Futsal statt Hallenfußball - der neue Kick kommt an

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Der Ball ist sein Freund: Weil er ein Techniker ist und die Kugel auch mal mit der Hacke zum Mitspieler bringen kann, hat Maximilian Weber (rechts) beim Futsal richtig Spaß . Damit steht er nicht alleine da.

Bebra. Im Kreis Hersfeld-Rotenburg sind die Hallenmeisterschaften der Fußballer erstmals nach den Futsal-Regeln ausgetragen worden. Wir haben uns danach umgehört.

Das positive Fazit der Beteiligten: Fair, schnell, gut anzuschauen.

Als Schiedsrichter ist Tobias Lecke vom FC Gilfershausen gerade in die Verbandsliga aufgestiegen. In der Winterpause ist auch er unterm Hallendach aktiv. Mit dem Verlauf der Futsal-Kreismeisterschaften ist er zufrieden: „Alles hat ziemlich gut geklappt, auch unser Equipment war vor Ort.“ Klebestreifen zum Beispiel. Für Futsal müssen die Unparteiischen andere Markierungen auf dem Spielfeld setzen. Strafstöße aus zehn Metern, die bei diesen Titelkämpfen beim vierten Foul verhängt wurden, sind eine Neuerung.

Am ersten Turniertag gab es für einige Mannschaften noch kurze Einweisungen in das Futsal-Regelwerk. „Manche hatten da wenig Ahnung“, musste der 19-jährige Student Tobias Lecke feststellen.

„Ein Großteil der Fußballer steht Futsal positiv gegenüber“, sagt er. Er selbst auch: „Die Spiele sind fairer und schneller als normaler Hallenfußball, sie sind schöner anzuschauen.“ Es mache sich bezahlt, dass es beim Futsal keine Banden gibt, Körperkontakt nicht erlaubt ist und Grätschen ohnehin auf dem Index stehen. „Es hat bei dem Turnier keine einzige Verletzung gegeben“, betont Tobias Lecke.

Seine Pfeife kommt beim Futsal seltener zum Einsatz: Schiedsrichter Tobias Lecke.

Ein klares Ja zu Futsal kommt auch von Maximilian Weber von der SG Rotenburg/Lispenhausen. Was nicht verwundert. Futsal ist für einen Spieler seines Schlages wie gemacht. „Von der Technik her ist das anspruchsvoller als Hallenfußball. Das kommt technisch guten Spielern natürlich zugute“, sagt er. Das Tempo sei höher, und der Futsal-Ball lasse sich besser kontrollieren. Eine Rolle für „Maxi“ Webers Futsal-Vorliebe spielt natürlich auch der Erfolg. Schließlich ist er mit der SG Rotenburg/Lispenhausen Kreismeister geworden. „Es wurde auch Zeit, dass wir mal was gewonnen haben“, sagt er. Auf dem Pokal hat er eine Gravur entdeckt, die das belegt: Zum letzten Mal waren die Rotenburger 2003 Hallen-Kreismeister gewesen.

Steffen Kanngießer

Sein Teamkollege Steffen Kanngießer, der in der Winterpause von der SG Niederaula/Hattenbach an den Rotenburger Wittich zurückgekehrt ist, kann sich ebenfalls für Futsal begeistern. Und das nicht nur, weil er als Torschützenkönig aus den Titelkämpfen hervorging. „Schneller und nicht so hart“, sind seine Argumente. Steffen Kanngießer glaubt deshalb auch, dass die Teilnehmerzahl im kommenden Jahr höher sein wird als bei der Premiere. Die Vorzüge des Futsal müssten sich eben erst noch herumsprechen.

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