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„Wir nehmen viele gute Sachen mit“: TG Rotenburg unterliegt Spitzenreiter Körle mit 19:27

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Von: Alicia Kreth

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Rotenburgs Niklas Fischer (Mitte) lässt Janik Lanatowitz (links) und Niklas Griesel stehen, scheitert am Ende allerdings an MSG-Keeper Julian Ebert.
Mutig über Linksaußen: Rotenburgs Niklas Fischer (Mitte) lässt Janik Lanatowitz (links) und Niklas Griesel stehen, scheitert am Ende allerdings am gut aufgelegten MSG-Keeper Julian Ebert. © Alicia Kreth

Die Landesliga-Handballer der TG Rotenburg zeigten in ihrem letzten Heimspiel des Jahres eine gute Leistung, waren dem starken Tabellenführer MSG Körle/Guxhagen vor 100 Zuschauern in der Großsporthalle in Rotenburg am Ende aber klar mit 19:27 (9:13) unterlegen.

Rotenburg – „Wir nehmen viele gute Sachen aus dem Spiel mit. Der Wille war da und wir waren bis zum Schluss fokussiert“, resümierte ein nicht unzufriedener TG-Coach Robert Nolte, ergänzte aber noch: „Es fehlt an allen Ecken und Enden“, so der Trainer, der vor dem Duell gegen den Landesliga-Spitzenreiter auch noch die Hiobsbotschaft verkraften musste, dass neben Boze und Tomislav Balic sowie dem verletzten Luca Hagemann, der sich einen Muskelfaserriss in der Schulter zuzog und mindestens bis Jahresende ausfällt, mit Martin Harbusch ein weiterer Schlüsselspieler krankheitsbedingt ausfiel.

„Wir mussten alles umstellen“, erklärte Nolte. So agierte Maurice Reyer erstmals nach seiner Verletzung wieder voll im Angriff, Neuzugang Phillip Hartung leitete von Beginn an das Geschehen der Rotenburger und auch Petar Cutura kehrte zurück ins Team.

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase setzten sich die Gäste aus Körle und Guxhagen dann – auch dank der Fehler, die sich die Rotenburger im Abschluss und den Abspielen leisteten – schnell von 3:3 auf 6:3 (16.) ab. „Wir hatten zu Anfang ein paar Probleme, haben die dann aber durch eine starke Deckungsarbeit gut in den Griff bekommen und das Fundament geschaffen“, resümierte MSG-Trainer Christian Schade.

Phillip Hartung (rechts) wird von Magnus Rulff das Trikot zerrissen.
Unaufhaltbar: Phillip Hartung (rechts) wird von Magnus Rulff das Trikot zerrissen. © Alicia Kreth

Doch die Hausherren, die ebenso wie die Gäste im Angriff auf das Tempo drückten, kämpften sich zurück und verkürzten wenig später durch den Treffer von Maurice Reyer auf 7:8 (23.). Auf der Gegenseite lief im Angriff der MSG fast alles über Regisseur Eugen Gisbrecht, der seine Klasse unter Beweis stellte und mit seinem dritten Treffer innerhalb von zwei Minuten den 9:13-Pausenstand markierte.

Nach dem Seitenwechsel machte Gisbrecht, der am Ende mit elf Treffern bester Torschütze war, dort weiter, wo er zuvor aufgehört hatte. Er verwandelte einen Siebenmeter zum 14:9 (32.), netzte wenig später wuchtig aus dem Rückraum zum 16:10 (33.) ein und traf von Halblinks zum 13:20 (44.). So bauten die Gäste langsam, aber sicher ihren Vorsprung aus und setzten sich dank eines Fünf-Tore-Laufs und den Fehlern der Hausherren sieben Minuten vor Schluss sogar auf 25:14 ab. „Ich bin froh, dass wir es in der zweiten Hälfte sehr souverän heruntergespielt haben und es nicht noch mal spannend gemacht haben“, resümierte Coach Schade.

Doch die TGR profitierte in den Schlussminuten von den zunehmenden Fehlern der Körler im Angriffsspiel und betrieb noch einmal Ergebniskosmetik. Zunächst traf Janik Hagemann nach Zuspiel von Timon Groth mit einem Dreher zum 16:26 (57.), ehe Jan-Oliver Holl aus der eigenen Hälfte zum 18:27 (59.) ins leere MSG-Tor abschloss und Luca Schuhmann wenig später aus dem Rückraum den 19:27-Endstand markierte.

„Wir haben in der zweiten Halbzeit viele technische Fehler gemacht und ihnen den Ball zu einfach in die Hand gegeben“, resümierte Rotenburgs Trainer Robert Nolte, der schon das Derby beim TV Hersfeld am kommenden Wochenende im Blick hat. (Alicia Kreth)

TG Rotenburg: Dick, Cica - Cutura, Fischer (1), Groth, J. Hagemann (1), Günther (5/4), Reyer (1/1), Schuhmann (5), Holl (4), Hartung (2).

MSG Körle/Guxhagen: Ebert, Claus - Griesel, Rulff (3), Schlüter, Hillwig (1), Imke, Griesel (1/2), Ploch (4), Lanatowitz, Taube (1), Gisbrecht (11/5), Linz, Schröder (6).

Schiedsrichter: Muntean/Oncu. Zuschauer: 100.

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