Marcel Katzmann ist vom Wiederaufstieg seines Klubs ESV Hönebach überzeugt

Mit der Kugel kann er umgehen: Das technische Rüstzeug erhielt ESV Hönebachs Torjäger, hier am Ball, als E- und D-Junior bei Rot-Weiß Erfurt. Foto: Walger

Hönebach. Der ESV Hönebach führt mit fünf Punkten Vorsprung die Tabelle der Fußball-Kreisliga A 2 an und kann den in zwei Nachholpartien noch auf elf Zähler ausbauen.

Das hat er auch Marcel Katzmann zu verdanken. Denn der erzielte in den 14 Saisonspielen schon 20 Treffer. „Ich gehe stark davon aus, dass wir aufsteigen“, redet der Stürmer nicht lange um den heißen Brei herum. 13 Siege und ein Unentschieden gab es bisher. Das Remis, ausgerechnet bei Schlusslicht Burghaun II, habe sich allerdings angefühlt wie eine Niederlage.

Wenn sich die Hönebacher mal schwer tun, dann meist gegen eher schwächere Teams. „Manche denken vielleicht, das klappt auch, wenn wir nur 70, 80 Prozent unserer Leistung bringen“, sagt er. Manche? „Ja, mir geht das, ehrlich gesagt, auch so“, räumt Marcel Katzmann ein.

In seinem noch jungen Fußballer-Leben ist es bei dem 21-Jährigen bislang fast nur bergauf gegangen. Durch seinen Vater Mario Katzmann, in den Neunzigern langjähriger Landesliga-Spieler des ESV Hönebach, ist er zum Kicken gekommen. Die Zeit als E- und D-Junior erlebte er bei Rot-Weiß Erfurt. Weil er für das dortige Sportinernat noch zu jung war und der Aufwand - viermal pro Woche eine Stunde hin und eine Stunde zurück zum Training fahren - sehr groß war, wechselte er dann nach Hönebach. Nachdem er mit 17 Jahren von seinem damaligen Trainer Frank Hauck gegen den SV Rotenburg II eingewechselt worden war, gehörte er, wenn er nicht verletzt war, fortan stets zur Anfangsformation. „Von ihm habe ich das nötige Vertrauen bekommen, unter ihm habe ich Fuß gefasst in der Mannschaft“, sagt Marcel Katzmann. Unter seinem nächsten Coach Benny Tröger habe er sich vor allem in taktischer Hinsicht entwickelt, sagt er. Das technische Rüstzeug hat er schon in Erfurt bekommen. Nun wird er sich nach Trögers kürzlichem Rücktritt auf Tino Jäger einstellen müssen.

Unter Frank Hauck hat Marcel Katzmann im vergangenen Frühjahr seinen einzigen sportlichen Rückschlag erlebt, den Abstieg aus der Kreisoberliga. Nichts ging mehr nach der Winterpause, einer Niederlage folgte die nächste. Und der Druck auf den jungen Stürmer wuchs von Woche zu Woche. Er sollte die nötigen Tore zum Klassenerhalt liefern. Doch es wurden nur halb so viele wie in der Vorserie, auch weil es weniger verwertbare Vorlagen gab. Mitten drin in der Abwärtsspirale musste er erkennen, dass ein Torjäger Selbstvertrauen braucht, um erfolgreich zu sein. „Wenn es gut läuft, treffe ich in jedem Spiel.“ Im Frühjahr 2015 lief es gar nicht gut. Der Unterschied zwischen damals und heute: Er hat wieder Tim Schwarz an seiner Seite, der im Sommer von der SG Mühlbach/Raboldshausen zurückgekommen ist. Der weiß nämlich auch, wo das Tor steht. „Jetzt kann sich die gegnerische Abwehr nicht nur auf mich konzentrieren. Er entlastet mich“, sagt Marcel Katzmann. Auch Marius Zilch, der aus Ronshausen kam und die Außenbahnen beackert, habe das Niveau angehoben. „Wir sind stärker als in der letzten Saison.“ Jetzt heiße es, auch im Training mehr Gas zu geben als vor Jahresfrist.

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