Handball-Bezirksliga A 1: MSG Bebra/Lispenhausen unterliegt Jestädt/Grebendorf im Duell der Verfolger

Kurz vor der Halbzeit kommt die Wende

Auch er konnte die Niederlage nicht verhindern: André Rosenberger half bei der MSG im Topspiel aus und traf zweimal. Foto: Walger

Bebra. Im Nachholspiel der Handball-Bezirksliga A erlitt die MSG Bebra/Lispenhausen vor eigenem Publikum gegen den Tabellenzweiten HSG Jestädt/Grebendorf eine bittere 21:30 (13:16)-Niederlage. Bei den noch ausstehenden schweren Aufgaben - unter anderem gilt es, in Schenklengsfeld zu bestehen - ist diese Pleite im Verfolgerderby ein weiterer herber Dämpfer für die ohnehin schon geschrumpften Aufstiegshoffnungen.

Dabei begann die MSG, als wenn sie ihren Gegner in Grund und Boden spielen wollte. Nach neun Minuten war sie auf 6:2 enteilt. Dann verlor sie kurzzeitig die Kontrolle über das Geschehen und musste den Gegner auf 6:5 herankommen lassen.

Nach 18 Minuten war beim Stand von 10:8 noch alles im Lot. Danach aber bekamen die Gastgeber den Jestädter Rückraumschützen Mirco Wollenhaupt immer seltener in den Griff. Er sollte es am Ende auf zwölf Tore bringen, sieben davon waren Siebenmeter.

Die HSG steigerte sich ganz allmählich und übernahm in der 26. Minute beim 13:14 erstmals die Führung. Die Gäste wirkten jetzt frischer und spritziger. Ihre Angriffe inszenierten sie durchdachter als die MSG. Bis zur Pause legten sie noch zwei Treffer nach und nahmen so einen 16:13-Vorsprung mit in die Kabine.

Und es kam noch viel dicker für die Hausherren, die zu Beginn des zweiten Abschnittes auf dem Parkett bestenfalls körperlich anwesend zu sein schienen. Das nutzte die HSG Jestädt/Grebendorf gnadenlos durch konsequente Verwertung ihrer Chancen aus. Mit einem Lauf von 7:0 Toren setzte sie sich zwischen der 35. und 43. Minute ab.

Die MSG schlug noch einmal mit einer Serie von drei Treffern bis zur 47. Minute zurück. Die Antwort des starken Gegners folge jedoch prompt in Form von fünf Toren. Dass die MSG damit endgültig bezwungen war, hatte zwei Gründe: Erstens stand mit Thomas Groß ein Klassekeeper bei der HSG zwischen den Pfosten, der mit 17 Paraden glänzte. Zweitens waren die Kräfte der Gastgeber erlahmt.

MSG-Coach Alexander Fischer bilanzierte: „Wir haben super angefangen und dann zu schnelle Ballverluste gehabt. Uns fehlt das letzte bisschen Fitness und Cleverness.“ Gästetrainer Dennis Möller stellte fest: „Wir haben uns reingekämpft nach dem schwachem Beginn und dann clever bis zum Ende gespielt.“

MSG: Olbricht, Klöpfel – Schmitt (2), Hieronymus (1), Mende (1), Handke (8/3), Stückradt, Fischer (2), Rosenberger (2), Lehn (2), Mangold, Seese (1), Konjevic (2)

HSG: Groß, Schmitt – Namyslo, Klug (4), Ebert (2), Ständer (2), Schneider, Hiebenthal (2), Menthe (2), Vogler, Heyer, Wollenhaupt (12/7), Schmitt (1), Hobbie (3), Sauer (2)

SR: Schulz/Schneider (HSG Werra WHO); Zuschauer: 120

Von Burghard Hauptmann

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