Handball-Bezirksliga A 1: Spielertrainer Alexander Fischer vor dem Gipfeltreffen im HNA-Interview

MSG nimmt Platz 1 ins Visier

Alexander Fischer in Jubelpose: So würden ihn seine Mitspieler auch gerne am Sonntag sehen. Allerdings möglichst im Trikot. Foto: Henkel

Bebra. Ein attraktiveres Duell ist in der Handball-Bezirksliga A 1 der Männer derzeit nicht denkbar: Am Sonntag um 17.30 Uhr empfängt der Tabellenzweite MSG Bebra/Lispenhausen (14:4 Punkte) in der Bebraer Großsporthalle den Spitzenreiter HSG Jestädt/Grebendorf (15:3). Wir haben im Vorfeld dieses Gipfeltreffens mit MSG-Spielertrainer Alexander Fischer gesprochen.

Herr Fischer, fiebern Ihre Spieler dem Gipfeltreffen schon entgegen? Alexander Fischer: Die Jungs sind sehr, sehr motiviert, sie sind sehr heiß. Aber der Gegner auch. Das kann man alles bei Facebook nachlesen. Meine Spieler haben ihre Facebook-Freunde aufgefordert, in die Halle zu kommen.

Es winkt der Sprung an die Spitze. Wie wichtig wäre es, im Januar von Rang eins aus in die Rückrunde zu starten? Fischer: Für das Selbstbewusstsein wäre das schon wichtig.

Aber es gibt keinen Erfolgsdruck, weder von Vereinsseite, noch von mir. Die Spieler wollen sich aber selbst belohnen für ihre tolle Hinserie. Sollten wir nicht gewinnen, dann ist das eben so. Dann geht die Welt nicht unter.

Jestädt/Grebendorf hat bei den Kellerkindern Eschwege und Elfershausen jeweils nur mit einem Tor gewonnen und auch seine drei Minuspunkte in fremden Hallen bekommen. Besonders auswärtsstark scheint die HSG nicht zu sein... Fischer: Ich weiß nicht, ob die da immer in ihrer besten Formation angetreten sind. Ihr Halblinker Hendrik Stelzner zum Beispiel ist wohl nicht immer dabei. Er hat Landesliga-Erfahrung, ist schnell und trickreich. Aber ich bin sicher, nach Bebra kommen sie in Bestbesetzung.

Wer ist am Sonntag Favorit? Fischer: Einen Favoriten sehe ich nicht. Dieses Spiel ist völlig offen. Aber wir spielen zu Hause, wir wollen gewinnen, und wir haben Chancen auf einen Sieg.

Die HSG hat bisher die meisten Tore in der Liga erzielt. Aber sie hat erstaunlicherweise auch die drittmeisten Gegentreffer bekommen. Fischer: Das hat keine große Bedeutung. In so einem Spiel werden sie in der Abwehr einen Schritt mehr machen als sonst.

Wie ist die HSG zu knacken? Fischer: Indem wir wie in der ersten Halbzeit in Eschwege unser konstruktives Angriffsspiel durchziehen. Hinten müssen wir aggressiv und ballorientiert arbeiten. Dann muss es schnell nach vorne gehen.

Welche Spieler sind beim Gegner zu beachten? Fischer: Neben Hendrik Selzner auf jeden Fall noch der Mittelmann Mike Schneider, auch wenn der schon über 40 ist.

Kann die MSG in Bestbesetzung antreten? Fischer: Bei Jan Seese, der einen Schlag aufs Knie bekommen hat, sehe ich noch ein Fragezeichen. Philipp Bohnsack muss arbeiten.

Sie haben die Mannschaft vor knapp einem Jahr übernommen, als sie am Boden lag. Wie zufrieden sind Sie mit der Entwicklung seither? Fischer: Sehr zufrieden, das ist eine Drehung um 180 Grad. Die Mannschaft hat ein ganz anderes Selbstbewusstsein, glaubt wieder an sich, ist hoch motiviert. Sie hat meine Vorstellung vom Handball verinnerlicht. Und auch das Umfeld verspürt wieder Lust auf Handball.

Sind Sie eigentlich ein ehrgeiziger Trainer? Fischer: Oh ja, das kann man so sagen. Ich habe sogar einen Hang zum Perfektionismus. Am liebsten würde ich nichts dem Zufall überlassen und alles kontrollieren. Ich gebe immer Vollgas, im Training und im Spiel. Daran können sich gerade unsere vielen jungen Spieler orientieren.

Nennen Sie mir doch bitte mal zwei Gründe, warum die MSG in die Bezirksoberliga gehört. Fischer: Eines Tages gehört die MSG bestimmt in die Bezirksoberliga. Ich möchte dieser Mannschaft aber auch gerne ein bisschen Zeit geben. Wenn es mit dem Aufstieg schon in dieser Saison klappt, ist das schön. Wenn nicht, macht das auch nichts.

Von Thomas Walger

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