Handball-Landesliga

Die HSG Werra WHO lässt gegen TSV Vellmar aufhorchen

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Wenn er Maß nahm, wurde es gefährlich: Antonio Jelusic, der hier abzieht, erzielte sechs Treffer für die Werrataler beim 26:26-Coup gegen Spitzenreiter Vellmar. 

Mit einer leidenschaftlichen Leistung trotzte die HSG Werra WHO in der Handball-Landesliga der Männer Tabellenführer TSV Vellmar beim 26:26 (13:13) einen Punkt ab.

Dabei hatten die Vorzeichen im Vergleich zwischen David und Goliath für den Gast gesprochen. Der war nach dem haushohen Sieg im Gipfeltreffen gegen Fuldatal mit voller Kapelle angereist. Ganz anders die Situation beim Schlusslicht: Neben den Dauerverletzen Sebastian Wolf, Florian Strümpf und „Franz“ Chyba fehlte auch der verletzte Nibosia Raljic. Gerade einmal neun Feldspieler standen Coach Jörg Fischer zur Verfügung.

Doch das Team bewies Moral und stellte sich den Vellmarern mutig und entschlossen entgegen. Während bei den Kasselern vorrangig der flinke Finn Hujer glänzte, ragten bei der WHO mehrere Akteure heraus. Keeper Kevin Schottmann stach mit einer bärenstarken Vorstellung sein Gegenüber Christian Gumula aus. Nicolas Reuschsel, Antonio Jelusic sowie der am Kreis überragende Ingo Breitbarth trumpften mit jeweils sechs Toren auf.

Da sich kein Team einen Vorteil erspielen kann, steht es zur Pause folgerichtig 13:13. Als Breitbarth mit dem 14:13 die erste Führung für seine WHO gelingt und der haushohe Favorit eine furchteinflößende Antwort darauf schuldig bleibt, spüren die Hausherren und ihre Anhänger, dass ein Punktgewinn drin sein könnte.

Die erfreulich fair geführte Partie wartet jetzt mit ständigen Führungswechseln auf. Die Spannung steigt. Während für Vellmar neben dem neunmal erfolgreichen Hujer jetzt vor allem Linksaußen Felix Heckmann trifft, verteilen sich die WHO-Treffer weiter aufs gesamte Team. Als Dusan Duric das 24:24 erzielt und zwei Sekunden vor dem Ende Robin Schneider das 26:25 für die Gastgeber markiert, steht die Halle Kopf. Doch dann unterbindet Duric den Gästeanwurf und sieht die Rote Karte. Schwerer als die aber wiegt der regelkonforme Siebenmeter, den Vellmar erhält und den Lance Stumbaum schließlich zum 26:26-Endstand verwandelt.

HSG Werra WHO: Schottman, Oetzel - Jelusic (6), Malsch (1), Breitbarth (6), Reuschsel (6), Achneider (2/1), Duric (2), Schramm, Berz (3/1), Krause TSV Vellmar: Gumula, Krause - Räbiger (2), Staubesand (4), Hujer (9/3), Brückmann, Stumbaum (4/2), Heckmann (5), Koch, Lana-towitz (1), Petrovski, (1), Denk, Staub, Barz, Schuldes (alle n.e.) SR: Schwarzmeier/Stewen (Oberhessen/Wächtersbach;Z: 140; Zeitstrafen: 2:2 min; Siebenmeter: 3/2 - 8/5; Rot:Duric (WHO,60.)

Von Michael Rimkus

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