Richelsdorfer Pfingst-Reitturnier

Smitz und Reznicek gewinnen S-Springen

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Er sorgte bei den S-Springen in Richelsdorf für Furore: Der Tscheche Martin Reznicek RFV Nidda und Umgebung, hier auf Chanya. 

Aus drei Springen der schweren Kategorie S bestand die Große Tour beim Pfingst-Reitturnier des RFV Richelsdorf. Die ersten beiden dienten der Qualifikation zum Finale.

VON THOMAS WALGER

Den ersten beiden dieser Prüfungen drückte ein Trio seinen Stempel auf: der Tscheche Martin Reznicek vom RFV Nidda und Umgebung, Dieter Smitz von der TG Schaumburg und Inga Czwalina vom Fehmarnschen Ringreiterverein.

Beim Auftakt der Großen Tour, einem S*-Springen, trumpfte Martin Reznicek auf Clintin groß auf. Sie blieben wie 15 andere Paare fehlerfrei, ließen sie mit ihrer Zeit von 59,96 Sekunden allerdings deutlich hinter sich. Inga Czwalina wurde auf Armata in 61,27 sek Zweite vor Dieter Smitz mit Cellato (61,57 sek).

Die beiden Richelsdorfer Starter schafften es noch in die Top Ten: Steffen Montag kam mit Clarissa auf Rang neun (65,48 sek), Amke Stroman mit Duncan auf Platz zehn (65,80 sek).

Peter Kohrock war beeindruckt von der Vorstellung des Siegers aus Tschechien. „Er hat tolle Pferde und wird heute wohl wieder gewinnen“, sagte er vor dem Zwei-Phasen-S**-Springen am Samstag. Mit dieser Einschätzung lag der Richelsdorfer Turnierchef ziemlich gut, aber nicht ganz richtig. Und das lag an Dieter Smitz. Als Zehnter ritt er auf Cellato ein. Als sie auch die zweifache Kombination gemeistert hatten, war die erste Phase fehlerfrei und in der erlaubten Zeit geschafft. Die Uhr sprang zurück auf Null, Smitz beschleunigte und startete mit hohem Tempo in die zweite Phase. Auch in dieser blieben für ihn und Cellato alle Stangen liegen. Die erste Nullrunde war da, und die Konkurrenten wussten nun, dass sie sich sputen mussten, wenn sie Smitz’ 37,74 Sekunden unterbieten wollten.

Der nächste Starter war Martin Reznicek - allerdings nicht auf Clintin, seinem Siegpferd vom Vortag, sondern auf Chanya. Das hielt den Tschechen aber nicht davon ab, Smitz’ Bestzeit anzugreifen. Rasant und mit kurzen Wendungen ließ Reznicek die zweite Phase hinter sich. Doch es reichte trotzdem nicht - Smitz blieb mit sieben Hundertsteln Vorsprung Erster.

Nur noch einmal geriet sein Sieg danach wirklich in Gefahr, als Inga Czwalina auf Armata ins Geschehen eingriff. Auch sie blieb fehlerfrei, aber sie war 1,42 Sekunden langamer als Smitz. 1,35 sek fehlten ihr auf Reznicek. So musste sich die Amazone von der Ostseeinsel mit Rang drei begnügen.

Eine kapitalen Fehlstart in dieses Zwei-Phasen-Springen erwischten die beiden Lokalmatadoren vom RFV Richelsdorf. Steffen Montag riss auf Clarissa ebenso gleich das allererste Hinderniss wie seine Klubkollegin Amke Stroman auf ihrem Erfolgspferd Forchello.

Doch beide hatten ja noch eine zweite Chance. Und diese nutzten sie. Steffen Montag mit Corano und Amke Stroman mit Grande setzten nicht alles auf eine Karte. Eine kluge Entscheidung, denn so konnten sich Montag über Rang vier und Stroman über Platz fünf freuen und beide noch ein feines Preisgeld einstreichen.

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