Fußball-Kreisliga A 1: Gudegrund/Konnefeld mit 6:1-Kantersieg über Nentershausen

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Noch ist nichts passiert: Dieser Kopfball von Manuel Kerst (links) in der Anfangsphase landete am Außenpfosten des Nentershäuser Tores. Später wurde es überdeutlich. Foto: Henkel

Konnefeld Im Spitzenspiel der Fußball-Kreisliga A 1 schickte die SG Gudegrund/Konnefeld im Heimspiel auf dem Konnefelder Platz die SG Nentershausen/Weißenhasel/Solz mit einer 6:1 (1:1)-Packung nach Hause und verdrängte die Gäste mit diesem Sieg vom zweiten auf den dritten Tabellenplatz.

Die erwartete Spannung gab es eigentlich zu keiner Phase des Spiels, zu überlegen waren die Gastgeber. Die Partie begann von beiden Seiten sehr zerfahren, trotzdem klatschte nach einer Ecke ein Kerst-Kopfball an den Pfosten (2.). Die Gästeführung passte dann eigentlich nicht zum Spielverlauf. Rico Muhlack war rechts durchgebrochen und hatte den mitlaufenden Marius Franz bedient, der dribbelte kurz und zirkelte das Spielgerät hoch in die Maschen (8.) zum 0:1.

Doch die Gastgeber antworteten prompt. Ein hoher Nöding-Freistoß senkte sich in die Gästeabwehr, das Leder sprang dann im Ping-Pong-Stil hin und her, Maik Leidorf nahm es als Erster auf und hämmerte es unter die Latte (16.) zum Ausgleich. Und die Führung der Hausherren war nur noch eine Frage der Zeit. Eine folgende Dreifachchance vergaben sie noch, als zuerst Felix Wacker am Gästekeeper Toni Käse scheiterte, Maik Leidorfs Nachschuss an den Pfosten krachte, und nach einer anschließenden Ecke der Wacker-Kopfball am Gebälk landete (21.). Gastgebercoach Michael Brassel hatte mit dem früh eingewechselten Leidorf ein gutes Händchen bewiesen - er brachte Leben ins Angriffsspiel der Gastgeber.

Und die zweite Halbzeit sollte für die Gäste ein Alptraum werden. Die Platzherren fingen mit einer hoch stehenden Deckung an und erzeugten damit einen enormen Druck auf die Nentershäuser. Diese verloren jetzt zeitweise völlig den Faden, was den immer unruhiger werdenen Gästecoach Frank Hauck zum Zwischenruf „Macht die Köpfe hoch und zeigt, dass ihr Fußball spielen könnt“ veranlasste (50.).

Doch das Gästedebakel begann in der 61. Minute. Einen Nöding-Freistoß brachte Maik Leidorf unter Kontrolle und veredelte flach zum 3:1. Eine tolle Kombination zwischen Felix Wacker und Maik Leidorf nach einem Konter schloss letzterer mit dem 4:1 ab (71.).

Die Gästeabwehr fiel nun total auseinander. Drei Minuten später kam das schönste Tor des Tages. Mihajlo Veselinovic zirkelte seinen Freistoß aus gut 20 Metern rechts an der Mauer vorbei ins kurze Eck zum 5:1 (74.). Nicht genug damit, es folgte noch das 6:1. Philipp Berg fabrizierte einen fatalen Rückpass zum eigenen Keeper, Maik Leidorf spritzte dazwischen und netzte flach ein (78.). In der restlichen Spielzeit sahen die Gäste das Gudegrunder Tor meist nur aus der Ferne, und die Platzherren begnügten sich mit diesem Resultat.

„Dieser Sieg war mal ein Zeichen und zeigt, das in dieser Liga jeder jeden schlagen kann. Ich bin zufrieden“, lautete das Fazit von Gudegrunds Trainer Michel Brassel. Sein gegenüber Frank Hauck konnte nicht zufrieden sein: „Das war desolat und nichts heute. Wir haben uns völlig ergeben und sind in der zweiten Halbzeit zusammen gebrochen.“

Gudegrund/K.: Brandtner - Schäfer, Peter (11. Leidorf), Kerst, Nöding, Veselinovic, Heisse, Albrecht, Häde (70. Jäger), Wacker, Leidorf

Nentersh./W./S.: Käse -- Berg, Fey (27. Müller), Mangold, J. Schmauch, Adler, Reimold, Schenck, Franz, Noori (67. Cebulla), Muhlack

Tore: 0:1 Franz (8.), 1:1 Leidorf (16.), 2:1 Wacker (47.), 3:1 Leidorf (61.), 4:1 Leidorf (71.), 5:1 Veselinovic (74.), 6:1 Leidorf (78.).

SR: Flügel (Leimbach), Z: 250

Von Burghard Hauptmann

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