Handball-Landesliga Nord

Am Ende fehlen die Körner: TG Rotenburg verliert in Wanfried 21:28

Rotenburgs Luca Hagemann (Mitte) wird von den Wollrödern Kevin Gockell (links) und Finn Schulze am Wurf gehindert.
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In die Mangel genommen: Rotenburgs Luca Hagemann (Mitte) wird in dieser Szene von den Wollrödern Kevin Gockell (links) und Finn Schulze am Wurf gehindert.

Die Landesliga-Handballer der TG Rotenburg verloren am Samstagabend ihr Auswärtsspiel beim VfL Wanfried mit 21:28 (11:15).

Wanfried - „Heute war Wanfried besser“, sagte Robert Nolte anerkennend in Richtung der Gastgeber und ergänzte: „Am Ende fehlten uns die Körner“, erklärte der TGR-Trainer, dessen Team die Ausfälle der Balic-Brüder Boze und Tomislav über die gesamte Spieldauer schwer kompensiert bekam.

„Uns fehlten vorne die Durchschlagskraft und die einfachen Tore“, erklärte Nolte. Zudem konnte auch Luca Schuhmann nicht an seine Leistungsgrenze gehen, da er die gesamte Woche wegen einer starken Erkältung ausfiel und in der Schlussphase mit seinen Kräften am Ende war.

Dabei erwischten die Rotenburger vor 100 Zuschauern in der Großsporthalle in Wanfried einen richtig guten Start. Luca Schuhmann brachte die Gäste in der dritten Minute in Führung und Jan-Oliver Holl erhöhte wenig später auf 3:1. Und die Rotenburger zogen weiter davon, Janik Hagemann schloss den Lauf seines Teams mit dem 7:3 (11.) ab. „Wir waren sehr diszipliniert, haben uns die Chancen gut erarbeitet und eine gute Deckung gestellt“, resümierte Nolte die Anfangsphase seines Teams.

Wanfried steigert sich nach der ersten Auszeit

Doch nach einer Auszeit von VfL-Trainer Stefan Schröder steigerten sich die Gastgeber, die ihren Saisonstart mit zwei Niederlagen gegen Eschwege und Körle/Guxhagen verpatzt hatten und deshalb am Samstag unter großem Druck standen. „Für Wanfried ging es um sehr viel, das hat man gemerkt. Auch die Zuschauer waren angespannt“, erklärte Robert Nolte, dessen Team in der Folge zahlreiche Chancen ungenutzt ließ und in der 16. Minute den 8:8-Ausgleich hinnehmen musste. Zudem kassierte Maurice Reyer, der in der Deckung viel zu tun hatte, wenig später seine zweite Zwei-Minuten-Strafe und musste fortan einen Gang zurückschalten.

„Da ist das Spiel gekippt“, sagte Nolte. Wanfried war nun effizienter und ging dank des Treffers von Milos Milosavljevic, der mit sieben Treffern bester Torschütze der Gastgeber war, mit einer 15:11-Führung in die Kabine. „Wir haben mehr Emotionen ins Spiel gebracht und waren galliger“, erklärte VfL-Coach Schröder.

Ein ähnliches Bild spielte sich auch in der zweiten Hälfte ab. Die Gastgeber bauten ihre Führung aus, während die Rotenburger den Ball bis zur 43. Minute nur zweimal im Tor unterbrachten – 21:13. Doch die Rotenburger kamen noch einmal zurück und verkürzten dank der Treffer von Jan-Oliver Holl, Niklas Fischer, Luca Schuhmann und Martin Harbusch auf 17:21 (48.).

TG Rotenburg zeigt schwaches Überzahlspiel

Doch mehr Profit sprang für die Gäste aus ihrem Überzahlspiel – zunächst verließ Wanfrieds Tobias Hunstock das Feld für zwei Minuten, ehe Henning Wehr wegen seiner dritten Zwei-Minuten-Zeitstrafe disqualifiziert wurde – nicht heraus. Der Vorsprung der Wanfrieder blieb bestehen, bei der TGR schwanden nun die Kräfte, und der VfL ließ an seinem ersten Saisonsieg keine Zweifel mehr aufkommen.

Doch beim Stand von 26:20 (57.) wurde es noch einmal ungemütlich in der Großsporthalle, als die Schiedsrichter Wanfrieds Johannes Susebach mit der Blauen Karte des Feldes verwiesen. Er soll bei einer Rangelei im Fallen mit Janik Hagemann nachgetreten haben. „Ich weiß nicht, wie viel Absicht dabei war“, sagte Nolte, der angab, die Szene selbst gar nicht gesehen zu haben.

Unberührt von den Geschehnissen schloss Pascal Küstner in den letzten Minuten dann noch zwei Tempogegenstöße zum 28:21-Endtand für Wanfried ab. (Alicia Kreth)

VfL Wanfried: Degenhardt, Harseim - Milosavljevic (7/2), Küstner (4), Susebach (5), Bley (3), Petkovic (2), Hunstock (2), Nemenco (3), Dietzel (2), Wehr, Malcherek, Gücking.

TG Rotenburg: Dick, Cica - Harbusch (2/2), L. Hagemann (4), Fischer (1), Groth, J. Hagemann (2), Günther, Golkowski (5), Reyer, Schuhmann (4), Holl (3), Hartung.

Schiedsrichter: Schubert/Schulz (Hofgeismar/Grebenstein) Zuschauer: 100.

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