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Fußball-Gruppenligist ESV Hönebach sucht den Weg zum Tor

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Torjubel wäre fein: Seit Wochen spielen die Kicker des ESV Hönebach sich Chancen heraus – in des Gegners Kasten klingelt es aber zu selten. Hier freuen sich die Hönebacher im Spiel gegen Kerzell über einen Freistoßtreffer von Kevin Kunze.
Torjubel wäre fein: Seit Wochen spielen die Kicker des ESV Hönebach sich Chancen heraus – in des Gegners Kasten klingelt es aber zu selten. Hier freuen sich die Hönebacher im Spiel gegen Kerzell über einen Freistoßtreffer von Kevin Kunze. © Alicia Kreth

Wenn sich am Sonntag um 17 Uhr Fußball-Gruppenligist FSV Thalau beim heimischen ESV vorstellt, ergibt sich für Hönebachs Trainer Tino Jäger vielleicht die Erkenntnis, wie er den bisherigen Saisonverlauf einorden kann.

Hönebach – In die Kategorien „weder Fisch noch Fleisch“, „ernüchternd“ oder „im Großen und Ganzen ok“. Ist nach dem jetzigen Stand ein Sieg Pflicht? Findet man endlich im eigenen Sturm den vielbeschriebenen Dosenöffner, um die nicht gerade als sattelfest zu beschreibende Gästeabwehr zu knacken? Chancen zumindest spielt sich der ESV ja heraus, wie man zuletzt beim mageren 0:0 in Bad Hersfelds Stadtteil Hohe Luft unter Beweis stellte. Viele Fragen – hier die Antworten.

In eine spezielle Kategorie möchte Trainer Tino Jäger den bisherigen Verlauf ungern einordnen. Man habe in der letzten Saison eine ähnliche Punktausbeute gehabt, und zudem sei die Saison noch in der Startphase – zu früh also, um eine solche Bewertung vorzunehmen. Und nach zwei erfolgreichen Jahren in der Gruppenliga sei Hönebach kein „No Name“ mehr, haben sich viele Gegner ein anderes Auftreten gegen das Jäger-Team vorgenommen. Man spiele jetzt gegen Mannschaften, die sich verstärkt defensiv präsentieren, den ESV kommen lassen, um dann selbst das Tor zu erzielen.

„Daran müssen wir uns gewöhnen, und das braucht halt auch etwas Zeit“, sieht Jäger daher auch keinen Anlass, nervös zu werden. Zumal der ESV auch nicht dafür bekannt ist, im Umfeld oder der Mannschaft selbst hektisch zu reagieren.

Der eingeplante Sieg hingegen ist so eine Sache. Mit Thalau stellt sich ein Gegner vor, der lange Jahre in der Verbandsliga spielte und die Punkte sicher nicht kampflos überreichen wird. Aber die bislang zwölf Gegentore des Gastes sollen den Weg aufzeigen. „Noch sind der Aufwand und der letzliche Ertrag nicht zufriedenstellend, keine Frage“, sagt Jäger. Was ihn aber optimistisch werden lässt, und das beantwortet die letzte Frage, ist die Tatsache, dass Chancen herausgespielt, aber nicht verwandelt werden.

So sei das Remis bei der Hohen Luft entäuschend, ein klarer Sieg wäre ohne Wenn und Aber verdient gewesen.

Im Sturm müsse man sich daher wieder die Leichtigkeit und das Selbstvertrauen zurückholen, die in den vergangenen Spielzeiten das Auftreten des ESV prägten. „Marcel Katzmann ist eigentlich für 15 bis 20 Treffer gut, bislang steht nur ein verwandelter Elfer auf Haben-Seite. Adrian Bohle hat sich bestens integriert, und beide sehnen, wie der Rest der Truppe, die nächsten Treffer herbei.“ Wenn man dann auch noch in den gewohnten Spielfluss kommt, sieht Jäger dem weiteren Verlauf der Saison optimistisch entgegen.

(Michael W. Rimkus)

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