Handball-Landesliga Frauen

Gute Stimmung statt hängender Köpfe bei der TG Rotenburg

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Immer unter Volldampf: Doch Anette Luskys morgiger Einsatz ist gefährdet.

Mit einem Titelkandidaten bekommen es die Frauen der TG Rotenburg am Samstag in eigener Halle zu tun.

VON THOMAS WALGER

Gegen die Spitzentams Hainzell/Großenlüder, Wesertal und Vellmar hat es nicht zu einem Punktgewinn gereicht für die Landesliga-Handballerinnen der TG Rotenburg. Am Samstag um 15.30 Uhr empfangen sie nun in der Rotenburger Großsporthalle einen weiteren Kontrahenten aus dem Kreis derer, die am Saisonende weit oben in der Tabelle erwartet werden: den TSV Wollrode.

Der TSV belegt mit 6:2 Punkten derzeit Rang drei. Die einzige Niederlage in der noch jungen Punkterunde setzte es gleich am ersten Spieltag in eigener Halle beim unglücklichen 33:34 gegen den TV Hersfeld.

Die vergangene Saison schlossen die Wollröderinnen als Vizemeister ab. Das war ein Riesenerfolg für Coach Margret Schmidt, die einst die Männer der TG Rotenburg trainierte. Sie peilt wieder einen Platz im oberen Tabellendrittel an, hält die Liga aber für deutlich stärker als zuvor, denn einige Teams hätten sich gut aufgestellt.

Auch der TSV Wollrode vermeldet einen starken Zugang: Nach ihrer Schwangerschaftspause hat sich Spielmacherin Laura Schmieling vom SV Germania Fritzlar dem Schmidt-Team angeschlossen und schon gezeigt, was für eine torgefährliche Rückraumspielerin sie ist.

Dass sie jetzt das TSV-Trikot trägt, ist auch deshalb wichtig, weil in Lena Ludwig (Schwangerschaft) und Fabienne Huy (Kreuzbandriss) zwei Leistungsträgerinnen aus der Aufbaureihe noch längere Zeit fehlen werden.

Auch Mittelfrau Janina Friedrich, die zudem eine zentrale Rolle in der Abwehr spielt, wird beruflich bedingt nicht mehr regelmäßig zur Verfügung stehen. „Sie ist sehr agil auf der Mitte“, sagt TGR-Trainer Sebastian Jaschinski über die Regisseurin und fügt an: „Wollrode hat überhaupt einen sehr starken, flexiblen Rückraum und eine gute Achse zur Kreisläuferin Bianka Bartalos. Die Anspiele auf sie müssen wir unterbinden. Wenn sie den Ball erst einmal hat, wird es ganz schwer. Im Rückraum ist Anna Ködel die gefährlichste Wollröderin. Da kommt einiges auf uns zu.“

Auch auf die Rotenburger Angreiferinnen. Denn der Abwehr-Innenblock des TSV steht meist sehr sicher. Gewinnt er den Ball, drohen der TGR einfache Gegentore über Konter und die zweite Heimniederlage. Nach dem unglücklichen 31:35 am Sonntag in Großenlüder gab es viele hängende Köpfe in der TGR-Kabine. Allerdings nicht bei Sebastian Jaschinski: „Niederlagen hängen mir oft noch in der ersten Nacht nach. Das war diesmal nicht der Fall. Die Mädchen haben alles unternommen, um erfolgreich zu sein. Das macht mir absolut Mut für Samstag.“

Die Stimmung am Dienstag im Training sei auch scon wieder gut gewesen. Seine Spielerinnen wüssten, woran sie arbeiten, und dass der Weg ans Ziel weit sei. „Aber sie sehen auch, dass der Weg ein guter ist.“

Den wollen sie am Samstag fortsetzen. Eine starke Leistung zeigen, mit dem favorisierten Gegner mithalten und die Chance, Zählbares einzufahren, nutzen, wenn sie sich denn bieten sollte.

Ein großes Fragezeichen steht allerdings hinter dem Einsatz von Anette Lusky. Sie hat sich am Rücken verletzt und musste sich in Behandlung begeben.

„Einem gesundheitlichen Risiko werden wir sie nicht aussetzen. Lieber verzichten wir einmal auf sie und schonen sie, als Gefahr zu laufen, sie längere Zeit esetzen zu müssen“, sagt ihr Trainer.

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