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Hartes Wochenende für den ESV Hönebach

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Von: Rainer Henkel

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Derby im vergangenen Herbst: Aulatals Leonard Piranty (links) versucht, den Ball an Hönebachs Kevin Kunze vorbei zu spitzeln.
Derby im vergangenen Herbst: Aulatals Leonard Piranty (links) versucht, den Ball an Hönebachs Kevin Kunze vorbei zu spitzeln. © Stefan Kost-Siepl

In einem weiteren Nachbarschaftsduell in der Fußball-Gruppenliga treffen am Sonntag die SG Aulatal und der ESV Hönebach aufeinander.

Kirchheim – Anstoß in Kirchheim ist um 15.30 Uhr. Wir haben die Kontrahenten unter die Lupe genommen. Zwei Tage zuvor gastiert der ESV allerdings schon bei Tabellenführer SG Freiensteinau. Los geht es hier um 19.30 Uhr – siehe Text unten.

Die Lage im Derby

Es ist das Duell des Vierten gegen den Neunten. Mit dem ersten Sieg nach vier Niederlagen in Serie – 4:0 in Horas – hat sich die SG Aulatal überzeugend im Verfolgerrennen der Liga-Spitzengruppe zurückgemeldet. Für die Hönebacher ist es nach drei Heimspielen der erste Auswärtsauftritt. Zuletzt gab es ein 1:0 gegen FT Fulda.

Das sagen die Trainer

„Wir sind mit einem klaren Plan in das Horas-Spiel gegangen, wollten nach vier Niederlagen unbedingt punkten“, sagt SG-Trainer Martin Friedrich. „Das haben wir umgesetzt – die frühen Tore haben uns dabei geholfen.“

Hönebach ist in Friedrichs Augen ein unangenehmer Gegner, „sehr zweikampfstark. Sie holen sich viele zweite Bälle. Das müssen wir unterbinden.“ Der klare Plan der Aulataler steht also.

Hönebachs Trainer Tino Jäger hat die Aulataler übrigens dort erwartet, wo sie stehen. „Sie haben dort weitergemacht, wo sie in der Vorsaison aufgehört haben.“ Die vier Niederlagen vor dem Horas-Spiel blenden Jäger aber nicht: „Da haben ihre beiden besten Torschützen gefehlt.“

Personal

Bei Aulatal fallen Sebastian Schuch und Paul Kozik, beide privat verhindert, aus. Georg Muratidi kehrt nach seiner Sperre zurück, auch mit Moritz Wernick und Luca Eckhardt rechnet Martin Friedrich. Nils Fischer ist wieder im Lauftraining, ein Einsatz käme aber wohl zu früh.

Marcel Katzmann (Muskelverletzung) fällt bei Hönebach ebenso aus wie Marius Bommer (Fußprellung) und Tim Kleinschmidt (krank). Dazu fehlen Stefan Brandenstein und Andreas Jäger. Tim Schwarz und Tom Lindemann sind fraglich.

Auffälliges

Mit zehn Gegentoren hat Hönebach die drittbeste Abwehr der Liga – hinter Freiensteinau und Eiterfeld. Erst dreimal überhaupt kassierte der ESV zwei Gegentore, nie aber mehr. Fünfmal in zwölf Begegnungen spielte die Mannschaft zu null. Aulatal hingegen hat mit 28 erzielten Toren den drittbesten Angriff der Liga. 16-mal trafen Luca Eckhardt und Nils Fischer gemeinsam.

Vor dem Derby reisen die Hönebacher zum Spitzenreiter Freiensteinau (Freitag, 19.30 Uhr). „Das ist die derzeit konstanteste und kompletteste Mannschaft der Liga“, glaubt Trainer Tino Jäger. „Sie haben sich vor der Runde mit Spielern verstärkt, die höherklassig erfahren sind, waren die ganze bisherige Serie über vorn dabei und stehen jetzt erstmals ganz oben. Aber unser Vorteil wird sein, dass auch sie das Spiel machen wollen. Das liegt uns eher“, sagt er.

Seine Mannschaft könne jedenfalls befreit aufspielen. „Der Sieg gegen Fulda hat uns gutgetan, wir haben uns ein kleines Polster nach hinten geschaffen“, ist Tino Jäger erleichtert.

Sorgen bereitet ihm eher die Anfahrt: Rund 100 Kilometer Fahrstrecke weist der Routenplaner zwischen Hönebach und der Gemeinde Freiensteinau aus, die im Vogelsbergkreis, etwas westlich von Flieden, liegt. Knapp eineinhalb Stunden ist man dorthin unterwegs. „Das wird für einige Spieler schon an einem Freitag von der Arbeit her nicht einfach“, weiß Tino Jäger. „Und vor Mitternacht sind wir dann auch kaum wieder zurück.“ Wohlgemerkt: Am Sonntag steht das Derby an.

(Rainer Henkel)

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