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Letztes Puzzleteil einbauen: Handballerinnen der TG Rotenburg erwarten Spitzenreiter Wollrode

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Von: Alicia Kreth

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Rotenburgs Stefanie Deringer (Mitte) setzt sich hier gegen Sophie Hohmann (links) und Lisa Weiner durch.
Stütze im Hinspiel: Rotenburgs Stefanie Deringer (Mitte), die sich hier gegen Sophie Hohmann (links) und Lisa Weiner durchsetzt, erzielte in Wollrode sieben Treffer. © Alicia Kreth

Wenn der Erstplatzierte beim Tabellenschlusslicht antritt, sieht dies zunächst nach einer klaren Angelegenheit aus.

Rotenburg – Allerdings haben die Landesliga-Handballerinnen der TG Rotenburg, die am Samstag, 17.30 Uhr, Spitzenreiter TSV Wollrode zu Gast haben, am vergangenen Sonntag beim Tabellenzweiten TV Hersfeld gezeigt, dass sie mit allen Teams mithalten können.

„Jeder kann jeden schlagen“, weiß TG-Coach Jaschinski. Das hätten die Ergebnisse am vergangenen Wochenende gezeigt – vor allem der überraschende 28:25-Erfolg vom ehemaligen Tabellenschlusslicht SV Reichensachsen bei der HSG Großenlüder/Hainzell. „Der Kampf um die ersten drei Plätze wird noch sehr eng. Auch Wollrode ist alles andere als sicher“, sagt Jaschinski und blickt auf den kommenden Gegner. „Das wird deren Motivation sein, den Sack zuzumachen, aber sie brauchen nur bei uns stolpern.“

Mut dafür schöpft Rotenburgs Trainer aus dem in Hersfeld zuletzt gezeigten Auftritt. Es war ein Derby auf Augenhöhe, in dem die TGR in den letzten Minuten viel in Unterzahl spielen musste und sich so die entscheidenden Tore über die Außen fing. „Die Mädels haben sich zerrissen, super gekämpft und sehr viel Engagement gezeigt“, erinnert sich Sebastian Jaschinski, der am vergangenen Spieltag viel Positives sah.

Dazu zählt auch die gute Deckungsarbeit, die die Rotenburgerinnen im Laufe der Saison immer besser machen und auf die der Trainer auch an diesem Wochenende setzt. „Wollrode ist ein völlig anderer Gegner – groß gewachsen und körperlich stark. Da kommt es auf andere Tugenden an. Klar ist aber, dass wir die Deckung auch so gegen Wollrode brauchen. Das ist sehr wichtig, um in ein ordentliches Umschaltspiel zu kommen.“ Denn jedes Tor aus dem Positionsangriff müsse sich sein Team hart erarbeiten.

An den einfachen Toren haperte es im Rotenburger Spiel bislang allerdings noch. „Unser Umschaltspiel funktioniert schlecht, daran müssen wir arbeiten“, erklärt Jaschinski, der während dieser Woche im Training daran arbeitete, dieses letzte Puzzleteil – im Angriff mehr Tore zu erzielen – einzubauen.

Nika Rollmann
Verlässt die TG Rotenburg: Handballerin Nika Rollmann. © Thomas Walger

Für die Wollröderinnen dagegen gilt es nach sechs Wochen Spiel- und drei Wochen Trainingspause – weil die Halle geschlossen war – schnell in den Rhythmus zu kommen, um wie im Hinspiel aus einer stabilen 6:0-Deckung schnell in die Offensive umzuschalten. Damals verlor die TGR klar mit 22:33 in Wollrode, auch wegen der eigenen Fehler. Diesmal, ist sich Jaschinski sicher, werden die Rotenburgerinnen den Gästen einen intensiveren Kampf liefern.

Inken Niebuhr wird ihrem Trainer dafür nicht zur Verfügung stehen, da sie im Urlaub ist. Ebenfalls ausfallen, und das für eine längere Zeit, wird Johanna Drewer, da sie schwanger ist. Zudem hat Nika Rollmann das Team endgültig verlassen, da es sie beruflich woanders hinzieht.

Auf der Gegenseite hofft TSV-Trainerin Margret Schmidt indes auf den Einsatz der wieder genesenen Allzweckwaffe Bianka Bartalos, die im ersten Vergleich achtmal traf. (Alicia Kreth)

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