Schalke 04 gewinnt den Sonnenhof-Junioren-Cup der SG Wildeck in Obersuhl

Auf dem Weg zum Turniersieg: Die Schalker ließen sich auch vom VfL Wolfsburg nicht aufhalten. Foto: Walger

Obersuhl. Ohne zu übertreiben: Die sechste Auflage des Sonnenhof-Junioren-Cups der SG Wildeck in der Obersuhler Großsporthalle bot Nachwuchsfußball vom Feinsten und hatte im FC Schalke 04, der erstmals teilnahm, einen würdigen Sieger.

Allerdings benötigten die Knappen gegen RB Leipzig ein Achtmeterschießen, um den Wanderpokal von Organisator und Bürgermeister Alexander Wirth, Landrat Dr. Michael Koch und Hauptsponsorin Anette Leiter in Empfang zu nehmen.

Hatten die Blau-Weißen am Vortag ihre Vorrundengruppe klar dominiert, starteten sie am Sonntag dann in der Endrunde mit einem 3:3 gegen Wolfsburg, fanden dann aber ihren Rhythmus und mussten nur im Halbfinale zittern, wo ein Tor von Aaron Kloth gegen Mainz 05 zum Einzug ins Endspiel reichte. Leipzig hatte sich im zweiten Halbfinale gegen Hertha BSC klar mit 4:0 durchgesetzt.

Spannendes Finale

Harte Bandagen: Je weiter das Turnier fortschritt, desto härter wurden auch die Spiele. Hier trägt der Mainzer Trainer einen angeschlagenen Spieler vom Feld. Foto: Walger

Das Finale war dann an Spannung kaum noch zu überbieten. Leipzigs Silas Prüfrock, der als Torwart und Spieler glänzte und zum besten Akteur der Endrunde gewählt wurde, prüfte als mitspielender Keeper bereits nach wenigen Sekunden sein Gegenüber Yusufu Faaris. Auf der Gegenseite schlug Giovanni Ukowa zur Schalker Führung zu. Er sicherte sich die Torjägerkanone. Leipzig hielt dagegen, und Tim Köhler glich im zweiten Versuch aus. Ein gelungener Heber von Arne Wessels - die Übersicht war eine Augenweite - bedeutete die erneute Führung der Gelsenkirchener. RB setzte nun alles auf eine Karte und wurde mit dem Ausgleich durch Sammy Mohammed belohnt. Die Entscheidung vom Punkt führte dann der Kleinste der Knappen herbei. Max Grüger wurde nach dem sechsten Achtmeter zum 5:3 fast von seinen Spielerkollegen erdrückt. „Alles gut“, war der kurze und knappe Kommentar von Schalkes Trainer Frank Naß nach dem Finale.

Im Spiel um Platz drei setzte sich Hertha BSC nach einem Treffer von Konstantin Perasevic gegen Mainz 05 durch. Die Hauptstädter, erstmals beim Turnier am Start, hatten mit Moritz Conrad den besten Torhüter in ihren Reihen und mit Bence Dardai auch den jüngsten Sohn von Hertha-Trainer Pal Dardai. Bence schoss sieben Tore.

2016 wohl Neuauflage

Vorjahressieger FSV Frankfurt blieb nach einem klaren 7:0 gegen Wisla Krakau nur Platz sieben hinter dem Hamburger SV, der das Spiel um Platz fünf gegen den etablierten VfL Wolfsburg mit 6:7 nach Achtmeterschießen verlor. Für Werder Bremen, Eintracht Frankfurt, 1. FC Kaiserslautern und TuS Makkabi Frankfurt blieben nur die Plätze neun bis zwölf. Alle dürfen sich wohl auf eine Neuauflage 2016 freuen, wie „Macher“ Alexander Wirth nach dem mittlerweile weit über die Region hinaus bekannten Turnier verlauten ließ.

Erwartungsgemäß war für die heimischen Teams JFV Ulfetal, ESV Gerstungen, JSG Hohenroda, JSG Herleshausen/Nesselröden/Ulfegrund, JSG Rotenburg/Braach, SG Wildeck, FSG Bebra und JFV Aulatal beim Sonnenhof-Junioren-Cup der SG Wildeck nichts zu holen. Es blieb in der Vorrunde bei Achtungserfolgen und natürlich einigen Erfolgserlebnissen einzelner Akteure.

So wie Nils Edling vom ESV Gerstungen, der seine Elf gegen den FSV Frankfurt zweimal in Führung schoss - der FSV gewann aber 5:2. Marcel Berger von der JSG Herleshausen/Nesselröden/Ulfegrund gelang gegen den VfL Wolfsburg der Ehrentreffer zum 1:6. Großer Jubel brandete beim ersten Auftritt der Gastgeber auf, als Niklas Kerst gegen den SV Werder Bremen der Führungstreffer gelang. Die Nordlichter rückten das aber gleich wieder gerade und siegten 7:1.

Gegen TuS Makkabi Frankfurt war beim 1:2, nach dem 1:0 durch Leonard Weber, durchaus mehr drin. Außerdem ärgerte Paul Krämer mit seinem Führungstreffer den späteren Turniersieger Schalke 04, auch wenn es am Ende 1:5 hieß. Krämer, Weber (2) und Marcio Mangold sorgten beim 4:0 gegen die JSG Rotenburg/Braach dann für das einzige Erfolgserlebnis der Heimelf.

Die starken Keeper Luis Link und Paul Dickmann ließen in der Vorrunde nur 14 Treffer zu und hatten damit großen Anteil daran, dass man bestes Regionalteam wurde. Auch wenn sich die einzelnen Mannschaften zuweilen einer wahren Trefferflut ergeben mussten - in 40 Vorrundenspielen fielen 262 Tore - tat dies der Stimmung keinen Abbruch. Nicht viele Spieler können gegen solch etablierte Teams spielen.

Von Thomas Becker

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