Fußball-Kreisoberliga Fulda Nord

Heinebacher ergänzen ihren Kader mit Verstand

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Neue Spieler bei den Alheimern: (von links) Miguel Garcia Fuentes, Pascal Pfeiffer, Marton Labath, Jonas Dick, Sascha Aubel (Coach der Reserve), Martin Köthe (Trainer der ersten Mannschaft), Gregor Maier, Andre Raabe, Daniel Thiessen und Lorenz Marg. Auf dem Bild fehelen die A-Jugendlichen Andi Unger, Marvin Görzen, Raphael Görzen und Elias Stransky sowie Dennis Bastian. 

Die zweite Saison in einer höheren Spielklasse soll ja besonders schwierig sein. Gut möglich, dass die SG Heinebach/Osterbach da eine Ausnahme bildet.

VON THOMAS WALGER

Denn für sie war bereits die erste eine richtig harte Nuss. Eine ellenlange Verletztenliste brachte den Aufsteiger bald in Nöte. Nur elf Punkte standen nach der Vorrunde zu Buche.

Der Verein reagierte, holte drei Ungarn aus Beiseförth als dringend nötige Verstärkung. Und als sich dann auch noch nach und nach das Lazarett lichtete, konnte Trainer Martin Köthe eine schlagkräftige Elf aufbieten, die in den 15 Partien der Rückrunde weitere 25 Zähler einsammelte und die Klasse hielt.

Nach der Wechselphase scheint es nun, als sei es gelungen, das Alheimer Team noch ein bisschen stärker zu machen. Auch wenn es einen namhaften Abgang gibt. „Ja, wir haben mit Daniel Frank einen wichtigen Spieler verloren, wir haben auber auch adäquaten Ersatz gefunden“, sagt Martin Köthe.

Daniel Frank ist nach Gudensberg gezogen. Um seine Kollegen nicht im Stich zu lassen, ist er in der Rückrunde immer zwischen neuer und alter Heimat gependelt. Das war nicht als Dauerzustand angelegt. Nun hat sich Frank dem TSV Gudensberg angeschlossen und wird dort künftig in der Gruppenliga kicken.

Die so entstandene Lücke soll Marton Labath füllen. Er ist damit der vierte Ungar in Heinebach, auch er kommt aus Beiseförth zur SG, worüber sich seine drei Landsleute natürlich freuen. Einer von ihnen, Laszlo Kolompar, hatte erwogen, in sein Land zurückzukehren. Doch er bleibt in Deutschland und damit den Alheimern erhalten.

Seinen Neuzugang Marton Labath beschreibt Martin Köthe als sehr erfahren und bestens geeignet, seinem neuen Klub als Sechser oder im zentralen Mittelfeld weiterzuhelfen. Mit Pascal Pfeiffer hat sich ein Spielertyp der SG Heinebach/Osterbach angeschlossen, der ihr noch gefehlt hatte: ein kopfballstarker Stürmer, der sich im gegnerischen Strafraum am wohlsten fühlt.

Martin Köthe kennt Pfeiffer noch aus seiner Zeit beim FV Melsungen II: „Ich habe ihn damals aus Spangenberg dorthin gelotst. Wir haben uns immer sehr gut verstanden. Jetzt hat er wieder den Weg zu mir gesucht, weil er mit seinen 30 Jahren gerne noch einmal in einer ersten Mannschaft spielen möchte.“

Miguel Garcia, bislang SG Haunetal, könnte seinen Platz im defensiven Mittelfeld als Abräumer vor der Abwehr finden. „Er ist ein sehr guter Zweikämpfer. Als ich gehört habe, dass er nach Melsungen gezogen ist, habe ich ihn kontaktiert. Er wollte gerne in der Kreisoberliga Nord bleiben“, erzählt sein neuer Trainer.

Und dann gibt es ja noch gleich acht bisherige A-Junioren der JSG Alheim, die in den Männerbereich aufrücken. André Raabe und Lorenz Marg haben in der Rückrunde schon erste Einsätze bei den Senioren gehabt. „Das sind tolle Typen und richtig gute Kicker“, sagt Martin Köthe, Raabe sieht er als Sechser, Marg, dem er einen starken linken Fuß bescheinigt, offensiv ausgerichtet auf der Außenbahn. André Raabe bringe die nötige Körperliche Robustheit schon mit, Lorenz Marg müsse sich im Männerbereich noch akklimatisieren.

Jonas Dick und Andi Unger bescheinigt ihr Trainer mittelfristige Perspektiven für die Erste. Alle Nachwuchskräfte zögen voll mit - was ein Segen für die Reserve sei, die so „einen tollen Unterbau“ bekomme.

Den hat sie auch nötig, nachdem sich vier Heinebacher dem TSV Baumbach angeschlossen haben. Zwei von ihnen, Hendrik Kambach und Tobias Fischer, hätten genau zwischen erster und zweiter Mannschaft gestanden, berichtet Martin Köthe. „Es ist sportlich nicht ganz nach ihren Vorstellungen gelaufen“, bedauert der Trainer, „für uns ist das auch ein menschlicher Verlust, denn sie sind zwei ganz feine Kerle.“

Weil sich Artur Penner selbstständig gemacht hat, legt er momentan eine Pause ein. Aus Verbundenheit mit seinem Trainer hat er aber versprochen, spätestens zumSaisonstart gegen Weiterode wieder auf dem Platz zu stehen - sehr zur Erleichterung von Martin Köthe. Der Trainer sagt:: Artur ist einer der wichtigsten, vielleicht sogar der wichtigste ‘Spieler in meinem Team.“

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