Handball-Landesliga

Solide Deckung  Grundlage für Erfolg der TG Rotenburg bei der TSG Dittershausen

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Ein Blick, ein Wurf, ein Tor: Michelle Horn hätte nichts dagegen, wenn es in diesem Dreiklang für sie und ihre TGR-Teamkolleginnen am Sonntag in Dörnhagen weiterginge.

Nach dem 31:29-Triumph über den Tabellenzweiten geht es für die Landesliga-Handballerinnen der TG Rotenburg am Sonntag in der Sporthalle von Dörnhagen weiter.

VON THOMAS WALGER

Rotenburg – Um 15.30 Uhr trifft sie dort auf die TSG Dittershausen, die als Tabellenzehnter mit 10:16 Punkten unmittelbar hinter der TGR (11:13 Zähler) liegt.

Was auf den ersten Blick nach einer gar nicht so großen Herausforderung für das Team von TGR-Trainer Sebastian Jaschinski aussieht, stellt sich bei genauerem Hinsehen ganz anders dar.

Denn die TSG Dittershausen ist heimstark. Sie hat in eigener Halle Spitzenreiter Fritzlar die bislang einzige Saisonniederlage beigebracht. Und sie hat erst am vergangenen Samstag beim 27:18 über den Tabellenvierten HSG Wesertal demonstriert, was sie zu leisten imstande ist.

„Was ihre Ergebnisse angeht, machen sie einen sehr gefestigten Eindruck“, findet auch Sebastian Jaschinski, „wir sind jedenfalls gewarnt.“ Er weiß, dass seine TGR am Sonntag die große Chance hat, sich mit einem Sieg ein gutes Stück von der Abstiegszone abzusetzen und auch den unmittelbaren Tabellennachbarn auf Distanz zu bringen. Noch steht ja nicht fest, wie viele Absteiger es am Ende geben wird.

Sich schnell ins gesicherte Mittelfeld vorzuarbeiten, ist allerdings gar nicht möglich. Denn es geht sehr eng zu in dieser Tabellenregion. Den Neunten Dittershausen und den Vierten Wollrode trennen gerade mal sechs Punkte.

Zunächst einmal baut der TGR-Coach darauf, dass mit dem jüngsten Erfolgserlebnis das Selbstvertrauen seiner Spielerinnen weiter wächst. „Sie haben sich oft zu wenig zugetraut“, bedauert er. Aber auch der Gegner hat allen Grund, selbstbewusst in sein Heimspiel zu gehen.

„Wenn es bei den Dittershäuserinnen gut klappt, können sie einen mentalen Lauf bekommen, dann wird es gefährlich“, sagt Sebastian Jaschinski und führt als bestes Beispiel die Distanzschützin Kathrin Kördel an: „Wenn sie zwei-, dreimal den Ball reingenagelt hat, dann hört sie nicht auf zu treffen. Dann könnte sie sogar einen Toast werfen, der würde auch reingehen.“

Da die Dittershäuserinnen nicht die Längsten seien, gelte es, aus der Distanz sauber über ihren Block zu werfen. Das würde dann auch für mehr Platz am Kreis sorgen. „Aber erst einmal müssen wir eine sehr solide Deckung hinstellen. Das hat im Hinspiel sehr gut funktioniert, da konnten wir viele Tempogegenstöße laufen“, sagt der Trainer der TGR-Frauen.

Er kann vermutlich seine beste Besetzung aufbieten. Gina Groth rückt wieder in den Kader. Wegen einer Erkältung hat allerdings Anette Lusky das Dienstag-Training verpasst. Sebastian Jaschinski hofft sehr, dass sie am Sonntag wieder einsatzfähig sein wird. Das Team wird sie und ihre Tore brauchen.

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