Handball-Landesliga Frauen

TG Rotenburg  glänzt gegen TSV Wollrode

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Nach dem Schlusspfiff brach der Jubel im TGR-Lager los: Hier freuen sich (von links) die Rotenburgerinnen Stefanie Krestel, Laura Weidemann, Michelle Horn, Julia Makarova, Alina Hollstein, Luca Mäusgeier (verdeckt) und Marina Denk über den tollen Heimsieg gegen den TSV Wollrode. 

Eine Glanzvorstellung lieferten die Landesliga-Handballerinnen der TG Rotenburg ab.

VON BURGHARD HAUPTMANN

Sie kompensierten den Ausfall ihrer verletzten Torjägerin Anette Lusky und schlugen ihren Gast TSV Wollrode, Vizemeister der Vorsaison, 31:28 (16:13). Es war der zweite Saisonsieg, und der ließ das Team auf Rang acht vorrücken.

Die Gäste begannen mit einer offensiven 5:1-Deckung, was die TG aber nicht davon abhielt, nach zwei Minuten 2:0 zu führen. Auch wenn die Gastgeberinnen bis zur 11. Minute bereits zwei Siebenmeter nicht verwerten konnte, so führten sie nach gut einer Viertelstunde doch 10:5. Zu diesem Zwischenstand leistete Michelle Horn mit ihren vier Treffern einen erheblichen Beitrag.

Durch drei Gegentore in Folge, denen technische Fehler und ausgelassene Chancen vorausgegangen waren, ließ das Team von TGR-Trainer Sebastian Jaschinski seinen favorisierten Gast bis auf 11:8 (20.) herankommen. Doch diese Schwächeperiode war schnell wieder überwunden. Die Rotenburgerinnen stabilisierten sich, bekamen ihre Nerven in den Griff und transportierten so ihren Drei-Tore-Vorsprung bis zum 16:13 Pausenstand.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich die TGR sofort auf der Höhe des Geschehens. Mit drei schnellen Toren baute sie ihren Vorsprung auf sechs Treffer aus und enteilte so bis zur 34. Minute auf 19:13.

Den vor dem Anpfiff so gefürchteten Rückraum der Gäste hatte die TGR mit ihrer robusten und griffigen Abwehrarbeit bis dahin meist recht gut im Griff; Lena Klotzsche brachte es zwar auf zehn Treffer, fünf davon erzielte sie allerdings von der Siebenmetermarke.

Als die TGR die Zügel etwas schleifen ließ und die Gäste auf 24:21 (45.) herangekommen waren, nahm Sebastian Jaschinski eine Auszeit. Die zeigte Wirkung. Es kehrte wieder mehr Ruhe in die Aktionen der Rotenburgerinnen ein. In der 49. Minute führten sie 26:22 (49.).

Dann folgte der Galaauftritt der Stefanie Krestel. Zwischen der 51. und 56. Minute entzauberte sie mit ihren vier Toren den TSV Wollrode vollends. Bei jedem Treffer sprangen ihre Kolleginnen von der Bank auf und rissen die Arme in die Höhe.

Das 30:25 in der 56. Minute konnten die Gäste nicht mehr wetttmachen, auch wenn sie in Überzahl nach der Zeitstrafe gegen TGR-Kreisläuferin Gina Groth noch einmal auf 30:28 (58.) verkürzten. Die starke Yulia Makarova, die in der Schlussphase wie auch Stefanie Krestel in Pressdeckung genommen wurde, setzte mit ihrem siebten Feldtor zum 31:28-Endstand 15 Sekunden vor Ablauf der Spielzeit den Schlusspunkt. Der Rest war Jubel.

Sebastian Jaschinski resümierte: „Es war ein Zitterspiel. Ich bin sehr glücklich, dass die Mädels ihre tolle Leistung von dem Spiel in Großenlüder mit diesem Sieg bestätigen konnten und sich dafür auch belohnt haben.

Simone Larsen-Poulsen, die Sportliche Leiterin der TGR-Frauen, freute sich, dass die Spielerinnen den Ausfall von Anette Lusky mit einer starken Teamleistung aufgefangen haben.

TG Rotenburg: Chorniavska (4 Paraden), Weidemann (12) – Horn (6 Tore), Rollmann (2), Groth, Drewer, Denk (2), Hollstein, Mäusgeier (3), Pippert (2), Niebuhr, Makarova (7), Krestel (9/4) SR:Deis/Kusber ( HSG Landeck/Hauneck); Zuschauer: 60

Nur eine kurze

Schwächeperiode

Stefanie Krestels

Fünf-Minuten-Gala

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