Fußball-Kreisoberliga Hersfeld/Rotenburg

„Wissen nicht, wo wir stehen“ - Urlaubszeit stellt FSG Bebra vor Herausforderung

Keine Sorgen in der Offensive: Trainer Andelko Urosevic (rechtes Bild) ist sich sicher, dass Martin Silbermann, der der FSG Bebra nach längerer Verletzungspause wieder zur Verfügung steht, den Abgang von Romeo Onetiu kompensieren kann.
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Keine Sorgen in der Offensive: Trainer Andelko Urosevic (rechtes Bild) ist sich sicher, dass Martin Silbermann, der der FSG Bebra nach längerer Verletzungspause wieder zur Verfügung steht, den Abgang von Romeo Onetiu kompensieren kann.

Bebra – Die Vorbereitung auf die neue Kreisoberliga-Saison lief bei den Fußballern der FSG Bebra bescheiden. Durch die Corona-Pandemie sei die Urlaubszeit in diesem Jahr besonders ungünstig ausgefallen, sagt Trainer Andelko Urosevic. Das hätte sich auch in der Vorbereitungszeit bemerkbar gemacht, da viele seiner Spieler in dieser Phase Urlaub gebucht haben – genau wie der FSG-Coach selbst. Richtiges Training war deshalb nur teilweise möglich, spezifisch zugeschnittene Übungen gar nicht.

„Wir hatten keine optimale Vorbereitung“, sagt Urosevic, der sich in seiner Abwesenheit auf sein Trainerteam um Stellvertreter Andre Dettman verlassen konnte. „Es war für uns alle eine Ausnahmesituation. Ich selbst bin noch nie weggefahren während einer Vorbereitung – das war auch für mich das erste Mal.“ Von Verletzungssorgen sei das Team bislang aber zum Glück verschont geblieben.

Für die kommende Spielzeit haben die Bebraner nur den Abgang von Mittelfeldmann Romeo Onetiu zu verkraften, der in seine Heimat Rumänien zurückkehrte. „Dadurch sind wir schon ein bisschen schwächer. Er war an vielen Toren beteiligt und wird schmerzlich vermisst“, bedauert Urosevic. Neuzugänge gibt es nicht. Dafür steht Martin Silbermann nach längerer Verletzungspause und Beschwerden im Knie dem Team wieder zur Verfügung. Auch wenn er ein anderer Spielertyp als Onetiu ist, könne er dessen Abgang kompensieren, ist sich der Trainer sicher.

FSG Bebra: Kompaktheit in der Abwehr

Sportlich verlief es für die Bebraner vor dem Pokalfinale am kommenden Samstag, 29. August, allerdings noch nicht wie gewünscht. Die ersten beiden Testspiele gegen thüringische Mannschaften auf ähnlichem Liga-Niveau gingen 1:5 verloren. Der Aufwärtstrend zum rechten Zeitpunkt folgte im dritten und abschließenden Auftritt beim 3:3-Unentschieden gegen den Kreisoberligavertreter SV Adler Weidenhausen II (Werra-Meißner-Kreis). „Zweimal 1:5 zu verlieren ist schmerzhaft, egal gegen wen und unter welchen Umständen“, sagt Urosevic. Wo der aktuelle Leistungsstand anzusiedeln ist, sei unklar. „Wir wissen nicht, wo wir stehen.“

Steht der FSG Bebra nach Verletzungspause wieder zur Verfügung: Martin Silbermann.

In der Offensive macht sich der FSG-Coach aber keine Sorgen. „Wir waren schon immer torgefährlich.“ Daran soll sich auch in der kommenden Spielzeit nichts ändern – auch wenn das Team mit Manuel Schmidt, der beruflich viel eingespannt ist und daher weniger trainieren kann, nun vor einer kleineren Herausforderung steht. Um sein Saisonziel zu erreichen, eine Platzierung zwischen dem dritten und achten Tabellenplatz, setzt Urosevic daneben auf Kompaktheit in der Abwehr.

Zum Auftakt am Freitag, 4. September, reist die FSG zur SG Niederaula/Kerspenhausen, der Urosevic die Favoritenrolle zuordnet. „Wenn wir komplett wären, bin ich sicher, dass wir auf drei Punkte spielen würden“, sagt der Trainer. Stattdessen müsse er nun gucken, wie er die ersten Spiele in der Kreisoberliga ohne Leistungsträger überbrückt bekommt.

Von Alicia Kreth

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