Handball-Landesliga Frauen

TG Rotenburg und HSG Twistetal: zwei Teams, ein Level

+
Nachahmung empfohlen: Beim Heimsieg im März über Twistetal leitete Inken Niebuhr in dieser Szene einen erfolgreichen Konter ein. 

Gelingt den Landesliga-Handballerinnen der TG Rotenburg der dritte Sieg in Folge?

VON THOMAS WALGER

Diesen dritten Erfolg könnten sie am Samstag ab 15.30 Uhr erringen. Dann wird sich die HSG Twistetal in der Rotenburger Großsporthalle vorstellen. Die TGR liegt mit 6:6 Punkten auf Rang sechs und damit zwei Plätze vor ihrem Gast (6:8 Zähler).

Die Saisonziele dieser Teams ähneln sich sehr: Sie wollen sich so früh wie möglich von der Abstiegszone absetzen und im gesicherten Mittelfeld der Liga etablieren.

Eine weitere Parallele: Die Spielerinnen im Waldeckschen wie auch die im Waldhessischen wissen, dass sie nur dann sorgenfrei bleiben, wenn sie ihre Spiele mit voller Konzentration und großem Einsatz bestreiten. Mit halber Kraft zu agieren, wird – zumindest in den meisten Fällen – nicht reichen, will man das Parkett als Sieger verlassen.

Bei beiden Kontrahenten geben übrigens neue Leute die Kommandos: bei der TGR Sebastian Jaschinski, bei der HSG als Trainergespann Andrea Hartmann und Nina Dittmann.

Hartmann und Dittmann waren 17 Jahre lang, von 1997 bis 2014, für das erste Damenteam der HSG Twistetal aktiv; zunächst als Spielerinnen, anschließend als Spielertrainerin beziehungsweise Co-Trainerin. Nach einer fünfjährigen Pause meldeten sie sich im Sommer wieder zurück.

Nur einen, wenn auch schmerzhaften Abgang musste die HSG verkraften: Karo Happe zog es zum Oberliga-Aufsteiger HSG Hoof/Sand/Wolfhagen. Vorübergehend fehlt auch Janina Winkler, die Mutter geworden ist. Sie wird im Verlauf der Serie zurückerwartet, aber wohl noch nicht morgen in Rotenburg.

In der Rubrik Neuzugänge taucht bei den Twistetalerinnen nur ein Name auf: Hanna Brida. Sie stieß schon im verlauf der Saison 18/19 zu den Waldeckerinnen. Seit der laufenden Runde ist sie nun ein fester Bestandteil des Teams.

Brida erwies sich bereits als eine echte Versärkung im Rückraum und besticht auf beiden Halbpositionen mit ihrem variablen Spiel und ihrer Torgefahr. Beim jüngsten Auftritt, der achtbaren 25:27-Niederlage beim TSV Wollrode, gelangen Hanna Brida sechs Feldtore. Nur ihre Teamkollegin Svenja Isenberg war mit 10/4 Toren noch efolgreicher. Mit dem letzten ihrer vier Siebenmetertore brachte sie Twistetal in der 59. Minute sogar noch einmal auf 26:25 heran. Auf diese beiden Spielerinnen sowie auf die ebenfalls torgefährliche Natalie Padtberg sollte die TGR morgen besonders achten.

In der vergangenen Saison lag Twistetal als Siebter mit 20:24 Punkten zwei Ränge und fünf Zähler vor ihrem morgigen Gegner. Beide Teams nutzten in den beiden Aufeinandertreffen jeweils ihren Heimvorteil.

„Das Heimspiel ist für uns eine sehr gute Gelegenheit, zu einem positiven Punktekonto zu kommen“, sagt TGR-Coach Sebastian Jaschinski. Er wähnt die Twistetalerinnen auf einem Level mit seinem Team und sieht eine schwere, aber auch lösbare Aufgabe auf seine Schützlinge zukommen. Beim Kontrahenten beeindruckt ihn die sehr bewegliche Deckung, hinter der eine gute Torfrau stehe.

„Ich hoffe, dass wir uns im Vergleich zum vergangenen Sonntag besser präsentieren. Wir haben am Dienstag im Training angefangen, uns auf die Partie vorzubereiten“, sagt der Coach. Dabei wurde durchaus auch Selbstkritik geübt. „Wir wissen, dass wir eine Steigerung brauchen.“

Fehlen wird der TGR aus beruflichen Gründen weiterhin Luca Mäusgeier. Hinzu kommt der Ausfall von Nika Rollmann. Sie hat sich an der Hand verletzt, die jetzt geschwollen ist. Nicht sicher ist auch, ob der Trainer selbst vor Ort sein wird. „Ich bin beruflich unterwegs, hoffe aber, dass ich rechtzeitig zurück bin.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.