Konzept für Ober- und Landesligen

Im Oktober wieder auf der Platte: Handballer der TG Rotenburg begrüßen Pläne

Wieder in Aktion: Läuft alles wie geplant, soll es ab Ende Oktober wieder Handball in der Landesliga geben. Auch der Rotenburger Luca Schuhmann (rechts), hier im Spiel gegen Zierenberg, dürfte dann dabei sein.
+
Wieder in Aktion: Läuft alles wie geplant, soll es ab Ende Oktober wieder Handball in der Landesliga geben. Auch der Rotenburger Luca Schuhmann (rechts), hier im Spiel gegen Zierenberg, dürfte dann dabei sein.

Die Handball-Teams der TG Rotenburg sollen am letzten Oktober-Wochenende in die neue Spielzeit starten. So sehen die Pläne des hessischen Verbands aus. In Rotenburg begrüßen die Verantwortlichen diese Perspektive.

Hersfeld-Rotenburg – Die Tage ohne heimischen Handball sind gezählt. Vorausgesetzt, dass die Inzidenzen weiter nach unten gehen, wird der Amateurhandball im Oktober wieder auf die Platte gehen. So sehen es zumindest die Pläne des hessischen Verbandes vor. In Telefonkonferenzen mit den Verantwortlichen der Vereine hat man die Pläne vorgestellt, und da es nur aus einer Richtung Widerspruch gab, will man wie geplant starten.

So soll der Amateurhandball in den Ober- und Landesligen am letzten Oktoberwochenende den Spielbetrieb aufnehmen. Die Oberliga der Männer und Frauen wird in den zwei Gruppen (Nord und Süd) spielen. „Eingeteilt werden soll nach regionalen Gesichtspunkten“, sagen die Klassenleiter Kathrin Goetzki und Manfred Leber unisono. Vor allem auch, um den finanziell ohnehin schon gebeutelten Vereinen allzu weite Fahrten zu ersparen. Nach Abschluss der Gruppenspiele wird es jeweils eine Auf- und eine Abstiegsrunde geben.

In den jeweiligen Landesligen sieht es genauso aus. Einzige Ausnahme ist die Landesliga Nord der Frauen. Da es in dieser nur zehn Mannschaft gibt, wird eine normale Runde gespielt.

Handball-Landesliga Nord: Teams der TG Rotenburg begrüßen Pläne

Robert Nolte, Trainer der Rotenburger Landesliga-Handballer, steht den Plänen überwiegend positiv gegenüber. „Wir freuen uns, dass ein Signal gekommen ist. Grundsätzlich begrüße ich die Entscheidung. Natürlich hätten wir uns gefreut, eine normale Runde zu spielen, aber wenn die Liga – wegen der Umstände – geteilt werden muss, dann nehmen wir das so mit. Ich bin ein Freund davon, etwas Neues auszuprobieren. Diese Einteilung kann sehr spannend und auch interessant werden“, sagt Nolte. Sein Wunsch ist es, dann auch wieder vor Publikum spielen zu können, sollte es die Lage zulassen. „Geisterspiele sind schrecklich, das ist eine ganz schlimme Vorstellung.“

Trainer von Handball-Landesligist TG Rotenburg: Robert Nolte.

Unklar ist indes auch noch die Aufteilung der beiden Gruppen, die der Verband regional einteilen will. „Das wäre für uns besser, aber dann könnten wir die Derbys gegen den TV Hersfeld verlieren“, bedauert der TGR-Coach. Man könne nur abwarten, wo die Grenze letzten Endes gezogen wird. Bei einer Sache ist man sich im Rotenburger Lager aber schon jetzt einig: „Wir sind alle heiß darauf, dass es wieder losgeht“, betont Nolte.

Aus der Stimme von Christian Weiß, Trainer des Landesligisten TV Hersfeld, klingt hörbar Erleichterung, als er auf die Pläne des Verbandes angesprochen wird. „Wir haben endlich wieder eine Perspektive und hoffen, dass es bald wieder losgehen kann.“ In erster Linie geht es ihm darum, dass die Akteure endlich wieder einen Ball in den Händen halten können. Sobald es möglich ist, will er das erste Training abhalten, auch wenn es draußen im Jahnpark sein sollte. „Ich kann nach so einer langen Pause überhaupt nicht einschätzen, was das heißt. Ein Großteil der Mannschaft hat sich Wochen oder sogar Monate lang nicht gesehen“, sagt der Coach.

Sportlicher Leiter der Handballerinnen der TG Rotenburg: Jochen Paulus.

Als notwendig und richtig schätzt auch Jochen Paulus, Sportlicher Leiter der Landesliga-Handballerinnen der TG Rotenburg, die Entscheidung des Verbands ein. „Der Nachwuchs fällt uns weg, wenn wir den Trainings- und Wettkampfbetrieb nicht aufrecht halten“, betont Paulus, der betont, dass es wichtig sei den Sportlern diese Perspektive zu bieten. Eine normale Runde sei auch in seinem Interesse. „Damit sind wir sehr zufrieden“, sagt er. „Wir wollen im Juni mit dem Training beginnen und können die lange Vorbereitungszeit nutzen, um das Versäumte nachzuholen und auf den Leistungsstand von vor der Pandemie zu kommen. Das kommt uns sehr gelegen.“

Hintergrund: Start am letzten Oktober-Wochenende

Start in der Männer-Oberliga soll am letzten Oktober-Wochenende sein, gespielt wird in zwei Gruppen mit je acht Teams. Die jeweils ersten vier gehen in die Aufstiegs-, die letzten vier in die Abstiegsrunde. In der Landesliga Nord sind nach dem Rückzug von Wehlheiden und Zierenberg 13 Teams, gestartet wird am letzten Oktober-Wochenende in zwei Gruppen. Danach gehen sechs Mannschaften in die Aufstiegs-, sieben in die Abstiegsrunde. Bei den Frauen wird es fast genauso ablaufen, genaue Regeln werden noch festgelegt. Ausnahme ist die Landesliga Nord. Da diese nur zehn Teams hat, wird eine normale Runde gespielt. Punkte gegen Teams aus der gleichen Vorrundengruppe werden mitgenommen, ansonsten wird zweimal gegen jedes Team gespielt, alle Runden sind mit Hin- und Rückspiel.

Von Alicia Kreth Und Hartmut Wenzel

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.