Handball-Landesliga

TG Rotenburgs Frauen können nur gewinnen

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Sie stehen am morgigen Samstag vor einer echten Herausforderung: TGR-Trainer Sebastian Jaschinski und seine Schlüsselspielerin Anette Lusky. 

Die Handballerinnen der TG Rotenburg stehen vor einer gar nicht so unangenehmen Aufgabe. Sie empfangen am Samstag um 16 Uhr den Tabellenzweiten  HSG Großenlüder/Hainzell.

VON THOMAS WALGER

Gegen die Torefabrik der Landesliga Liga kann das Team von TGR-Trainer Sebastian Jaschinski nur gewinnen. Zu verlieren hat es gegen den klaren Favoriten nichts. Punkte gegen den Abstieg sammeln, das ist dann wohl eher an anderen Spieltagen vorgesehen.

Vielleicht hilft diese Ausgangslage den Spielerinnen ja, wieder eine prima Leistung abzurufen – so wie zuletzt beim Sieg über Vellmar und der knappen Niederlage beim Tabellennachbarn TSG Dittershausen.

Mut sollte Anette Lusky und Co. auch der erste Vergleich mit Großenlüder/Hainzell in der Hinrunde machen. In der Lüdertalsporthalle lieferten die Rotenburgerinnen ihr wahrscheinlich bestes Saisonspiel ab. Am Ende unterlagen sie höchst achtbar 31:35. TGR-Torjägerin Anette Lusky wird sich gerade an die Anfangsphase dieser Partie gut erinnern. Nach sechs Treffern von ihr führte die TGR nach zehn Minuten sensationell 9:2.

Allerdings werden sich auch die morgigen Gastgeberinnen ebenfalls daran erinnern. „Die werden sich von uns nicht noch einmal überraschen lassen. Die wissen jetzt, wie wir spielen“, glaubt Sebastian Jaschinski, „die werden hellwach hier ankommen.“

Neun Minuten nach dem 9:2 war der schöne Vorsprung allerdings auf 11:10 geschmolzen. Von diesem Moment an blieb die TGR in der mit hohem Tempo geführten Auseinandersetzung lange auf Augenhöhe. Selbst in der 56. Minute lag beim Stand von 31:29 ein Remis noch in Reichweite. Und das sogar ohne Anette Lusky, die kurz vor dem Wechsel wegen starker Rückenschmerzen passen musste.

„Großenlüder hat uns durch ihre seine Breite im Kader geknackt. Für mich ist es das Spitzenteam, das am besten aufgestellt ist. Mir gefällt auch die Spielweise sehr mit der beweglichen Deckung und dem tollen Tempospiel“, sagt der TGR-Trainer, der ankündigt: „Wir wollen selbstbewusst in dieses Heimspiel gehen. Es wird darauf ankommen, von der ersten Sekunde an voll gegenzuhalten.“

Grundlage müsse eine clevere Abwehrarbeit sein, die in Ballgewinne und Tempogegenstoßtore mündet. Bislang hat sich die TGR beim Umschalten auf Konter aber noch zu viele technische Fehler und überhastete Abschlüsse geleistet, was die Zahl der Gegentore in die Höhe getrieben hat.

„Diese Mängel müssen wir abstellen. Unter Volldampf sicher passen und abschließen – das bestimmt im Moment auch unsere Trainingsarbeit“, sagt der Rotenburger Coach. Gegen Vellmar habe das schon recht gut geklappt, zuletzt gegen Dittershusen wieder weniger.

„Positiv ist, dass wir viele Tore werfen in dieser Saison. Gegen Dittershausen hatten wir sogar neun verschiedene Torschützinnen. Das gefällt mir“, stellt Sebastian Jaschinski fest.

Die jüngste Niederlage hätte seine Spielerinnen hart getroffen, sie sei aber mittlerweile verarbeitet. „Wir müssen positiv bleiben“, fordert der TGR-Coach.

Verzichten muss er auf Urlauberin Stefanie Deringer. Anette Luskys Erkältung sei zwar noch nicht weg, sie könne aber aller Voraussicht nach auflaufen.

Unter Volldampf

passen und werfen

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