Favorit musste absagen

Hessencup-Finalturnier der Darter: Gastgeber Raßdorf holt den Titel 

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Der Kapitän der Pokalhelden in Aktion: SuFF-Vorstand Silvio Pogode. 

Nach mehr als sieben Stunden Dart war die Überraschung perfekt: Gastgeber SuFF Raßdorf ist Hessischer Pokalsieger. Der Favorit an diesem Tag fehlte jedoch. 

Die ohnehin ausgelassene Stimmung erreichte am Samstagabend um zirka 23 Uhr ihren Höhepunkt. Die knapp 100 Zuschauer sorgten jetzt in der Bosseröder Mehrzweckhalle beinahe für eine Atmosphäre wie im berühmten Londoner Alexandra Palace, genannt Ally Pally, in dem immer die Weltmeisterschaft der Darter stattfindet.

Die Raßdorfer brauchten in ihrem Abschlussmatch gegen den SC Bürgel zumindest ein 6:6-Unentschieden, um ihren Triumph perfekt zu machen. 5:2 führten sie bereits. Dann erhöhte Alexander Wiedemann mit einem souveränen 3:0 über Cermalettin Delikus auf 6:2. Damit war den Raßdorfer Sport- und Freizeitfreunden, die ihr estes Match gegen Cartoon 1 aus Gießen 7:5 gewonnen hatten, der Titel nicht mehr zu nehmen.

Außerdem stand fest, dass Cartoon 1 aus Gießen Rang zwei vor den Männern aus Bürgeln belegt. Deshalb wurden auf Wunsch des SC Bürgel die vier noch ausstehenden Doppel auch nicht mehr gespielt, sonst wäre die Partie erst nach Mitternacht beendet gewesen.

Der Favorit musste absagen

Nicht alles war an diesem Tag nach Plan gelaufen. Denn der Favorit kam nicht. Die Mannschaft Dartmoor musste zeitgleich ein Bundesligaspiel absolvieren und hatte es wider Erwarten nicht geschafft, genügend Spieler für beide Wettkämpfe zu mobilisieren.

Deshalb begann das Hessische Final Four auch nicht mit den Halbfinals. Stattdessen einigten sich die Beteiligten auf eine Dreierrunde. In dieser trafen die Raßdorfer zunächst auf Cartoon 1. Während die ersten Pfeile flogen, war auf einer Großleinwand das Bundesliga-Derby zwichen Dortmund und Schalke zu sehen. Doch kaum jemand nahm davon Notiz.

Den ranghöheren Hessenligisten Cartoon 1 hatten die Raßdorfer bereits nach den Einzeln am Rande einer Niederlage. Hätte nicht Matthias Hanitsch im letzten Leg gegen Raßdorfs Sandro Herwig 170 Punkte mit drei Pfeilen ausgecheckt, Raßdorf hätte wohl mit 7:1 gewonnen.

So aber wurde es noch einmal knapp. Denn die Gießener gewannen die ersten drei der vier nun folgenden Doppel und verkürzten auf 6:5. Doch das Raßdorfer Duo Frank Hirschhäuser/Alexander Wiedemann behielt die Nerven und mit 3:2 Legs die Oberhand. Damit war der 7:5-Erfolg unter Dach und Fach und der Weg zum späteren Pokalgewinn geebnet.

Wer Darts nur aus dem Fernsehen von den Stars der Szene kennt, wunderte sich, wie hoch das Niveau in Bosserode war. Es gab manche 180er und High-Finishs zu feiern. Einige Spieler kamen auf einen Schnitt von 80 Punkten, zum Beispiel Raßdorfs Ass Alexander Wiedemann. Für die Gastgeber war es eben ein Tag zum Einrahmen.

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