saison möchte sich der ESV-Übungsleiter, der die gute Zusammenarbeit im Verein und das Vereinsumfeld besonders hervorhebt, nicht festlegen. „Ich vermute, dass wir höchstens noch die Halbserie abschließen können“, sagt Rygula.

Dabei stellt er klar, dass drei Wochen Vorbereitung, wie vom Hessischen Fußball-Verband bei allen Szenarien der Spielfortsetzung eingeplant, bei Weitem nicht ausreichen würden. Höchstens neun Trainingseinheiten und vielleicht zwei Vorbereitungsspiele seien in dieser Zeitspanne möglich, meint Rygula. Vom Spielerischen abgesehen, sehe er vor allem aufgrund der mangelnden Fitness eine zu große Verletzungsgefahr.

Von Thomas Becker

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