SG Rotenburg/Lispenhausen schnappt sich vor SG Meck./M./R. den Pott

+
Er trägt wieder das Trikot der SG Rotenburg/Lispenhausen und hat mit ihr gleich einen Titel geholt: Steffen Kanngießer, der sich hier mit einem Rückzieher den Weg zum Kasten der SG Cornberg/Rockensüß zu ebnen versucht.

Bebra. Der Kreisoberligist gewinnt das Finale gegen Mecklar/Meckbach/Reilos und wird erster Futsalmeister des Kreises Hersfeld-Rotenburg.

Es läuft die vierte Minute im Endspiel um die erste Futsal-Hallenkreismeisterschaft zwischen der SG Rotenburg/Lispenhausen und der SG Mecklar/Meckbach/Reilos: Steffen Kanngießer setzt sich auf der linken Seite durch, zieht ab, und die Kugel schlägt unhaltbar zum 1:0 im langen Eck ein. Auch wenn es am Ende denkbar knapp und kaum an Spannung noch zu überbieten war, bedeutete dies schon die Entscheidung zugunsten der Rotenburger.

Im Schlussakkord setzte der A-Ligist noch einmal alles auf eine Karte, doch Alexander Blum scheiterte mit einem Zehnmeterstrafstoß, und André Denkes Versuch mit der Hacke wurde von Marcel Möller noch von der Linie gekratzt. „Wir haben heute als Team gewonnen. Am Ende haben wir alles richtig gemacht. Jeder hat für jeden gekämpft“, zeigte sich Kanngießer, der als Torschützenkönig einen großen Anteil am Erfolg seines Teams hatte, hoch erfreut nach dem Titelgewinn. Da Trainer André Köthe nicht vor Ort war, nahm man als Mannschaft alles selber in die Hand. „Ich war überrascht, wie gut wir in der Halle mitgehalten haben. Unsere Qualität ist durch die Neuzugänge gestiegen“, war Coach Wolfgang Deneke vom Vizemeister Mecklar/Meckbach/Reilos keineswegs enttäuscht. Sowohl Kanngießer als auch Deneke befürworteten die fast körperlose, technisch anspruchsvollere und schnellere Futsal-Variante.

Steiniger Weg

Der Weg ins Finale war für beide Teams eher steinig. Rotenburg benötigte im Nachbarschaftsduell gegen die SG Heinebach ebenso das Sechsmeterschießen wie auch die Ludwigsauer, die den TSV Herfa mit 3:1 vom Punkt besiegten. Im Spiel um Platz drei gerieten die Alheimer durch einen Doppelschlag von Marco Rudolph und Florian Zöll schnell in Rückstand. Zu mehr als Bastian Stöckers Anschlusstreffer reichte es dann nicht mehr. Auf der Gegenseite verhinderte der Pfosten bei Zölls Schuss die vorzeitige Entscheidung.

Obwohl Herfa und Heinebach in der Gruppe zwei die Zwischenrunde ohne Niederlage überstanden, blieb es bis zum Schluss spannend. Während der TSV die Finalteilnahme relativ früh gebucht hatte, musste Heinebach in der letzten Partie gegen die SG Hessen/SpVgg. lange zittern, bis das 1:0 durch Bastian Stöcker unter Dach und Fach war. Das Team von Andreas Schmier war dank des besseren Torverhältnisses gegenüber der SG Wildeck als Letzter auf den Zug Richtung Zwischenrunde aufgesprungen und hätte bei einem Sieg die Mannschaft von Uwe Stückrath noch abfangen können. Für den TSV Kerspenhausen blieb es bei einem Dreier gegen den punktlosen ESV Hönebach. In der Staffel eins musste der FSV Hohe Luft, der in der Vorrunde einen starken Eindruck hinterlassen hatte, frühzeitig die Segel streichen.

Nicht clever

„Meiner Elf hat die Cleverness gefehlt, was man auch in der Serie merkt“, so Coach Martin Hess zum Abschneiden des FSV am Endrundentag. Die SG Conberg/Rockensüß und die SG Ausbach/Friedewald konnten die Erkenntnis mitnehmen, zumindest den Meister und Vizemeister in den Eröffnungsduellen mit einem Remis ein wenig geärgert zu haben.

Von Thomas Becker

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.