SG Rotenburg/Lispenhausen verliert den Final-Krimi 

Er ließ sich vom Fuß des Aulatalers nicht stoppen: Sven Wrzos fühlt sich unterm Hallendach offenbar wohl. Er kam mit seinen Kollegen von der SG Rotenburg/Lispenhausen in Obersuhl eine Woche nach dem Gewinn des Kreistitels auf den zweiten Rang. Foto: Walger

Hallenfußball in Wildeck-Obersuhl: Der Raiffeisencup bleibt nach Achtmeterschießen vorerst in Thüringen.

Mit der SG Gerstungen/Vitzeroda ist bei Hallenfußball-Turnieren immer zu rechnen. So auch am Sonntag in Obersuhl bei der 30. Auflage des Raiffeisencups des ESV Hönebach.

Allerdings war ein wenig Glück im Spiel bei der Titelverteidigung der Thüringer. In dem Endspiel-Krimi gegen Futsal-Kreismeister SG Rotenburg/Lispenhausen fiel die Entscheidung erst im Achtmeterschießen, das 4:2 ausging.

In der regulären Spielzeit war den Akteuren auf beiden Seiten anzumerken, dass sie einen langen Turniertag in den Beinen hatten. Nach der Führung durch Paul Rudloff investierten die Rotenburger mehr, wollten den Ausgleich erzwingen, was auch mit einem Kabinettstückchen gelang: Sven Wrzos, der den verhinderten Trainer André Köthe vertrat, flankte in den Strafraum, Christian Orth traf per Kopf ins Dreieck.

Im danach notwendig gewordenen Shootout verwandelte Gerstungens Urgestein Marcel Hub den entscheidenden Achtmeter.

„Wir haben heute etwas zu schludrig gespielt und uns teilweise das Leben selbst schwer gemacht“, fasste der Siegtorschütze die Leistung seines Teams zusammen. In der Tat gerieten die Thüringer in fast jedem Spiel in Rückstand, fanden aber immer wieder in die Erfolgsspur zurück.

„Uns hat am Ende die Kraft gefehlt, um unseren Erfolg vom letzten Wochenende bei den Hallen-Kreismeisterschaften zu bestätigen“, waren sich Sven Wrzos und Steffen Kanngießer nach der Final-Niederlage einig. Beide vertraten die Auffassung, dass es ihnen besser gelegen hätte, wenn das Turnier nach den Futsal-Regeln gespielt worden wäre.

Auf dem dritten Platz landete die SG Nentershausen/Weißenhasel/Solz. Marius Franz mit zwei Treffern und Philip Schmidt mit einem Tor sorgten für das 3:0 im kleinen Finale gegen das Überraschungsteam des VfB Heringen.

Der hatte sich in einer spannungsgeladenen Vorrunde mit einem 1:0 im letzten Gruppenspiel gegen den FSV Leimbach trotz eines negativen Torverhältnisses für das Halbfinale qualifiziert. VfB-Spielertrainer Michael Stang. sprach von einer geschlossenen Mannschaftsleistung mit spielerischen Defiziten.

Im ersten Halbfinale hatten die Heringer auch eine Unterzahl gegen die Rotenburger schadlos überstanden. Immer wieder stand dem Kreisoberligisten der glänzend aufgelegte Torwart Michael Stang im Wege. Erst im Achtmeterschießen setzten sich Kanngießer und Co. durch.

„Wir hätten das Spiel niemals verlieren dürfen und hätten eigentlich schon 3:0 führen müssen“, ärgerte sich Michael Mangold nach der 1:3-Halbfinalniederlage gegen Gerstungen. Er hatte in Obersuhl Frank Hauck, den Trainer der SG Nentershausen/Weißenhasel/Solz, vertreten.

Marius Franz, der mit acht Treffen wesentlichen Anteil am guten Abschneiden der SG hatte, gelang das schnelle 1:0. Doch das Team verpasste es, nachzulegen. Das bestraften die Thüringer. Max Golle, Christian Fiedler und Philip Kutza drehten die Partie.

Von Thomas Becker

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