Soldat und Krankenschwester retteten 46-Jährigem das Leben

Plötzlicher Herztod: Fußballer auf dem Platz wiederbelebt

Weiterode. Zwei Ersthelfer haben einem 46-jährigem Heinebacher das Leben gerettet, nachdem er auf dem Fußballplatz einen Herzstillstand erlitten hatte.

Plötzlicher Herztod auf dem Fußballplatz - ein dramatischer Zwischenfall dieser Art hat sich - wie wir erst jetzt erfahren haben - am 3. Juni im Bebraer Stadtteil Weiterode (Kreis Hersfeld-Rotenburg) ereignet, beim Mitternachtsturnier für Alte Herren. Matthias Knoch von der SG Heinebach/Osterbach war während eines Spiels ohne Vorwarnung tot zusammengebrochen. Doch der 46-Jährige hatte großes Glück. Denn es waren zwei Menschen vor Ort, die genau wissen, was in so einem Fall zu tun ist.

Einer von ihnen ist Christian Schilling. Er spielte für den SV Rotenburg bei dem Turnier mit und machte sich neben dem Platz gerade warm, als der Heinebacher Spieler auf den Boden sackte. Der in Fritzlar stationierte Soldat rannte quer über den Rasen. Als er bei Matthias Knoch ankam, hatte eine Frau schon mit der Herzmassage begonnen: Diana Göbel aus Lispenhausen, 37 Jahre alt und ausgebildete Krankenschwester. Sie und Christian Schilling waren einst Schulkameraden gewesen, hatten sich jahrelang nicht gesehen und machten sich nun daran, Matthias Knoch wiederzubeleben.

Zweimal operiert 

Zweimal kam der Pulsschlag zurück. Als der Notarzt eintraf, verabreichte er noch Stromstöße. Im Rotenburger Herz- und Kreislaufzentrum wurde Matthias Knoch dann zweimal operiert. Er hat die Herzattacke überlebt.

Weil die Sauerstoffzufuhr nur kurz unterbrochen war, so Holger Bachmann, der Vorsitzende der SG Heinebach/Osterbach, werde Matthias Knoch auch keine bleibenden Schäden zurückbehalten. Das freut die beiden Lebensretter ganz besonders.

Für sie ist es selbstverständlich, sofort geholfen zu haben. Und auch, nicht viel Aufhebens davon zu machen. Heinebachs Klubchef Holger Bachmann schätzt die Soforthilfe höher ein. Er wird Diana Göbel und Christian Schilling zur Verleihung der Hessischen Rettungsmedaille vorschlagen. Die Ausdrucke dafür hat er sich schon im Internet besorgt.

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