Was ist denn da los? Absagen und Rückzüge bereiten TSG Wilhelmshöhe Probleme

Marc Rosch

Kassel. Eigentlich sollten die Serienspiele der heimischen Fußballjugend bis zum 11. Juni abgeschlossen sein. So weit die Theorie. Die Praxis sieht anders aus.

Zumindest in dieser Saison. Noch immer sind nicht alle Entscheidungen gefallen. Wie aber kamen die Ligen in Verzug, und wie wirkt dieser sich schließlich aus?

Wilhelmshöhe ist stark betroffen


Betroffen von den Problemen ist beispielsweise die TSG Wilhelmshöhe. Ihre zweite C-Juniorenmannschaft schloss die Saison in der Kreisklasse erst vor wenigen Tagen ab. Kleiner Trost: Sie wurde Meister. Und im Nachhinein betrachtet gibt sich Trainer Marc Rosch ungeachtet einiger Missliebigkeiten versöhnlich. „Wir haben vor der Winterpause nur drei Spiele absolviert. Das war schon sehr schwierig, weil wir vorbereitet waren und doch kaum zum Einsatz kamen. Nachher war es dann umso schöner für die Mannschaft, weil sie viel spielen konnte. Aber natürlich auch anstrengend.“

So entstand die Terminnot


„Einige Mannschaften haben Spiele abgesagt, andere ganz zurückgezogen“, sagt Rosch. Verständlicherweise habe Klassenleiter Thomas Donner nicht ständig den Spielplan anpassen wollen, sondern zwangsläufig nach hinten verlängert. Zudem sei es im Jugendbereich oft schwer, Ausweichtermine zu finden. Weil es in den Kreisklassen keinen Auf- und Abstieg gibt, ist die Notwendigkeit des frühen Saisonendes nicht gegeben. In den höheren Ligen sieht dies anders aus, und so steht Uli Gerke, Jugendbeauftragter des Hessischen Fußballverbandes für die Region, vor der Herausforderung, noch jetzt Aufstiegsspiele zur Gruppenliga der B-Junioren ansetzen zu müssen. Zu einem früheren Zeitpunkt abgeschlossen sein muss der Spielbetrieb nur dann, wenn ein fußballerisches Großereignis wie die Welt- oder Europameisterschaft ansteht.

Die Tabellen bieten ein schiefes Bild


Einige Tabellen bieten derzeit ein verwirrendes Bild. Es scheint, als hätten viele Mannschaften noch nicht alle Spiele ausgetragen. Dem ist jedoch nicht unbedingt so, denn angesichts vieler Verlegungen und Absagen fällt es den Klassenleitern nicht immer leicht, aktuelle Daten zeitnah einzupflegen.

Die Probleme für Funktionäre


Es scheint also, als bereite der Spielplan eher den Funktionären, die ihn erstellen, Schwierigkeiten. „Die Kinder und Jugendlichen freuen sich über jedes Spiel. Wenn es Probleme gibt, beißen sie sich schon durch“, meint Peter Kirchner, Jugendleiter der TSG Wilhelmshöhe. Und Marc Rosch macht noch einen Vorteil der langen Saison aus: „Die Ferien beginnen diesmal sehr spät. Da wäre der Leerlauf doch am Ende ziemlich lang.“

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