Handball-Landesliga

TG Rotenburg geht mit Sorgen ins Heimspiel gegen VfB Bettenhausen

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Von der Skipiste direkt aufs Hallenparkett: TGR-Kreisläufer Jan-Oliver Holl, der eine ganz starke Saison spielt, hat einen anstrengenden Samstag vor sich. 

Die Landesliga-Handballer der TG Rotenburg dürfen am Samstag ab 17.30 Uhr erneut vor heimischem Publikum ran.

VON THOMAS WALGER

Genau eine Woche nach dem vierten Heimerfolg, dem 30:27 über die TSG Dittershausen, soll nach Möglichkeit gegen den VfB Viktoria Bettenhausen der fünfte folgen.

Die Männer aus dem Kasseler Stadtteil haben 11:19 Punkte auf ihrem Konto und müssen sich noch ernsthafte Sorgen um den Klassenerhalt machen. Für die TGR ist die Situation angesichts von 18:12 Zählern deutlich entspannter.

Diese gute Ausgangssituation hat sich das Team von Trainer Robert Nolte nicht zuletzt in der zweiten Septemberhälfte erarbeitet, als es bei Dittershausen und Bettenhausen gewinnen konnte. Kann in eigener Halle nach Dittershausen nun auch Bettenhausen bezwungen werden, dann könnten in Rotenburg die Planungen für eine weitere Saison in der Landesliga mit Volldampf vorangetrieben werden, so weit wäre die Abstiegszone dann schon entfernt.

Am vergangenen Samstag hat sich die TGR gerade in der ersten Hälfte auch eher wie ein Spitzenteam präsentiert. Robert Noltes Körperprache sagte alles. Als die ersten 30 Minuten abgelaufen waren, klatschte er seinen Jungs kurz Beifall. Dann schaute er zur Anzeigetafel, auf der hell die 15:10-Führung leuchtete, ballte die Faust und entschwand Richtung Kabine. Ob es am morgigen Samstag ähnlich perfekt laufen wird? Rotenburgs Trainer hegt da seine Zweifel. Denn personell sieht es düster aus.

Maurice Reyer wird wegen Kniebschwerden weiterhin fehlen. Und ob ihn Christian Eimer, der auch in der zweiten Mannschaft gebraucht wird, erneut vertreten kann, muss erst noch besprochen werden. Simon Golkowski hatte sich vor Wochenfrist am Rücken verletzt. Sein Einsatz sei ausgeschlossen, sagt Robert Nolte.

Jan-Oliver Holl weilt im Skiurlaub und will am Samstag zum Spiel anreisen. „Nach fünf, sechs Stunden Autofahrt direkt in die Halle, das ist ganz, ganz schwierig“, weiß sein Coach aus Erfahrung.

Außerdem ist Lukas Günther nach seiner Blauen Karte vom vergangenen Samstag gesperrt. Nur gut unter diesen Umständen, dass Petar Cutura wieder dabei ist und auf dem rechten Flügel wirbeln kann.

Robert Nolte hofft, dass auch Gegner Bettenhausen nicht in Bestbesetzung antreten kann. „Wenn die komplett sind, dann haben die eine ganz tolle Truppe“, sagt er. Der Kopf der Mannschaft ist Spielmacher Gordan Suton, der mit 97 Treffern auf Rang fünf der Landesliga-Torjägerliste liegt. Er verfügt über ein großes Wurfrepertoire und harmoniert prächtig mit dem gefährlichen Kreisläufer Daniel Botte.

Erst im Verlauf dieser Saison ist Felix Heckmann vom Oberligisten TSV Vellmar zum VfB gestoßen. Auch der Linkshänder Maximilian Gribner war beim ersten Vergleich gegen die Rotenburger nicht dabei. Er war lange verletzt. Und Torwart Björn Frey brummte gegen die TGR eine Sperre ab.

Ungemach droht der TGR nicht nur aus dem starken Rückraum, sondern auch von den schnellen Außen Igor Schuldes und Maximilian Vaupel. Die sind zudem bei Kontern nur schwer einzufangen.

„Bei unserem ohnehin kleinen Kader wird sich zeigen müssen, ob es für uns am Samstag reichen kann“, sagt Robert Nolte. Seine Taktik wird er erst festlegen, wenn er weiß, welches Gesicht seine Mannschaft genau haben wird. Aber eines weiß er jetzt schon: „Wir müssen uns warm anziehen, und unsere Zuschauer müssen da sein. Wir werden sie brauchen.“

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