Fußball-Kreisoberliga HEF-ROF

Die neuen Heinebacher Asse stachen nicht mehr

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Kein Ungar mehr bei der SG Heinebach/Osterbach: Auch Janos Gal, hier am Ball, geht. 

Das zweite Jahr in der neuen Liga ist für einen Aufsteiger schwerer als das erste. Diese alte Fußballweisheit traf  auf den Kreisoberligisten SG Heinebach/Osterbach zu.

VON THOMAS BECKER

Dank des vom Verbandstag beschlossenen Abbruch-Szenarios bleibt den Alheimern der Gang in die A-Liga aber erspart. 13 Punkte in 17 Spielen bedeuten am Ende Rang 14. Und das wäre unter normalen Voraussetzungen ein Abstiegsplatz gewesen.

„Es lief nach der ersten Saison nicht mehr so gut. Mehrere Faktoren spielten dabei eine Rolle“, sagt Andreas Möller, der Sportliche Leiter der SG. Szabolcs Szaraz und Janos Gal, die Anfang 2019 von der SG Beiseförth/Malsfeld zu den Alheimern gestoßen waren, entwickelten sich damals auf Anhieb zu Erfolgsgaranten. Doch in der Runde 2019/20 stachen die ungarischen Asse nicht mehr so gut. Die Gegner hatten sich besser auf sie eingestellt.

Und so folgte einem erfolgreichen Saisonstart im August – in den ersten fünf Spielen sammelte die Elf acht Punkte - eine lange Durststrecke. Die endete im Oktober mit dem Rücktritt von Trainer Martin Köthe.

„80 Prozent Verletzungspech und 20 Prozent Unruhe im Team waren ausschlaggebend für die Misere“, sagt Möller rückblickend. Die Leistungsträger Artur Penner, Dominic Krause, Meik Villa und Stefan Winter, der sich künftig als Jugendleiter verstärkt um den Nachwuchs kümmern wird, fielen verletzt aus. Hinzu kam, dass man in dieser Zeit fünf Keeper verschlissen hatte.

Sascha Aubel, Trainer des Reserveteams, übernahm das Ruder - und das recht erfolgreich. In drei Spielen stand er bis zur Winterpause noch an der Linie. Es gab einen Sieg und zwei Unentschieden. Hoffnungsvoll ging Aubel ins neue Jahr, als nach vier positiv verlaufenen Testspielen das Corona-Virus die angestrebte Aufholjagd gar nicht erst beginnen ließ.

„Sascha musste das alles ausbaden, hat aber die angestrebte Wende geschafft. Dann hat er jedoch für sich festgestellt, dass nun frischer Wind reinkommen muss, und so hat er den Weg frei gemacht für unseren zukünftigen Trainer Andreas Kurz“, beschreibt Andreas Möller die aktuelle Lage.

Möller kündigt an, man werde sich nicht nur im Vorstand neu aufstellen. Er selbst werde Geschäftsführer, Marco Steinbach werde den Vorsitz von Holger Bachmann übernehmen. Auch im sportlichen Bereich will die SG neue Wege gehen. Man will wieder verstärkt auf die eigene Jugend bauen und Eigengewächse, die Alheim verlassen haben, zurückholen.

In Absprache mit Trainer Kurz arbeite man daran, dass in Heinebach wieder Heinebacher Fußballer auf dem Platz stehen, sagt Möller - auch wenn das schwer werde. Die Klassenzugehörigkeit sei dabei zwar zweitrangig. Trotzdem gelte es, mit den vorhandenen Mitteln die Kreisoberliga möglichst zu halten.

Doch das dürfte angesichts der elf Stammkräfte, die die Alheimer verlassen haben, sehr schwer werden. Denn Bastian Stöcker, Miguel Garcia Fuentes, Meik Villa, Tizian Fernandes, Artur Penner, Alexander Denkovic, Fabio Witzke, Szabolcs Szaraz, Marton Labath, Janos Gal und Andre Raabe haben sich einen neuen Verein gesucht.

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