Handball-Landesliga Frauen

TG Rotenburg muss bei Eintracht Baunatal permanent hellwach sein

Hat zur Freude ihres Trainers gegen Fulda zu alter Form zurückgefunden: TGR-Linksaußen Alina Hollstein, die hier den Ball führt. 
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Hat zur Freude ihres Trainers gegen Fulda zu alter Form zurückgefunden: TGR-Linksaußen Alina Hollstein, die hier den Ball führt. 

Die Landesliga-Handballerinnen der TG Rotenburg treten nach dem Zittersieg gegen die FT Fulda wieder gegen einen Abstiegskandidaten an, diesmal in Baunatal.

Am heutigen Freitag steht für die TGR die Auswärtsaufgabe beim Vorletzten GSV Eintracht Baunatal an. Anwurf wird um 18.30 Uhr in der dortigen Sporthalle der Erich-Kästner-Schule sein.

Die Baunatalerinnen stellen ein sehr junges Team. Die meisten Spielerinnen sind im Sommer direkt von der A-Jugend zu den Damen aufgerückt. Auf eine neue Trainerin mussten sie sich nicht einstellen: Irina Penner war auch schon bei den Juniorinnen für sie zuständig.

Alina Penner wirft im Schnitt fast zehn Tore pro Spiel

Der Dreh- und Angelpunkt im Eintracht-Spiel ist Alina Penner. Sie ist die Tochter der Trainerin und wirft im Schnitt fast zehn Tore pro Spiel. Laut TGR-Trainer Sebastian Jaschinski steht Alina Penner für das unorthodoxe Spiel ihres Teams. 

„Die machen außergewöhnliche Sachen im Angriff, mit denen sie ihre Gegner überraschen wollen. Darauf müssen wir uns einstellen und permanent hellwach sein“, sagt Jaschinski.

Sehr stark beim Gegner ist auch Katharina Koltschenko, die über die individuelle Schiene zum Erfolg kommt und den direkten Zweikampf sucht. Ganz stark aufgetrumpft hat sie zuletzt in der Partie in Fritzlar, die der Spitzenreiter lediglich 35:32 gewann. 13 der 32 Baunataler Treffer erzielte Koltschenko.

"Halte Baunatal für den stärksten Aufsteiger"

„Ich halte Baunatal für den stärksten Aufsteiger und einen unangenehmen Gegner. Das wird kein einfacher Gang“, sagt der TGR-Coach. Dass die Eintracht schon fast so gut wie abgestiegen ist, ändere daran nichts. 

Vier Punkte hat sie bislang erbeutet, doch wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls werden ihr am Saisonende sechs abgezogen. Das dürfte sich als zu große Bürde erweisen.

„Die Baunatalerinnen sind sehr flott unterwegs und fackeln nicht lange mit dem Abschluss. Sie laufen sehr viele Angriffe, werfen sehr viele Tore, machen aber auch viele Fehler“, sagt Sebastian Jaschinski. Er erwartet, dass sich heute ein ähnliches Spiel entwickelt wie vor einer Woche gegen die FT Fulda, die auch auf hohes Tempo setzt – und gegen die die TGR sich mächtig schwergetan hat.

Psychologisch ganz wichtiger Sieg

„Die Fuldaerinnen hatten bei uns aber auch einen Sahnetag erwischt. Das Ergebnis war für sie ein Schlag ins Genick. Da sind bei ihnen dann auch viele Tränen geflossen. Sie haben mir leid getan“, blickt Jaschinski zurück.

Aber in erster Linie hat er sich gefreut über den Sieg. Und das nicht nur der beiden Punkte wegen: „Das war psychologisch ganz wichtig. Es war der erste Sieg, den wir ohne Yulia Makarova errungen haben. Wir haben gezeigt, dass wir auch ohne sie 30 Tore werfen können und dass wir ein enges Spiel gewinnen können, in dem wir schon mit vier Toren zurückgelegen haben.“

Außerdem war er besonders froh über das Auftreten dreier Spielerinnen. Über das der jungen Gina Groth, die der 6:0-Abwehr in Hälfte zwei Stabilität gegeben hat. Über das von Alina Hollstein, die zu alter Form zurückgefunden und von außen wieder getroffen hat. 

Zugriff bekommen, Konter laufen, sicher abschließen

Und über das Auftreten von Stefanie Deringer, die die letzten 25 Sekunden fast alleine sehr überlegt und clever runtergespielt hat. Zudem habe sie sich in die Fuldaer Deckung geworfen und sichere Pässe gespielt.

Zugriff auf den Gegner bekommen, Konter laufen, sicher abschließen, die größere Erfahrung in die Waagschale werfen – hier liegen die Schlüssel zu einem Erfolg in Baunatal. „Wir müssen aber auch mit mehr Spaß und Lockerheit spielen“, sagt Sebastian Jaschinski, „das müssen wir noch lernen.“

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