Fußball-Kreisoberliga HEF-ROF

Meister ESV Hönebach trat am homogensten auf

+
Marcel Katzmanns Treffer wird Aufsteiger ESV Hönebach auch in der Gruppenliga brauchen: Hier nimmt der ESV-Torjäger den Ball vor Weiterodes Vincent Bernt an, der ihn eng markiert.

Die Rückkehr in die Gruppenliga ist nach 16 Jahren geglückt. Dass die Hönebacher das geschafft haben, ist für Trainer Tino Jäger ein Triumph des Kollektivs. 

VON THOMAS WALGER

Hönebach – „Das war heute nur der letzte Akt“, sagte Trainer Tino Jäger, als nach dem außerordentlichen hessischen Verbandstag feststand, dass der ESV Hönebach als Meister der Fußball-Kreisoberliga in die Gruppenliga aufsteigt. Zuvor hatten die Funktionäre entschieden, dass die Saison wegen der Corona-Pandemie abgebrochen wird und es Auf-, aber keine Absteiger gibt (wir berichteten).

Alle anderen Voraussetzungen für diesen Triumph wurden nicht am grünen Tisch, sondern auf dem grünen Rasen geschaffen. Und auf dem hatte der ESV überzeugt. Von den 18 ausgetragenen Punktspielen gewann die Jäger Elf 15. Ein Remis gab es: das Derby gegen die SG Wildeck endete 2:2. Und nur die FSG Bebra brachte das Kunststück fertig, den frisch gekürten Meister zu bezwingen – sogar gleich zweimal.

Als hartnäckigster Rivaleder Hönebacher im Titelkampf aber erwies sich die SG Feststpielstadt/SpVgg./SVA Hersfeld. Ihre fünf Punkte Rückstand sind nämlich gar nicht so deutlich, wie sie auf den ersten Blick scheinen. Denn im einzigen direkten Aufeinandertrefen am 8. September führten die Hersfelder nach 82 Minuten 2:1. Hätten sie das Spiel gewonnen, dann hätten sie nun mit einem Zähler die Nase vorne gehabt. Doch Hönebachs Marcel Katzman drehte das Match noch mit seinem Doppelschlag in der Schlussphase.

Der ESV-Torjäger erzielte 20 der 61 Saisontore seines Teams, und doch ist er für seinen Coach Tino Jäger nur ein Aufstiegsheld unter vielen. „Ich definiere meine Mannschaft nicht über die Einzelspieler. Die Hersfelder haben fünf, sechs bessere Individualisten, aber am Anfang der Saison haben sie als Team nicht so gut funktioniert wir wir. Wir waren am homogensten“, sagt Tino Jäger.

Er betont den guten Charakter seiner Spieler: „Sie haben im Training hart gearbeitet und das an den Wochenenden in den 90 Spielminuten noch einmal gemacht. Sein Fazit: „Sie haben sich den Meistertitel verdient.“

Schade sei nur, dass sie den Glücksmoment, es geschafft zu haben, nicht im verschwitzten Trikot erleben konnten. „Dann hätte man am Tag X noch auf dem Platz die Korken knallen lassen können. Doch so musste die Feier erst einmal aufgeschoben werden. Dass zurzeit dabei Corona-Beschränkungen zu beachten seien, wird auch beim ESV akzeptiert. „Anders geht es eben nicht“, sagt Tino Jäger.

Die manschaftliche Geschlossenheit sieht er als letztlich entscheidend für den Aufstieg an. „Meine junge Mannschaft ist in den letzten drei, vier Jahren nach dem Aufstieg aus der A-Liga Stück für Stück vorangekommen, sie hat sich weiterentwickelt, sagt der Trainer. Dass jetzt der große Wurf gelang, sei ja keine Überraschung. Schon in den Serien zuvor habe der ESV immer vorne mitgemischt. „Dass die Jungs jetzt so viele Punkte geholt haben, ist aber einfach sensationell“, freut sich der Meistermacher.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.